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Stichwort: Ingwer - Klartext

Mit einer Zufalls-Entdeckung begann alles

Klartext zum Ingwer: Die wichtigsten Fragen, die besten Antworten von der pferdeglueck-Redaktion

Von Guido Gennerich, Petra Schmitz und Karin Griebel

pferdeglueck.de ist und bleibt die "Mutter" aller Internetseiten zum Thema "Pferd + Ingwer". Seit 2002 wird von uns redaktionell fundiert jede neue Erkenntnis aufbereitet, damit gehört diese Website inzwischen zu den meist besuchten Sites zu diesem Thema. Hier klären wir in top-aktueller Fassung die wichtigsten Fragen und Antworten. Seriös, kritisch und unabhängig.

Ingwer ist ein Gewürz, dem heilende/lindernde Wirkung seit Tausenden von Jahren zugeschrieben wird. Mehr als 500 (!) BIO-Stoffe sind im Ingwer enthalten und können bei Mensch wie Tier heilungsfördernde, konstitutionsverbessernde Wirkungen entfalten. Jedoch gibt es keine seriösen wissenschaftlichen Untersuchungen, die exakt Wirkung X bei Dosierung Y belegen. Zumal es nicht den Ingwer gibt, sondern Ingwer unterschiedlicher Qualität (dazu mehr weiter unten). Schon deshalb sind Dosierungs-Empfehlungen reine Richtwerte. Hier heißt es: Ausprobieren! 3 g je 100 kg Pferdegewicht sind ein guter Ansatz bei vielen Beschwerden, aber bei manchem Pferd und mit mancher Ingwersorte können erst 5 g je 100 kg Körpergewicht und noch mehr die erwünschte Wirkung zeigen!

Die Dosis-Problematik wird besonders deutlich, wenn man ähnliche Pferde aus unterschiedlicher Haltung bei ähnlichen Krankheitssymptomen vergleicht. Das artgerecht gehaltene und gefütterte Pferd spricht meist auf weit geringere Dosen Ingwer an als das weniger artgerecht gehaltene Tier. Der Ingwer fällt also, bildlich gesprochen, jeweils auf weniger oder mehr "fruchtbaren" Boden. Somit ist verständlich, dass auch Änderungen bei Haltung, Belastung und Fütterung den bereits erzielten Ingwer-Erfolg entweder verbessern oder auch wieder verschlechtern können.  Das Wirksame ist folglich die Summe aller (!) Einflüsse!

Den Ingwer-Erfolg direkt mitgestalten können (müssen) z. B. folgende Begleitumstände:



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Wichtige Hinweise rund um die Dosis:

Füttern Sie mit ca. 2-5 g täglich langsam an und beobachten Sie die Verträglichkeit. Gewöhnen Sie die "Patienten" auf diese Weise behutsam an den Ingwer. Dann steigern Sie die Menge in der ersten Woche der Ingwerfütterung täglich um einige Gramm. Bleibt bei der unteren Grenze die Wirkung aus, steigern Sie in 2-5 g-Schritten die Dosis. Bei Erfolg halten Sie die Dosis durch (nochmals um eine kleine "Sicherheitsreserve" erhöht), bis die akuten Beschwerden abklingen (und noch ca. 3-4 Wochen danach). Dann senken Sie behutsam die Dosis – wieder genau das Pferd beobachtend – auf ein Minimum und behalten Sie diese bei z. B. chronischen Beschwerden dauerhaft bei. Treten Beschwerden zu bestimmten Jahreszeiten usw. regelmäßig auf (z. B. bei Arthrosen), erhöhen Sie die Dosis rechtzeitig und federn Sie rechtzeitig die aufziehenden Beschwerden ab. Kombinieren Sie nicht den Ingwer mit unzähligen anderen alternativen Behandlungsformen. Sonst haben Sie nie einen wirklichen Überblick, ob, wann und in welcher Dosis der Ingwer geholfen hat. Und Sie übersehen vielleicht, dass Sie sich das Geld für die anderen Beigaben sparen könnten! In Einzelfällen kann Ingwer "schlafende" Erkrankungen erst ans Tageslicht befördern. Setzen Sie dann den Ingwer zunächst ab, betreiben Sie genaue Ursachenforschung und gehen Sie dem Übel an die Wurzel. Beginnen Sie später erneut vorsichtig mit der Ingwergabe.

Experimentieren Sie niemals mit Ingwer herum, ohne eine klare Diagnose vom Tierarzt vorliegen zu haben! Füttern Sie Ingwer in enger Kooperation mit dem Arzt. Setzen Sie den Ingwer rechtzeitig ab, wenn wichtige Diagnosen anstehen, da die Wirkung des Ingwers bestimmte Diagnosen verfälschen und ggf. unmöglich machen kann. Zudem sollten etwaige Wechselwirkungen mit dem Arzt besprochen werden. Dauerhaftes fachunkundiges Herumhantieren mit Hochdosen Ingwer (z. B. 50 g und mehr je Pferd) fällt in die Rubrik "grober Unfug". Hohe Dosen sollten (auch mit Blick auf die empfindliche Magenschleimhaut des Pferdes) nur unter regelmäßiger Beobachtung des behandelnden Arztes gegeben werden und bei klarer Nutzen-/Schadensabwägung. Die immer gerne zu diesem Thema auch vom Chemiker Dr. Stefan Brosig angeführte "Studie" des "Reha-Teams" Aggertal bezüglich Ingwer-Hochdosen ist mit größter Skepsis zu betrachten. Zudem wurden die austherapierten (lediglich zehn!) Pferde dieses "Reha-Teams" unter der ständigen Aufsicht des Tierarztes einer benachbarten Klinik mit Hochdosen versorgt. Gesundes Misstrauen ist auch deshalb angezeigt, weil unter der seit einigen Jahren von Reha-Chefin Hompesch-Kronreif betriebenen Internetbaustelle "www.pferd-und-ingwer.de" eigentlich die sogenannten "Studien-Ergebnisse" und die damit verbundenen wissenschaftlich fundierten Nachweise zu den wundersamen, nur schwer nachprüfbaren und vermutlich höchst individuellen "Genesungsprozessen" der zehn "Probanden" versprochen wurden.


Hier nun die schnelle tabellarische Übersicht, welche Ingwer-Dosen sich in der Praxis oft als sinnvoll herausgestellt haben. Nochmals: Das alles sind lediglich Richtwerte. Sie können von Pferd zu Pferd (von Hund zu Hund und von Mensch zu Mensch) teilweise ganz erheblich schwanken! Rechnen Sie prozentual die Dosis leicht herauf oder herunter, wenn das Körpergewicht von unserem Beispiel abweicht. Bei Hund und Mensch reicht, trotz abweichenden Körpergewichts, eine geringere Dosis-Anpassung. Will heißen: Wenn Sie nur 60 kg wiegen, können (und sollten) Sie dennoch die Tabellenwerte für einen 70 kg-Menschen übernehmen. Bei Hund und Mensch werden die Wirk-Schwellwerte nur sehr schwerfällig erreicht. Ein, zwei Grämmchen mehr schaden übrigens auch dem Pferd nicht. Die Endlos- Diskussionsschleife über diese "Grämmchen" rauf und runter sind eher beliebter Zeitvertreib in Internet-Foren. Sie brauchen für den Ingwer-Einsatz keine Briefwaage, sondern eher ein geschultes Auge für auch nur zaghafte erste Veränderungen! Die Wirkung des Ingwers tritt in der Regel bereits nach wenigen Tagen ein, oder völlig spontan bei Erreichen der richtigen Dosis. Grundlage für die unten angegebenen Dosen war gemahlener Ingwer, überwiegend aus Nigeria (ca. 2,5 bis 3 % Gesamtgingerolgehalt) und BIO-Ingwer aus Sri Lanka (ca. 2,5 % Ges.-Ging.-Gehalt).


Pferd  
Einsatzgebiet Tagesmenge (Pferd, 550 kg)
Gesundes Pferd (Prophylaxe/Leistungssteigerung) 8,5 bis 10 g
Pferdesenior (leichter Verschleiß) 8,5 bis 17 g
Pferdesenior (stärkerer Verschleiß) 15 bis 28 g
Wurmkur-Ersatz (regelmässig Kotproben nehmen!) 10 bis 15 g
Kotwasser (bei starkem Durchfall Ursache klären!) 15 bis 20 g
Entzündliche Prozesse/Verschleiß Skelett (leicht) 18 bis 20 g
Entzündliche Prozesse/Verschleiß Skelett (schwer) 20 bis 35 g
Entzündliche Prozesse/Verschleiß Sehnen/Bänder (leicht) 25 bis 35 g
Entzündliche Prozesse/Verschleiß Sehnen/Bänder (schwer) 40 bis 60 g, ggf. mehr
Erkrankung Hufrolle (leicht) 20 bis 30 g
Erkrankung Hufrolle (schwer) 30 bis ggf. über 100 g¹
Spat (erg. z. orthopäd. Maßnahmen) 40 bis ggf. über 60 g
Tumoröse Erkrankungen (je nach Tumorart) 20 bis 30 g, ggf. über 100 g
Allergische Erkrankungen (z. B. Ekzem) 18 bis 20 g, ggf. mehr²
Schleimlöser (unterstützend) 18 bis 22 g, ggf. mehr
Hufrehe abzuraten!³
¹) Erfolgsaussichten eher gering
²) In der Beobachtungsphase, ggf. regelt Ingwer das Immunsystem leicht herunter und kann Ekzem-Behandlungswege erleichtern
³) Hufrehe gehört an der "Wurzel" behandelt, Ingwer ggf. später zur Nachsorge einsetzen


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Vorsicht: Ingwer macht hungrig!

Wer als Mensch prophylaktisch Ingwer einsetzen möchte, sollte beachten, dass unter den weit über 500 wertvollen Biostoffen im Ingwer auch jene sind, die zum Beispiel extrem appetitanregend wirken. Menschen mit Gewichts- und Ernährungsproblemen können durch den noch verstärkten "Hunger", bei einer unausgewogenen energiereichen Ermährung, ihre Situation verschlimmern. Andere Stoffe im Ingwer wirken auch stärkend und "belebend" auf die Psyche, je nach Dosierung. Die berühmte Hildegard von Bingen schreibt dazu: "Ingwer verstärkt das Animalische und drängt das Rationale zurück!" Wer sich ausreichend bewegt, kerngesund ist und sich ausgewogen und vollwertig ernährt, braucht also keine prophylaktische Ingwerzufuhr!


Hund ¹  
Einsatzgebiet Tagesmenge (Schäferhund)
Gesunder Hund (Prophylaxe/Leistungserhalt) 3 bis 5 g
Alter Hund (Verschleiß leicht) 5 bis 10 g
Alter Hund (Verschleiß hoch) 15 bis 20 g
Entzündliche/degenerative Prozesse Bewegungsapparat 20 bis 30 g, ggf. mehr
¹)Bei Katzen, sofern man diese Feinschmecker überhaupt überreden kann, obige Werte auf das Körpergewicht herunterrechnen. Vorsichtig anfüttern! Granulat oder Ingwer-Grobschnitt verwenden.


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Wenn's partout nicht geht

Einige Menschen können sich partout nicht mit dem scharfen Pulver arrangieren. Ein "Notausgang" können Ingwerpulver-Rationen in magenresistenten Kapseln bilden. In diesem Fall sind sogar deutlich geringere Dosen möglich, da die Ingwermengen den Magen weitgehend unbeschadet "passieren". Braucht ein Mensch für schwere Arthroseschmerzen z. B. rund 20 g Ingwerpulver, könnten in Kapseln verpackt schon 2 bis 3 g helfen! Ein Tierarzt hat sich mit solchen magenresistenten Kapseln beschäftigt. Eventuell erhalten Sie dort eine entsprechende Anregung.


Mensch  
Einsatzgebiet Tagesmenge (Körpergew. ca. 70 kg)
Gesunder Mensch(Prophylaxe/Leistungssteigerung) 10 bis 15 g
Alter gesunder Mensch (Prophylaxe) 15 bis 20 g
Übelkeit, Verbesserung Magen-/Darmklima 5 g
Verdauung, Appetitanregung, Rekonvalszenz 10 g
Aspirin-Ersatz (leichte Schmerzen/Entzündungen) 15 bis 25 g
Schleimlöser 15 bis 25 g
Blutverdünnung (z. B. Schlaganfall-Prophylaxe) 18bis 23 g¹
Unterstützung Herzfunktionen 20 bis 23 g¹
Verschleiß/Beschwerden Bewegungsapparat (leicht) 15 bis 20, ggf. mehr
Verschleiß/Beschwerden Bewegungsapparat (schwer) 25 bis 30 g, ggf. mehr
Arthrose, Rheuma (leicht) 15 bis 22 g
Arthrose, Rheuma (schwer) 25 bis 35 g, ggf. mehr
Begleitend Krebsbehandlung (Frühstadium) 20 bis 25 g²
Begleitend Krebsbehandlung (fortgeschritten) 30 bis 35 g²
Milderung allergischer Reaktionen (z. B. Pollenallergie) 19 bis 20 g³
¹)Bei Schlaganfall-Neigung nur in Absprache mit dem Arzt, da die blutverdünnende Wirkung des Ingwers ggf. nicht ausreicht! Keinesfalls parallel zu Aspirin oder z. B. Marcumar einnehmen!
²)Ingwer kann keinen Krebs "heilen"! Aber die Krebs-Therapie begleitend verbessern und eventuell sogar das Wachstum einiger Tumorarten bremsen. Bei fortgeschrittenen Tumoren sollte die maximale Dosis eingenommen werden, die vertragen wird! Mehr dazu in unserem Sonderteil zu diesem Thema
³)In der Beobachtungsphase: Menschen erzählen von Milderung ihrer allergischen Reaktionen nach der Einnahme von Ingwer, eventuell bedingt durch eine Regulierung von Überreaktionen des Immunsystems


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Ingwer in der Krebs-Therapie

Wer Ingwer begleitend zur Krebstherapie einsetzen möchte, sollte das von der ersten (!) Stunde nach Bekannt werden der Erkrankung tun! Viele Krebspatienten greifen erst zu diesen "Strohhalmen", wenn die Krankheit schon so weit fortgeschritten ist, dass auch pflanzliche Helfer keine wesentlichen Veränderungen mehr erzielen können. Gerade zu Beginn (!) z. B. einer Chemotherapie liefert der Ingwer genau die appetitanregenden, Übelkeit minimierenden und konstitutionsverbessernden Hilfen, die der Patient braucht. Schlagen die Folgen der Chemotherapie (meist erst nach einigen Sitzungen) voll durch, wird auch die Ingwereinnahme kaum noch durchführbar und erträglich! Überlegen Sie also nicht zu lange – bei Krebs ist jede Stunde Abwarten genau eine Stunde zu viel!

Widmen wir uns nun den wichtigsten Fragen rund um den Ingwer-Einsatz. Wir decken damit den größten Bereich der "FAQs" ab, so wie sie auch immer in unserem Forum regelmäßig auftauchen.


Gretchenfrage: Welche Ingwersorte?

Hierüber wird gerne und viel debattiert. Fakt ist: Die beste Darreichungsform ist nach wie vor der gemahlene Ingwer. Hier stimmen Handhabung, Wirkung und Preis. Frischer Ingwer ist wenig praxistauglich. Ingwer als Grobschnitt (also z. B. griesförmig) bietet sich an, wenn man Akzeptanzprobleme hat. Pferden kann man das Pulver zwar noch in vielerlei Form "unterjubeln". Für die Verabreichung hoher Ingwerdosen haben sich da vor allem eingeweichte Heucobs bewährt. Sie mindern vor allem deutlich den Ingwer-Schärfegeruch (viele weitere Ideen hierzu in unserem Forum), bei Hunden und schließlich beim Menschen kann der Grobschnitt aber eine gute Alternative sein. Er muss aber häufig höher dosiert werden. Gleiches gilt für die granulierte Variante von Masterhorse.

Ingwer kauft man ausschließlich beim fachkundigen Gewürzhändler. Weder also im Supermarkt noch in der "Apotheke". Guter Ingwer sollte rund 1,2 bis 1,8 % der Gingerole und Shogaole -6, -8 und -10 enthalten. Viele Händler wollen aber mit tollen Werten glänzen, rechnen also auch die wesentlich unbedeutenderen anderen Gingerole/Shogaole ein. Insgesamt kommt empfehlenswerter Ingwer dann auf einen Gesamt-Gingerolgehalt von 2,3 bis 3,5 % (die Gewürzmühle belegt auf Wunsch die etikettierten Gingerol-Werte.). Bewährt hat sich allenorten nigerianischer Ingwer, der bei entzündlichen Prozessen bevorzugt eingesetzt werden sollte. Die edlen BIO-Sorten (für den Einsatz z. B. beim Menschen) kommen unterdes meist aus Tansania, Sri Lanka oder Vietnam. Von Ingwersorten aus China raten wir ab, da sie nicht durchweg in der Wirkung überzeugen konnten.

Tierheilpraktikerin Claudia Nehls hat mit ihrer neuen Lauf-Fit-Variante noch eine weitere interessante Alternative zum Ingwerpulver geschaffen. Hier wird der Ingwer nicht nur sinnvoll mit Gingko und Weidenrinde kombiniert, die erstmals flüssige Form wird zudem besonders bei mäkeligen Pferden besser und schneller akzeptiert.



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Bewährt: Ingwer plus Meerrettich

Als gelungene Kombination haben sich Ingwer und eingeschobene (bei vielen Pferden sinnvollerweise in regelmässigen Abständen durchgeführte) Meerrettich-"Kuren" erwiesen. Vor allem dann, wenn eine antibiotische Behandlung erforderlich ist und ggf. auf diese Weise sogar ersetzt werden kann (z. B. bei Einschuß, Atemwegserkrankungen u. ä.) Dazu wird dem Pferd frisch geriebener Meerrettich gegeben (ist meist auf gut bestückten Wochenmärkten erhältlich). Eine solche Kur kann zwischen zwei und rund acht Wochen durchgeführt werden. Danach wiederum in regelmässiger Wiederkehr (Verträglichkeit durch sanftes Anfüttern z. B. in eingeweichten Heucobs ermitteln!). Je 100 kg Pferdegewicht haben sich 10 bis 25 g als sinnvoll erwiesen, bei schweren Infektionen auch deutlich mehr (über 30 g).

Ersetzt Ingwer Schmerzmittel?

Manche Pferdehalter fragen, ob Ingwer eventuell Schmerzen so stark bekämpft, dass Pferde trotz Gelenkserkrankung etc. zu Belastungen verleitet werden, die letztlich nur zu weiteren Schäden führen würden. Wer so fragt, hat die wirkliche Ursache des Schmerzes (siehe oben) nicht endgültig abgeklärt. Der weiß also gar nicht zuverlässig, warum das Pferd die Schmerzen hat. Schmerz ist ohnehin nicht gleich Schmerz. Wenn ein akuter Schmerz vorliegt, der eine schwere akute Erkrankung signalisiert, ist nicht Ingwer, sondern erst einmal der Tierarzt dringend vonnöten.

Aber es gibt zahllose Pferde, die aufgrund von (Alters-)Verschleiß, chronischer Entzündungen etc. unter dauerhaften Schmerzen leiden und ohne Schmerzmittel nicht mehr effektiv behandelbar sind. Hier ist es dann wirklich kein Unterschied mehr, ob nun das Schmerzmittel des Arztes die Schmerzfreiheit vorgaukelt oder eventuell der Ingwer. Nur: Ingwer kostet deutlich weniger und hat offenbar keine Nebenwirkungen. Wenn also in der Anfangsphase einer chronischen Erkrankung Ingwer in der Lage ist, durch seine entzündungshemmende Wirkung Schmerzen so zu lindern, dass es dem Pferd sichtbar gut geht, warum dann Medikamente? Auch hier muss jeder die Probe auf’s Exempel machen! Im Allgemeinen wird die schmerzhemmende Wirkung des Ingwers auch überschätzt: Je nach Beschwerden setzt, wenn überhaupt, eine deutlich schmerzhemmende Wirkung erst im Bereich hoher täglicher Ingwerdosen ein. In einigen Fällen musste dazu sogar bisweilen die 100 g-Marke täglich überschritten werden.

Ingwer bei trächtigen Stuten?

Wie Leserin Anja Bühler, stellten viele andere Leser auch immer wieder diese Frage. Ingwer-Anwender Dr. Stefan Brosig meint dazu:

"Es spricht nichts gegen eine Verwendung von Ingwer bei trächtigen Stuten. Auch Regatta, Renaissance Fleurs trächtige Mutter, erhält dieses Jahr (2004) Ingwer. Bei leichteren Fällen von Hufrolle hilft die Standarddosis für Gelenkerkrankungen von etwa 3 Gramm pro 100 Kilo Körpergewicht. Man sollte aber die Dosis individuell ermitteln, der Besitzer kennt seine Stute am besten und kann dann erkennen, ab welcher Menge es ihr gut tut. Man sollte Ingwer – meiner Meinung nach – am besten in eingeweichten Heucobs füttern, in denen er extrem bekömmlich ist.

Etwa zwei Wochen vor der Geburt würde ich den Ingwer kontinuierlich herunterfahren, weil Ingwer auch (wenn auch nicht sehr stark) blutverdünnend wirkt und Geburten doch eher "blutig" sind. Vermutlich kann man eine Dosis von etwa 1,5 g pro 100 Kilo auch noch zum Geburtstermin geben. Statt die Stute während der Trächtigkeit mittels Wurmkuren zu entwurmen, würde ich lieber ihre Verwurmung durch Kotproben testen lassen. Nach 3 bis 6 Wochen sollte sie eigentlich wurmfrei sein, wenn ihre Umgebung nicht extrem verwurmt ist. Vermutlich braucht man bei Ingwerfütterung dann keine Wurmkuren (sind ja doch ein Gift).

Reiter und Pferd
Nur im engen Verhältnis zu seinem Pferd kann und sollte man Ingwer dauerhaft einsetzen.

Was ich noch anmerken möchte: Füttert dem Fohlen bloß kein Fertigfutter und Mineralfutter! Kauft lieber für die Aufzucht des Fohlens das beste Heu, das zu bekommen ist (ungedüngt) und lasst es so langsam (und mit so viel Bewegung) aufwachsen, wie die Natur es für Pferdekinder vorgesehen hat. Dann werden es auch "harte" Pferde. Sonst bekommen nämlich Pferde solche Krankheiten wie Hufrolle schon in die Wiege gelegt. Die Bedarfswerte für Pferde sind nämlich aus der Tiermast einfach übernommen worden. Daher "gedeihen" sie damit anfangs auch so gut. Allerdings nur das Fleisch. Die tragenden Strukturen kommen mit der Entwicklung nicht nach! Man kann nicht zigtausend Verbindungen der Nahrung versuchen, durch ein paar einzelne Komponenten "aufzupeppen". Die ganze Entwicklung des dauerhaft belastbaren Pferdes ist auf das Futter, wie es in der Natur vorkommt, optimiert und nicht auf Spurenelementmengen, wie sie höchsten in Futter vorkommen, welches auf einer Müllkippe wächst."

Pferdefreund Bernhard berichtet noch praxisnäher in unserem Forum über den Einsatz von Ingwer an trächtigen Stuten:

"Meine Stute Herztänzerin hatte sich als Jährling in ihrem Heimatgestüt eine Fesselkopfzertrümmerung inkl. Abriss der tiefen Beugesehne zugezogen. Diese wurde leider zu spät bemerkt und die Stute überlebte nur durch den persönlichen Einsatz des Gestütsleiters. Ich erwarb die Stute knapp dreijährig von diesem Gestüt mit dem Wissen, dass sie jederzeit durch eine Hufbeinsenkung mit begleitender Arthrose erlöst werden müsste. Hervorgerufen durch diesen schlimmen Weideunfall! Daraufhin begann ich die Stute mit Hilfe eines sehr guten Heilpraktikers und einer Osteophatin zu behandeln und erzielte einen erstaunlichen Erfolg. Auf der Suche nach weiteren "Bausteinen" stieß ich auf Inngwer. Nach zweimonatigem Ingwereinsatz besserte sich der Zustand der Stute in einer Art und Weise, die ich niemals für möglich hielt!

Nachdem meine Stute ihren sehr qualitätsvollen Erstling stellte, der als Hengstanwärter in Schleswig Holstein zur Aufzucht steht, beschloss ich Herztänzerin abermals zu decken. Zum Zeitpunkt der Bedeckung fütterte ich täglich 60 g Ingwer und behielt diese Dosis bis zur Trächtigkeitsuntersuchung bei. Sie hatte sofort aufgenommen. Danach steigerte ich die Dosis auf 90 g und behielt diese bis zum 8 Trächtigkeitsmonat bei. Im 9. Trächtigkeitsmonat fütterte ich wieder 60 g Ingwer bis zum 10. Trächtigkeitsmonat. Danach senkte ich die Dosis auf 40 g Ingwer und behielt diese bis zum vollendeten 11. Trächtigkeitsmonat bei. Ab dem 320. Trächtigkeitstag fütterte ich täglich eine Dosis von 20 g und behielt diese bis zur Geburt am 333. Tag bei. Ab Geburt senkte ich auf 10 g ab. Mit heutigem Tag beendete ich die Ingwerfütterung, da das Fohlen trotz dieser relativ geringen Gabe mit leichtem Durchfall reagiert und die Stute lahmfrei ist! Die Stute ist bereits wieder belegt und es geht ihr ausgezeichnet. Übrigens: Das Fohlen ist ein Stutfohlen namens "Herz ist Trumph W" von unserem gestütseigenen Hengst "Tassilo W"v. Münchhausen."

Ingwer auch für gesunde Pferde?

Ja, natürlich! Es ist sehr unwahrscheinlich, dass all die Pferdehalter, welche bei ihren Tieren durch die Ingwer-Fütterung eine deutliche Vitalitäts-Steigerung feststellen, unter Halluzinationen leiden. Es braucht da auch gar keiner Laboruntersuchungen in Sachen Blut- und Leberwerte. Das Pferd signalisiert schon nach kurzer Zeit optisch dem (aufmerksamen) Pferdehalter, ob und wann Ingwer zu wirken beginnt! Was also an "Beweisen" will der Skeptiker da noch mehr? Geradezu als ein "Jungbrunnen" kann sich Ingwer an alte Pferde verfüttert erweisen.

Ist Ingwer Doping?

Seit pferdeglueck.de 2002 das Thema "Pferd und Ingwer" erstmals fundiert und kritisch redaktionell ins Internet lancierte, erfreut sich eine bestimmte Frage einer schönen Regelmäßigkeit: "Ist Ingwer Doping?" wollen passionierte Turnierreiter besorgt wissen. Entwachsen ist diese leidige Diskussion dem Umstand, dass man dem Ingwer in den letzten Jahren – neben vielen anderen Mythen und wundersamen Eigenschaften – auch nachsagte, er würde in einigen Rennställen als gezielt zur Leistungssteigerung verabreichtes Zusatzfuttermittel bei den Rennbahn-Vollblut-Protagonisten wahre Wunder bewirken. Belegt ist das, wie vieles andere aus dem Umfeld des allgemeinen Ingwer-Hypes, bis heute in keinem einzigen neutral und wissenschaftlich dokumentierten Fall. Auch oben erwähnte Turnierreiter, die sich um das Thema "Doping" sorgten, konnten bis heute auf unsere Anfragen in keinem einzigen Fall bestätigen, die Ingwergabe habe ihnen nachweislich eine bessere Erfolgsquote beschert. Weitere Leistungstests eines Trabrennfahrers aus Bad Segeberg mit seinen beiden Traberhengsten ergaben ebenfalls bislang keine signifikante Leistungssteigerung.

Sogar schon auf offizieller Ebene diskutiert man das Thema "Ingwer und Doping", doch wer hier journalistisch nachhakt, stößt fast immer auf große Unsicherheit, die nicht selten mit unverbindlichen Allgemeinplätzen kaschiert wird. Ein wenig konkreter antwortete auf Anfrage ein renommiertes Dopinglabor:  "Die systematische Anwendung von Ingwer bei Wettkampfpferden, insbesondere die hochdosierte Gabe von Futterergänzungsmitteln ist verboten. Zur Zeit wird die Anwendung von Ingwer bei Sportpferden wegen seiner antiphlogistischen Wirkung unter Pferdesportverbänden international diskutiert. Eine Empfehlung lautet: Die Gabe von Ingwer soll mindestens 48 Stunden vor einem Wettkampf gestoppt werden",  so Dr. Marc Machnik (Institut für Biochemie und IOC akkreditiertes Labor für Dopinganalytik in Köln) in seiner Stellungnahme (Stand: Mai 2008).

Und Dr. Machnik verriet noch weitere Details. So soll laut Dr. Marc Machnik Ingwer noch nicht auf der Dopingliste der Rennverbände stehen, – was nach wie vor mit dem Umstand zu tun haben dürfte, dass man generell bei der Frage, warum neben vielen anderen gesunden Futterzusatzmittel ausgerechnet der Ingwer in Doping-Nähe gerückt werde, bislang nur wenig plausible Argumente aufbieten kann. Zumal die Wirkkraft des Ingwers sich nicht generalisieren lässt und von Dosis, Qualität und Verabreichungsform abhängt. Zwar könne man die Gingerole, so Dr. Machnik, nachweisen und das sei auch bei den Dopingproben inzwischen üblich. Fraglich bleibt allerdings, wie man diesen Werten unanfechtbar "Doping-Potenzial" zuweisen wolle und ob diese Bewertungen einer wirklich ernsthaften juristischen Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Beweisführung standhalten würden.

Wohl auch deshalb bleibt man in offiziellen Kreisen noch eher zurückhaltend. Im Moment diskutiere man Ingwer zwar emsig als dopingrelevantes Mittel, so gestand Dr. Machnik zu, jedoch bislang ohne konkrete Resultate. Bei der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V.) heißt es unterdessen, bei Dopingproben dürften keine Gingerole nachweisbar sein, wobei wohl auch hier die Offiziellen eher nur mit ihren Wortmuskeln spielen und es in der Turnierpraxis anders aussehen dürfte. Im Umfeld der Traber hingegen beruft man sich, so Dr. Örs Katona vom HVT (Traberorganisation), pauschal auf die allgemeine Trabrennordnung mit der klaren Vorgabe:  "Unabhängig von dem generellen Verbot der Verabreichung von Substanzen oder Mitteln dürfen Pferde innerhalb von 72 Stunden vor Beginn des Rennens keine Injektionen, Infusionen, Intubationen, Inhalationen oder oralen Applikationen erhalten. Die natürliche Futteraufnahme ist hiervon ausgenommen."  Auch hier geht man erst einmal pauschal auf "Nummer Sicher" und rückt etwaige Gingerol-Nachweise aus Doping-Proben in die Nähe von Doping.

Ingwer: Alles eitel Sonnenschein?

Leider nein! Die Nachteile des Ingwers liegen nicht am Ingwer selber, sondern an der inflationären Vermehrung der "Ingwer-Spezialisten", die manchmal mit haarsträubender Leichtfüßigkeit Pferde voll Ingwer pumpen und dann über Zwischenfälle anstatt Erfolgserlebnisse staunen. Es liegen uns zahlreiche Beispiele vor, wo schon eine Verbesserung bei Haltung und Fütterung dem Pferd geholfen hätten. Doch hier wollte man durch eine "schnelle Ladung Ingwer" das Pferd mit wenig Aufwand "in Schuss bringen". Und selbst wo sich Ingwer-Erfolge erst einstellten, machte man dies durch Haltungs- und Fütterungsfehler teilweise wieder zunichte.

Ein Tierarzt aus dem Ruhrgebiet, prinzipiell ein Verfechter der Ingwer-Idee, meinte unlängst drastisch-deftig zu uns: "Die reißen oft mit dem Arsch wieder ein, was sich langsam an Erfolgen aufgebaut hatte!" In Kliniken und auch bei Tierärzten warnt man indes vor Koliken bei sensiblen Pferden und vor Magengeschwüren. Bewiesen und belegt ist nichts davon. Das heißt aber nicht, dass die Gefahr damit vom Tisch ist. Es könnte auch daran liegen, dass Tierärzte schlichtweg keine Lust mehr haben auf endlose Debatten in den Ställen und notgedrungen die "Ingwerianer" auf eigene Gefahr herumfuhrwerken lassen. Der selbe Tierarzt bestätigt: "Die bombardieren mich bisweilen mit ihrem geballten Halb- und Unwissen z. B. aus den einschlägigen Forums-Kaffeekränzchen bei Pferd-aktuell. Da nimmst Du halt Deine Tasche und gehst."



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Zu Risiken und Nebenwirkungen...

Immer wieder wird die Frage nach Nebenwirkungen beim Einsatz von Ingwer gestellt. Bei Menschen traten relativ selten Unverträglichkeiten auf, die sich durch Magenbeschwerden, Sodbrennen und allergische Reaktionen bemerkbar machten. Doch kam es hier natürlich auf die Dosis an. Ähnlich sieht es beim Pferd aus: Sensible oder mit zu hohen Dosen versorgte Pferde reagierten mit Magen-/Darmbeschwerden. In sehr seltenen Einzelfällen kann auch eine Kolik oder eine leichte bis schwere Reizung der Magenschleimhaut nicht völlig ausgeschlossen werden. Und da der Ingwer nicht gerade zum "Grundnahrungsmittel" des Pferdes gehört, kann es (wie auch beim Menschen) zu allergischen Reaktionen kommen. Immunologische Reaktionen können sich dann z. B. in Form von überraschend auftretenden Entzündungen zeigen. Weitere allergische Reaktionen sind möglich. (Übrigens: Bisweilen kann z. B. eine immunologische Reaktion sogar von Nutzen sein. Im Einzelfall also abklären.)

Wiederum wurden Fälle bekannt, wo Anwender ohne eindeutige Diagnosen mit immer höheren Dosen Ingwer auf das Pferd los gingen und damit die Lage nicht nur dramatisch verschlechterten, sondern letztlich, weil sie die Ingwer-Gaben auch noch bei der Akut-Untersuchung in der Klinik verschwiegen, tagelang völlig falsche Diagnosen verursachten. Die Situation vieler dieser Pferde hatte sich auch deshalb deutlich verschlechtert, weil der Ingwer zwar den Tieren anfangs sichtlich gut tat, dieser Eindruck aber Pferd wie Reiter zu völlig unangebrachter neuer Belastung verleitete. Resultat: Am Ende war's schlimmer denn je, weil der Pferdehalter kein Fingerspitzengefühl für die Situation seines Schützlings besaß.

Verlieren Sie beim Einsatz des Ingwers niemals die eventuell (vor allem bei disponierten Pferden) bestehende theoretische Kolikgefahr aus den Augen. Insbesondere wenn Sie erstmals das Pferd mit Ingwer konfrontieren, sollte sicher gestellt sein, dass eine in seltenen Fällen ggf. auftretende Kolik möglichst schnell erkannt und entdeckt wird! Weitere Begleiterscheinungen sind die bei vielen Pferden zu beobachtende "vitalisierende" Wirkung. Nicht ohne Grund haben schon vor langer Zeit findige Pferdehändler mit Ingwergaben ihre Verkaufspferde entsprechend "präpariert". Die belebende Wirkung des Ingwers kann vor allem bei wenig ausgelasteten Boxenpferden zu ungewöhnlicher "Übermütigkeit" und anderen Verhaltensauffälligkeiten führen. Kranke Pferde hingegen können durch die Ingwergaben zu mehr "Bewegungsdrang" verleitet werden als die bestehenden Beschwerden dies verkraften.


Noch etwas zu beachten?

Einen richtigen Schritt haben Sie schon gemacht: Sie informieren sich hier auf der ältesten und neutralsten Ingwer-Plattform im Internet. Mit den Erfahrungswerten aus der täglichen Pferde-Realität vor Ort. Vergleichen Sie genau die Preise für Ingwerpulver; lassen Sie sich nicht das Geld für überteuerte, vollmundig umworbene Angebote aus der Tasche ziehen. Kaufen Sie beim seriösen Gewürzhändler, möglichst hochwertige BIO-Qualität, nicht beim "Hippo-Döschen"-Versender. Setzen Sie auf den eigenen "gesunden Menschenverstand" und Ihr eigenes "gutes Händchen" für das Pferd, dann sind Sie bereits auf dem richtigen Weg! Bleiben Sie trotz aller Euphorie kritisch und vorsichtig, und: Informieren Sie sich eingehend vor dem Ingwer-Einsatz!

  
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