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Stichwort: Ingwer - Rückblick

Wie alles bei uns im Jahre 2002 begann

Ingwer: Die spannende Chronologie der Ingwer-Entdeckungen

Aus der Redaktion

Hier kann geschmökert werden, hier gibt's die aktuellsten Kurz-Infos zur Ingwer-Thematik. Darüber hinaus kann man nachlesen, wie alles begann und wie der Ingwer Schritt für Schritt die Pferdeszene erobert hat. Wer zum Basiswissen über Ingwer die schrittweisen Erfolge nachlesen will, muss zwar etwas Zeit investieren. Es lohnt sich aber, denn es gibt verblüffende und spannende Anregungen!

2. Dezember 2005:
Alle neuen Erfahrungen ab jetzt im Forum

Alle neuen Erfahrungen rund um den Ingwer gibt es seit Monaten in unserem großen Forum, das sich binnen kürzester Zeit zu einem der bestbesuchten Ingwerforen im Internet gemausert hat. Kein Wunder: Nirgendwo sonst finden sich die Informationen rund um den Ingwer so konzentriert wie in diesem Forum mit inzwischen mehr als 1.500 Beiträgen. Kommentiert und beantwortet von den Ingweranwendern der ersten Stunde. Zudem ergänzt durch die wertvolle Sprechstunde der bundesweit bekannten Tierheilpraktikerin Claudia Nehls. Wir können also auf den separaten Abdruck von Erfahrungen in dieser Rubrik verzichten. Wechseln Sie also auch in dieses Forum, um die aktuellesten Berichte der Pferdehalter zum Thema lesen zu können. Oder noch besser: Diskutieren Sie mit!

28. Juni 2005:
Was macht Waran? Quietschfidel!

Anmerkung der Redaktion: Waran starb im Jahre 2006 im stolzen Alter von 35 Jahren. Diese Zeilen und Bilder von Dr. Stefan Brosig haben wir dennoch in dieser Rubrik belassen. Wir wollen die Erinnerung weiter wach halten an diesen Pferdesenior und eines der ersten "Ingwerpferde" Deutschlands:

"Hier sind einige neue Bilder von meinem alten Waran von Anfang Juni 2005. (Wie man sehr deutlich erkennen kann, ist es zum Zeitpunkt der Aufnahme auf diesen Bildern ungefähr 40 Grad wärmer als auf den letzten von Ende Februar/Anfang März 2005 – Bilder siehe weiter unten!) Der Meerrettich, intervallmässig zusätzlich zum Ingwer zugefüttert, tut Waran offensichtlich sehr gut. Obwohl seine Zähne seit letztem Jahr weniger geworden sind, sieht er dieses Jahr sogar besser aus als letztes. Vermutlich, weil Zahninfektionen durch den Meerrettich schon im Ansatz beseitigt werden. Ich kann das für alle älteren Pferde nur empfehlen! (Jede Woche, zwei Tage hintereinander, ungefähr 10 bis 12 Gramm frisch geriebenen pro 100 Kilo Körpergewicht, oder alle 4 Wochen etwa eine Woche lang die selbe Menge. Beim ersten Mal sollte man ein Mal eine Woche lang eine "Grundbehandlung" durchführen.) Bei größeren Infektionen, die "von innen" über den Blutkreislauf bekämpft werden müssen, sind längere Gaben von 20 bis 25 Gramm frisch geriebenem Meerrettich pro 100 Kilo Körpergewicht notwendig. Eines der Bade-Bilder zeigt das 13-jährige Dartmoor-Pony Champion, kurz nach Beendigung einer achtwöchigen Meerrettich-Therapie (25 Gramm pro 100 Kilo Körpergewicht) aufgrund einer Kiefervereiterung. Er ist bis jetzt ohne Anzeichen eines Rückfalls, scheint also vollkommen ausgeheilt zu sein!

Übrigens: Das Wort "Meerrettich" ist wohl auch von seiner ursprünglichen Bedeutung her der "Mährrettich". Er hat also nichts mit dem Meer zu tun, sondern hat seinen Ursprung vermutlich im germanischen "marha", was allgemein Pferd bedeutete und sich in unserer "Mähre" oder dem englischen "mare" noch für die weibliche Form erhalten hat. Auch im englischen heißt Meerrettich übrigens "horseradish", also Pferderettich. Auch wenn einige Ethymologen (sicher keine Pferdeleute!) das so interpretieren, dass damit angedeutet werden sollte, dass es sich um minderwertigen Rettich handelte (ähnlich wie bei Kastanie und Rosskastanie, chestnut und horsechestnut), sieht es meiner Meinung nach doch so aus, als ob hier altes Wissen über die Jahre verlorengegangen wäre! (Interessant wäre daher, auch einmal die Wirkung der Rosskastanie auf Pferde zu untersuchen! Vielleicht ist ja auch dort ein tieferer Sinn hinter dem Wort!)

Auf dem dritten Bild komme ich gerade mit Waran vom Schwimmen aus unserem kleinen See (leider ein ziemlich trüber Tümpel!). Im Vordergrund eines der Pferde, die (noch) keinen Ingwer bekommen.

Dr. Stefan Brosig


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Waran im Sommer

Waran von Dr. Brosig

Waran im "Wintermantel" kennt die treue Internetgemeinde schon (Bilder siehe unten). Eine so richtig tolle Figur aber macht der Senior erst im Sommer-Outfit.

Pferde im Wasser

Das Dartmoor-Pony "Champion" und Dr. Brosig: Dicke Freunde, seit Brosigs "Meerrettich- Idee" auch diesem quirligen Gesellen von einer fiesen Kiefervereiterung befreite.

Waran von Dr. Brosig

Was soll man bei über 40 Grad im Schatten schon machen: Klar, Baden gehen. Im Supersommer 2005 flüchten auch Waran und Dr. Stefan Brosig (im Hintergrund) ins nächst gelegene Gewässer.


3. April 2005:
Mit 25 Jahren zum 15. und letzten Mal Mutter

"Hiermit möchte ich die Geburt eines neuen kleinen Erdenbürgers anzeigen: Regatta, 25 Jahre alt, Mutter von Renaissance Fleur, hat in der Nacht von Ostersonntag, 27. März 2005 auf Ostermontag, 28. März 2005, kurz nach 12 Uhr, ein "sehr vitales" Hengstfohlen zur Welt gebracht. Die Geburt erfolgte 4 Tage später als nach Berechnung. Das Fohlen ist grau und wird ein Schimmel werden. Es war eine sehr leichte Geburt ("nicht ein nasses Haar"). Regatta erhielt seit etwa 9 Monaten Ingwer in einer Menge von 16 Gramm am Tag. 4 Wochen vor der Geburt wurde die Ingwermenge auf 8 Gramm täglich reduziert. Das Fohlen trank bereits eine halbe Stunde nach der Geburt. Gefördert wird das von der Besitzerin durch Einschmieren der Zitzen der Mutter mit Honig. Das Lösen des Darmpechs fördert sie durch Gabe eines Esslöffels Butter. Regatta hat in 20 Jahren bereits 15 Fohlen zur Welt gebracht! Dies wird ihr Letztes sein, ab nun ist sie im Ruhestand."

Dr. Stefan Brosig

18. März 2005:
Warans neue Blutwerte/Die aktuellsten Bilder

Anmerkung der Redaktion: Waran starb im Jahre 2006 im stolzen Alter von 35 Jahren. Diese Zeilen und Bilder von Dr. Stefan Brosig haben wir dennoch in dieser Rubrik belassen. Wir wollen die Erinnerung weiter wach halten an diesen Pferdesenior und eines der ersten "Ingwerpferde" Deutschlands:

"Nach drei Jahren Ingwerfütterung habe ich an meinem alten 34-jährigen Rentner mal wieder eine Blutuntersuchung machen lassen. Ich bin sehr zufrieden. Der Zinkwert ist jetzt zwar unter dem Normalbereich, das stört aber höchstens die Tierärzte. Der Selenwert ist immer noch sehr niedrig, aber auch das ist meines Erachtens völlig unerheblich. Er ist allerdings etwas höher als letztes Jahr um die gleiche Zeit, was (wie auch der Zinkwert) auf der Futteränderung seit damals (viel mehr Heucobs) beruhen dürfte. Aus diesem Grunde ist wohl auch der Kaliumwert erhöht, die Wiesen für die Heucobs sind vermutlich kaligedüngt. Einige andere Blutwerte haben sich sogar verbessert (Hämoglobin u.a.). Überhaupt fühlt er sich pudelwohl. Ich habe einige aktuelle Bilder angehängt von meinen Pferden."

Dr. Stefan Brosig


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Waran und Amarock im Winter

Waran und Amarock von Dr. Brosig

Deutschlands ersten "Ingwer-Pferde": Waran (links) und Amarock, der aber erst einmal nur von dem hohen Alter seines Freundes Waran träumen kann.

Waran und Amarock von Dr. Brosig

Seit vielen Jahren ein perfekt eingespieltes Team: Dr. Stefan Brosig mit seinen Pferden Waran und Amarock.

Waran von Dr. Brosig

"Ja, Ihr dürft mich ruhig auch ein wenig bewundern: Als Pferd wird man heutzutage nicht mal eben so 34 Jahre alt!"

Waran von Dr. Brosig

Ingwer mag Waran zusätzlich fit gehalten haben, doch frische Luft und viel Auslauf sind seine anderen Jungbrunnen.


Den Download der Blutwerte gibt's hier.

16. Dezember 2004:
Die Tierärzte staunen nur

"Letzte Woche berichtete mir die Halterin eines 24-jährigen Ponys mit Hufrehe, dass sie dem Tier (200 bis 250 Kilo) durch Fütterung von 7,5 Gramm Ingwer (Tansania) enorm geholfen habe. Das Tier konnte sogar wieder über die Weide traben. Zuvor war es von mehreren herangezogenen Tierärzten aufgegeben worden, nachdem es nach drei Monaten Equipalazone nicht mehr darauf ansprach. Das Hufbein war bereits stark abgesenkt. Es war austherapiert. Nun kommen wohl die Tierärzte aus der ganzen Umgebung und bestaunen das kleine Wunder! Als die Halterin die Dosis auf 3,5 Gramm reduzierte, kam es nach einiger Zeit zu einem Rückfall, der durch Dosiserhöhung wieder behoben werden musste. Ich hoffe, dass durch die Ingwerfütterung, vorbeugende Maßnahmen (Fütterung, usw.) und huforthopädische Behandlung die Hufbeinsenkung wenigstens teilweise wieder rückgängig gemacht werden kann. Was mich bei diesem Fall vor allem verblüfft, ist, dass die Standard-Gelenk-Dosis von ungefähr 3 Gramm pro 100 Kilo Körpergewicht für ein equipalazone-unempfindliches Tier ausreichte. Ich hätte eine viel höhere Dosis für so ein Tier erwartet. Denn eigentlich soll ja gemäß den australischen Forschern der Wirkungsmechanismus der Inhaltsstoffe von Ingwer und von nichtsteroidalen Entzündungshemmern gleich sein, sie sollen beide an die sogenannten vanilloiden Rezeptoren andocken. Dieses Fallbeispiel deutet aber darauf hin, das dies im Falle des Ingwers vielleicht doch nicht der einzige Wirkungsmechanismus ist. Es könnten noch andere Rezeptoren für dessen Inhaltsstoffe vorhanden sein! Oder die Ankopplung an die vanilloiden Rezeptoren ist grundlegend verschieden."

Dr. Stefan Brosig

29. November 2004:
In Sachen Nigeria-Ingwer

"Zur Zeit gibt es ja gerade keinen tansanianischen Ingwer mehr. Der nigerianische wurde in der Zwischenzeit aber an Renaissance Fleur "geeicht" (sie benötigt ziemlich genau 18 Gramm bei ungefähr 600 Kilo Körpergewicht) und wurde von der Besitzerin als gleichwertig empfunden. (Auch Renaissance Fleurs Mutter Regatta erhält übrigens seit einiger Zeit Ingwer; so viel ich weiß, müsste sie nächstes Jahr auch noch ein Fohlen zur Welt bringen.) Der Gingerolgehalt des nigerianischen Ingwers liegt mit ungefähr 2,6% ungefähr gleich wie beim tansanianischen, aber er enthält gegenüber diesem nur ungefähr ein Drittel der ätherischen Öle. Dadurch wird er von den Pferden noch besser angenommen! Das dürfte vor allem für Pferdebesitzer sehr interessant sein, die mäkelige Pferde haben oder mit " Megadosierungen" arbeiten müssen! (Der "Rekord" beim ReHa-Team Aggertal liegt wohl zur Zeit bei 95 Gramm tansanianischem Ingwer täglich!) Es könnte natürlich sein, dass beim nigerianischen Ingwer dafür andere Wirkungen, z.B. die gegen Würmer, oder die heilende (wie z.B. bei der Hornsäule meines Vollblüters erkennbar) geringer sind, als beim tansanianischen; hierzu fehlen noch Erfahrungswerte."

Dr. Stefan Brosig

8. November 2004:
Ingwer vs. Schulmedizin

Und noch eine spannende e-Mail erhielt Gewürzfachmann Frank Neumann in diesen Tagen mit folgender Botschaft:

"Seit einiger Zeit verwenden wir Ihren Ingwer zur schmerzlindernden Behandlung unseres arthrotischen 15-jährigen Schimmel-Wallach`s. Unsere durchaus erfahrene Tierärztin gab uns vor ca. zwei Monaten nach Analyse der von ihr durchgeführten Röntgenuntersuchung den "guten" Rat, dass Pferd nicht mehr zu reiten und es auf einen von ihr empfohlenen Gnadenhof zu stellen. Nahezu zeitgleich drückte mir der Inhaber eines Reitsport-Geschäftes einen Artikel von Herrn Dr. Brosig zum Thema "Ingwer -Therapie" bei Pferden in die Hand. Wir füttern inzwischen täglich 20 Gramm Ingwer in ca. einem Kilo Mash, dazu Äpfel und Karotten. Nach inzwischen ca. acht Wochen der Ingwergabe ist unser Pferd nicht wieder zu erkennen. Kondor läuft wie in alten Tagen und macht uns damit die allergrößte Freude. Ein Beweis dafür, dass die Schulmedizin sich - in diesem Fall zum Glück - wohl doch mal irren mag. Wir wünschen uns, dass es vielen, vielen Pferden mit ähnlichen Beschwerden bald besser geht. Wir sind überaus glücklich darüber, dass es unserem Kondor nach nur ca. 8 Wochen deutlich besser geht. Ach übrigens: Er hat sogar vor 14 Tagen die jährlich in Hameln durchgeführte Jugendjagd angeführt. Alle ihm folgenden Pferde hatte echte Probleme zu folgen."

4. November 2004:
Ingwer hilft kranker 85-Jährigen

Gewürzfachmann Frank Neumann kann einen Fall schildern, bei dem Ingwer nicht nur den Pferden, sondern auch den "Zweibeinern" deutlich hilft:

"Die 85 Jahre alte Mutter meiner (Pferde)-Metzgersfrau, schwerst arthrosegeplagt (Schultern, Knie, Füße), mäht wieder Rasen, jätet Unkraut, macht den kompletten Haushalt, geht einkaufen, verblüfft Heilpraktiker und Physiotherapeut mit abgeschwollenen Gelenken und sehr deutlich verbesserter Beweglichkeit. Sie hat entdeckt, dass sie am besten damit fährt, wenn sie morgens 10 g und nachmittags 10 g nimmt. Damit ist sie den ganzen Tag völlig schmerzfrei!"

2. Oktober 2004:
Ingwer-Studie, aber keine Infos

Die auf dieser Website eigens erwähnte Studie "Ingwer in Hochdosierung", durchgeführt vom Reha-Team Aggertal, steht offenbar vor der Fertigstellung. Mit Blick auf die Geheimnis-Krämerei, die um diese Studie vom Reha-Team betrieben wird, legt den Schluss nahe, dass offenbar überwiegend positive Erfahrungen gesammelt werden konnten. Da pferdefreundetreff.de keine Informationen mehr von dieser Klinik erhält, mussten wir uns auf eigene Spekulationen verlassen.

6. August 2004:
Ingwer hilft krankem Hund

Leserin Ina Gellner über Chancen, mit Ingwer eventuell auch bei Hunden erstaunliche Schmerzlinderung zu erzielen:

"Nachdem ich vor ca. 2 Jahren auf die Internetseite pferdeglueck.de aufmerksam geworden bin, habe ich gerade mit Ingwer tolle Erfahrungen machen können:

1. Bei meinem 34-Jährigen Wallach Felix, der trotz starker Arthrose noch immer fidel auf der Weide mit seinen Kumpels tobt. Fast 28 Jahre im Schulbetrieb als Springpferd, hatten seinen Hinterbeinen nicht gut getan. Als dann das rechte Vorderbein durch eine Sehnenverletzung geschont werden musste, nahte der Gedanke an den Pferdeschlachter. Doch gemeinsam mit einer Gabe von 30g Ingwer täglich (allerdings einfacher handelsüblicher Ingwer) und der entsprechenden Schonung, er wird seitdem nicht mehr geritten und ist nur noch auf der Weide, geht es ihm saugut. Das Fell glänzt und seine Augen gucken immer noch frech in die Welt. Danke dafür.

2. Meine jetzt 8-Jährige Stute bekommt den Ingwer in der Grunddosierung ca. 8g und hat endlich genau so ein glänzendes Fell wie ihre Mutter. Einziger Nachteil: Sie verwertet ihr Futter noch besser und will einfach nicht dünner werden. Das ist allerdings bei Felix, der nach seiner Pensionierung tierisch abgenommen hatte, auch zu beobachten. Der steht nämlich trotz seines Alters hübsch gerundet überall auf der Weide.

3. Doch jetzt kommt der eigentlich Grund meiner e-Mail. Angeregt von dem Erfolg habe ich meinen 9jährigen Schäferhund, der stark an HD leidet, langsam an das Ingwer gewöhnt. Er glaubt wahrscheinlich, Dosenfutter schmeckt nun einmal nach Ingwer und frisst seine 2x 5g Ingwer, aufgelöst in Wasser und in ein wenig Dosenfutter gemischt, problemlos. Trotz eines unglaublich schlechten Röntgenbildes läuft er die meiste Zeit lahmfrei und benötigt nur nach Überlastung eine sehr geringe Menge Schmerzmittel (warum gibt es auch so viele Katzen, die man jagen muss). Dem Tierarzt ist das zwar unerklärlich, aber von den im Januar verschriebenen 32 Tabletten ( Tagesdosis 3 x 1/2 -1) habe ich immer noch 30,5 Stück. Wenn wir im Urlaub sind und sehr viel laufen, erhöhe ich die Dosis kurzfristig auf 2x 10 g, die er toll verträgt. Durch die gute Allgemeinverfassung hat sich sein Muskelaufbau und den hinteren Läufen verbessert und ich hoffe durch den Ingwer noch lange einen glücklichen Hund zu haben.

Vielleicht kann das eine Anregung sein, um Hunde, die an HD leiden und nicht operiert werden können, einen schmerzfreieren Lebendabend zu geben."

18. Juni 2004:
Ingwer bei Augenentzündungen

Dr. Brosig über Chancen, mit Ingwer eventuell auch gegen periodische Augenentzündungen vorzugehen:

"Letzte Woche las ich über die Ergebnisse einer Untersuchung englischer Forscher (Prof. Crabbe u.a.) von der Universität Reading, die belegte, dass nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Aspirin und Ibuprofen bei langfristiger Einnahme durch den Menschen das Risiko, an grauem Star zu erkranken, fast halbierten. Für einige Tierarten ist dies schon länger bekannt (siehe z.B. Acta Ophtalmologica 1989b; 21; s. 518-524). Da Ingwer ebenfalls ein nichtsteroidaler Entzündungshemmer ist, der so wie die oben genannten synthetischen Substanzen wirkt, sollte man daher auch für Ingwer einen positiven Einfluss auf grauen Star erwarten. Das gleiche gilt auch für die bei Pferden vorkommende periodische Augenentzündung (Mondblindheit), bei der alle paar Wochen Entzündungsschübe auftreten und die ohne Behandlung auf Dauer zur Erblindung des Tieres führt.

Auch die periodische Augenentzündung wird von Tierärzten mittels entzündungshemmender Substanzen behandelt. Angeblich haben, wie ich einmal las, heutzutage 8 % aller Pferde diese Augenkrankheit mehr oder weniger stark! Mir selbst ist sie in unserem ehemaligen Schulstall mit bis zu 26 Pferden und auch im jetzigen Stall bei Fütterung natürlicher Futtermittel allerdings noch nie begegnet (zumindest nicht bewusst), weshalb ich auch bei dieser Erkrankung, wie bei vielen anderen auch, eine Zunahme durch die heutigen Futtermittelzusätze vermute.

Auch bei periodischer Augenentzündung böte sich daher der Versuch an, diese durch Ingwerfütterung zu verhindern oder wenigstens zu verzögern. Da ich selber (Gott sei Dank!) über keine daran leidenden Tiere verfüge, müssten diesen Versuch aber die Besitzer solcher Tiere selbst durchführen, ohne, dass ich genaue Anweisungen hierzu geben könnte. Am besten wäre es vermutlich, schon vor dem nächsten akuten Entzündungsschub das Pferd erst einmal auf die halbe bis 2/3 Dosis wie bei Gelenkerkrankungen (also ungefähr 7,5 bis 9 Gramm Ingwer sehr guter Qualität für ein 500 Kilo-Pferd) anzufüttern. In einer akuten Phase sollte man dann wohl die Ingwerdosis so lange steigern, bis man die Entzündung eingedämmt hat. Ich weiß aber natürlich nicht, ob die Dosis dafür die gleiche wäre, wie bei Gelenkerkrankungen.

Nachdem der akute Schub vorbei ist, würde ich dem Pferd die ganze Zeit über die Hälfte dieser Dosis weitergeben. Wenn man Glück hat, tritt dann gar kein weiterer Entzündungsschub mehr auf, oder nur deutlich schwächere. Ansonsten müsste man beim nächsten Schub sofort wieder auf die volle Dosis gehen. Dabei wäre immer zu berücksichtigen, dass die entzündungshemmende Wirkung von Ingwer beim Pferd ungefähr um zwei Tage zeitverzögert eintritt."

18. März 2004:
Blutbild bei Ingwer

Dr. Stefan Brosig geht dem Ingwer per Blutbild nun auf den Grund:

"Es ist nun zwei Jahre her, dass ich bei meinem alten Waran wegen seiner damaligen akuten Krongelenksentzündung begonnen hatte, Ingwer zu füttern. Es hat mich daher interessiert, wie sich das langfristig auf seine Blutwerte ausgewirkt hat. Ich habe daher letzte Woche ein großes Blutbild von dem nun 33-jährigen rüstigen Rentner machen lassen.

Eigentlich ist alles sehr gut, besonders, wenn man auch noch sein Alter in Betracht zieht, da könnten sich viele "Junge" eine Scheibe abschneiden! Man sieht vor allem auch, dass der viele Ingwer in dieser Zeit weder Niere noch Leber geschädigt hat. Einzig bei Selen soll das Blut angeblich einen starken Mangel aufweisen, was man aber gar nicht bemerkt, er ist nämlich quietschfidel! Und diesen Mangel müsste er schon seit 31 Jahren, die er dieses Futter bekommt, haben! Eigentlich müsste er ja da auf dem Zahnfleisch daherkommen oder fürchterlicher Ekzemer sein!

Auch eine Haflinger-Stute (ohne Ingwerfütterung) bei uns im Stall mit Leberschaden (durch Fertigfutter in der Aufzucht bis zum 3.Lebensjahr) zeigt einen ähnlich starken Selenmangel im Blutbild, so dass es wohl tatsächlich so ist, dass unsere Fütterung diesen im Vergleich zum "Normalwert" niedrigen Wert bewirkt. Allerdings hatte diese Fütterung bei unseren ganzen alten Schulpferden (26 Pferde!), die dieses Futter, von den gleichen Wiesen wie heute, ebenfalls bekamen, keine Schäden oder Leistungseinbußen hervorgerufen. Im Gegenteil, sie waren sogar sehr gesund und hart! Auch meine 30-jährige Trakehnerin Assi, ehemaliges Schulpferd von damals, ist noch sehr gut beieinander und wird bei warmem Wetter immer mal wieder vor die Kutsche kommen. Und die anderen Pferde im Stall gedeihen damit, seit wir das Fertig- und Mineralfutter vor über drei Jahren abgesetzt haben, auch gut.

Das alles zeigt eines sehr deutlich: Der "Normalwert" für Selen im Blut ist ganz offensichtlich viel zu hoch angesetzt! Nur deshalb wird heute auch bei so vielen Pferden ein Selenmangel attestiert! Vermutlich wurde der jetzige "Normalwert" als Durchschnitt von vielen Pferden gebildet, die alle Fertigfutter erhielten, anders ist das nicht zu erklären! Kein Wunder, wenn die Lebenserwartung von Pferden immer mehr sinkt! Etwas vergleichbares habe ich auch für Zink und Kupfer entdeckt. Bei einer Blutanalyse vor knapp 4 Jahren bei meinem englischen Vollblüter waren damals noch für Zink "Normalwerte" von 120 bis 170 ug (Mikrogramm) pro Deziliter, also 1200 bis 1700 ug pro Liter, angegeben worden, jetzt sind es, sicherlich richtiger, 600 bis 1600 ug/L! Für Kupfer betrugen die "Normalwerte" damals 110 bis 170 ug/dl, heute sind es, ebenfalls sicher richtiger, 50 bis 150 ug/dl. Damals wurde daher bei meinem Vollblüter mit einem Zinkwert von 331 ug/dl eine Zinküberversorgung korrekt diagnostiziert, gleichzeitig aber wurde ihm bei einem Kupferwert von 83 ug/dl ein deutlicher und behandlungsbedürftiger Kupfermangel attestiert! Heute wäre sein Kupferwert normal!

Was lernt man daraus: Viele Mängel sind nicht wirklich, sondern werden von den Medizinern aufgrund von noch falschen Vergleichswerten einfach so definiert! Beim noch nicht lange gebräuchlichen Selenwert ist dies ganz sicher der Fall, denn mein Vollblüter, der seit 10 Jahren das angeblich selenarme Grundfutter erhält, hatte vor 4 Jahren bei Fütterung von Müsli und Mineralfutter (enthielt zusammen als Zusatz etwa 1 Milligramm Selen pro Tag) Anzeichen einer Selenüberversorgung, nämlich chronisch gerötete Kronsäume, die dann erst nach Absetzen der angereicherten Futtermittel mit der Zeit verschwanden. Bestenfalls sind somit die für Selen angegebenen "Normalwerte" einfach unerheblich, schlimmstenfalls sind sie auf Dauer schädlich. Vor einigen Monaten las ich in Spektrum der Wissenschaft eine treffende Bemerkung: "Wahrheit in der Medizin ist immer nur so alt, wie die neueste Studie!" – Wie wahr!"

12. August 2003:
Ingwer: Blut flüssiger?

Dr. Stefan Brosig mit neuen Entdeckungen zum Ingwer:

"Eine 29jährige, kreislaufanfällige Trakehner Stute (geschätztes Gewicht 550 Kilo), die seit fast einem halben Jahr täglich 6 bis 7 Gramm des guten afrikanischen Ingwers erhält, übersteht die andauernde extreme Hitzeperiode überraschend gut. Ihre Beine, die sonst bei großer Hitze von Jahr zu Jahr mehr anliefen, sind nun wieder in einem Zustand wie vor mehreren Jahren. Eine 17jährige Shagya-Araberstute (ehemals Distanzpferd, geschätztes Gewicht etwas mehr als 400 Kilo) erhält ebenfalls seit einem knappen halben Jahr täglich 7,5 Gramm guten afrikanischen Ingwer. Die Stute hatte vor 5 Jahren eine schwere Sehnenverletzung, aus der sich eine Arthrose im Vorderfußwurzelgelenk entwickelt hatte. Die Besitzerin hatte bislang alle möglichen Heilverfahren einschließlich Ultraschall für insgesamt mehr als 6000 Mark ausprobiert, aber das Tier zeigte jedes mal nach kurzen Probegalopps wieder eine leichte Lahmheit.

Nun ist die Stute das erste Mal seit ihrer Verletzung nach allen bisher vorgenommenen leichten Galopps lahmfrei geblieben. Diese langfristige, anscheinend heilende Wirkung könnte in diesen Fällen, in denen weniger verfüttert wurde, als eigentlich zur Schmerzstillung nötig ist, vielleicht auf der blutverdünnenden Wirkung des Ingwers beruhen, denn die unteren Extremitäten von Pferden sind bekanntlich schlecht durchblutet und Verletzungen dort heilen nur langsam. Dadurch, dass das Blut dünner wird, fließt es leichter durch die Beine, was für das Herz weniger anstrengend ist, wodurch die Beine vermutlich weniger anlaufen (auch besserer Abtransport der Lymphflüssigkeit) und der Kreislauf entlastet wird. Gleichzeitig werden zur Reparatur von Schäden benötigte Stoffe auch besser herangeführt und Abfallprodukte abgeführt.

Auch meinem 32jährigen Wallach mit seiner seit Ende letzten Jahres ausgeheilten Krongelenksentzündung geht es immer noch sehr gut und er macht keinerlei Anstalten "dahinzuscheiden". Ich habe lediglich ein sehr starkes Wellengebiss beraspeln lassen müssen. Er war allerdings sein Leben lang noch nie beim Zahnarzt gewesen. Die Fütterung von Ingwer, auch in einer für Schmerzstillung und Entzündungshemmung nicht ausreichenden Menge, scheint die Lebensuhr bei Pferden um mehrere Jahre zurückzudrehen, vielleicht eben auch deshalb, weil er ihre Beine regeneriert, die ja so häufig der ursächliche Grund für das Ableben sind. Auch die geistige Regsamkeit scheint darüber hinaus zuzunehmen. Nebenwirkungen habe ich bisher immer noch nicht feststellen können, obwohl mein alter Wallach zuerst sieben Monate lang 15 Gramm pro Tag und danach seit nun bald einem Jahr sechs Gramm pro Tag erhält.

Seit etwa zwei Wochen probiere ich übrigens etwas Neues (neues Forschungsergebnis aus der Humanmedizin) gegen bakterielle Infektionen bei meinem englischen Vollblut-Wallach aus. Er hat nämlich ärgerlicherweise einen Husten gehabt, der anscheinend durch eine Art chronisches Hufgeschwür mitverursacht wird."

28. März 2003:
Ingwer wirkt im Darm

Dr. Stefan Brosig vermutet die Hauptwirkung des Ingwers im Pferdedarm:

"Eine Sache bei der Fütterung von Ingwer wäre in der Zukunft interessant zu beobachten: Wie die meisten festgestellt haben, ist das Haarkleid von ingwerfressenden Pferde schön weich und glänzend. Dies deutet auf eine Verbesserung der Verdauung hin und da Pferde "Darmtiere" sind, muss sich das in der allgemeinen Gesundheit niederschlagen. Daher vermutlich auch die Normalisierung der Leberwerte (siehe Hinweis weiter unten). Für dieses seidige Fell reichen anscheinend auch schon deutlich geringere Dosen aus, als sie zur Schmerz- und Entzündungsbekämpfung nötig sind, im Falle meines alten Wallachs mit etwa 450 bis 500 Kilo Lebendgewicht waren es nur noch 3 Gramm statt 12 bis 15 Gramm.

Interessant ist es nun, darauf zu achten, ob auch die Hufqualität besser wird, denn Haar und Huf bestehen ja beide aus der gleichen Substanz Keratin! Eine Verbesserung der Verdauung sollte nämlich auch die körpereigene Biotin-Produktion ankurbeln oder normalisieren, falls diese, z.B. durch Fehlfütterung oder Alter, gestört sein sollte. Mein alter, seit vielen Jahren barfuss laufender Wallach hatte immer sehr gute und eisenharte Hufe, daher kann ich da leider keine Änderung feststellen. Ich vermute einmal, dass dabei nicht so sehr eine Verbesserung in der Härte zu beobachten sein sollte, diese wird wohl eher durch den Verschleiß und die Anpassung des Körpers daran gesteuert, sondern dass sich vielleicht eher die Sprödigkeit und die Anfälligkeit für Strahlfäule verbessern könnte.

Wie gesagt kann ich dazu aber leider nichts beitragen, da mein "Ingwerfresser" sowieso zu gute Hufe hat und die anderen Pferde den Ingwer nur immer kurzzeitig während einer Entzündung bekommen haben. Aufgrund der Verbesserung der Darmtätigkeit könnte ich mir übrigens auch vorstellen, dass sich eine langfristige Verfütterung von Ingwer auch bei Sommerekzem positiv auswirkt, denn dann funktioniert auch die Produktion von B-Vitaminen im Darm besser, die bekanntlich die Mücken abschrecken helfen (die häufige Überversorgung mit Spurenelementen muss allerdings auch abgestellt sein!)."

19. März 2003:
Ingwer macht fit!

Ingwerpulver nur für kranke Pferde einsetzen? Mitnichten! Andere Pferdefreunde, die kerngesunden Pferden Ingwerpulver seit geraumer Zeit beifüttern, schwören auf Ingwer, weil die Pferde (bei richtiger, also genug hoher Dosierung) viel leistungsbereiter, kurz: einfach fitter erscheinen. Was sich auch äußerlich am Fellglanz usw. der Pferde festmachen lassen soll. Dass Ingwer dafür verantwortlich sein muss, zeigten jetzt praktische Beispiele an einem über 30 Jahre alten Pferd: Bekam er weniger als seine 15 g Grunddosis in Öl, war dies in einer spürbaren Reduzierung seiner Aktivitäten auf dem Paddock festzustellen. Ansonsten weckte Ingwer, hoch genug dosiert, geradezu versteckte "Lebensgeister". Wie Ingwer dies schafft, darüber kann man nur spekulieren. Eventuell wird dies allein schon durch günstige Einflüsse auf die Verdauung der Pferde und damit auf die Nährstoff-Verwertung erreicht.

14. Februar 2003:
Sensation bei Leberwerten

Die behandelnde Tierärztin hatte zweimal hinsehen müssen, um es glauben zu können: Seit gut zwei Jahren kämpfte ein Wallach gegen ständig überhöhte Leberwerte. Medikamentös waren alle Maßnahmen optimal ausgewählt worden, und doch brachte das immer nur zeitlich begrenzte Erfolge. Nach einer Weile war alles beim Alten. Die Besitzer beendeten daher diesen scheinbar aussichtslosen Kampf. Seit vielen Wochen bekommt dieser Wallach Ingwergaben gegen seine Rückenprobleme - mit dem unten beschriebenen durchschlagenden Erfolg. Nun wollten es die Besitzer abermals wissen und ließen erneut die Leberwerte kontrollieren: Kein Vergleich mehr zu früher. Die Tierärztin war überrascht und zugleich zufrieden mit dem Ergebnis. Die Erkenntnisse der letzten Wochen also, dass Ingwer eine ganzheitliche Wirkung beim Pferd entfalten muss, haben sich erneut erhärtet. Nur ein Zwischenstand sicher und ein momentanes Resultat - aber ein sehr verheißungsvolles Resultat!

5. Dezember 2002:
Ingwer gegen wässrigen Durchfall

Bislang haben wir immer wieder den Schwerpunkt von Ingwer auf den Bewegungsapparat beim Pferd gelegt. (Nebenbei erwähnt: Eine weitere Stute, wochenlang als Schulpferd nicht einsetzbar, ist seit der Ingwer-Fütterung wieder im Einsatz.) Was zudem immer wieder verblüfft: Ingwer hat offenbar enorme Auswirkungen auf das gesamte Wohlbefinden des Pferdes - insbesondere bei älteren (alten) und auch nicht mehr so leistungsbereiten Pferden. Beim mehrfach erwähnten 30-Jährigen zeigt sich indes weiteres: Hatte dieser Wallach bislang erhebliche Verdauungsprobleme dergestalt, dass zwar kein Durchfall vorlag, wohl aber ein unnatürlich starker wässriger Ausfluss, ist dies seit Beginn der Ingwer-Gaben restlos verschwunden! Nicht anders bei den vorliegenden stärkeren Thrombosen in der linken Halsschlagader: Staute sich beim Fressen deutlich sichtbar auf der entsprechenden Kopfseite das Blut, weil der Rückfluss entsprechend behindert war, so sind auch diese Symptome kaum noch auszumachen. Wie Ingwer das alles fertig bringt, nur der Wissenschaftler kann dies erschöpfend beantworten. Die praktischen Ergebnisse aber sind einfach verblüffend.

 
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