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 Das Original. Erste Website im Jahre 2002 zum Thema Pferd + Ingwer.Impressum | Home |
Stichwort: Ingwer im Internet

Mit Rex hatte alles 2002 begonnen

pferdeglueck.de: Bis zu 200.000 Hits monatlich

Von Guido Gennerich

Im Jahr 2002 versteckte der Chemiker und Pferdehalter Dr. Stefan Brosig seine Ingwer-Aufsätze noch in einem unscheinbaren Word-Dokument auf irgend einem Uni-Server. Rex (neben Dr. Brosigs eigenen Pferden eines der ersten deutschen "Ingwer-Pferde") ging es damals schon recht schlecht. Ingwer half und die Sache ging im Pensionsstall von Rex mit knapp 100 Pferden wie ein Lauffeuer um. Als die vielen Erfahrungen von Pferdehaltern immer umfangreicher wurden, ging pferdeglueck.de im Jahre 2002 an den Start. Was Rex und seinen Freunden einst half, sollte mehr Pferden helfen. Viele fragen immer wieder, warum diese Website Rex gewidmet ist. Seine Geschichte ist daher erstmals unten zu lesen.

Niemand hatte vor knapp vier Jahren damit gerechnet: Schauten bei pferdeglueck.de im ersten Jahr täglich nur rund 10 bis 15 Besucher vorbei, konnte im Februar 2005 erstmals gemeinsam mit der Website pferdefreundetreff.de die 10.000er-Marke bei den Besuchern geknackt werden. Inzwischen verzeichnen diese Websites (Stand November 2010) monatlich bis zu 200.000 Hits! Dies wird allerdings nicht deshalb eigens erwähnt, weil die Macher der Website das für's eigene "Ego" brauchen. Das ist deshalb so erfreulich, weil die kompakte Zusammenfassung aus vielen Hundert (!) Einzelerfahrungen bei Pferdehaltern der letzten Jahre zu einer nachweislich tiefgreifenden Veränderung bei der Therapierung zahlloser weiterer Pferde geführt hat. Nicht zuletzt diese Publikationen waren Auslöser auch für eine umfangreiche "Studie", die sich mit Ingwer in Hochdosierung im Klinik-Umfeld beschäftigt: Initiiert von Marion Hompesch-Kronreif vom Reha-Team Aggertal, die ab März 2005 mit einer eigenen Internet-Baustelle vergeblich versuchte, im Fahrwasser des "Ingwer-Erfolges" mitzuschwimmen.

Eines der ersten deutschen "Ingwerpferde" (neben natürlich den Pferden im Umfeld von Dr. Brosig) war Rex. Rex war 2002 schon deutlich vom Alter gezeichnet: Er hatte wässrigen Durchfall, verwertete hochwertiges Futter nicht mehr genügend, lahmte oft und verfiel entsprechend auch optisch. Sein Lebenswille aber war ungebrochen und seine fast 8 Stunden täglich auf Paddock und Weide mit seinen Freunden ließ er sich nur bei extremer Lahmheit nehmen. Die schwersten Langzeit-Folgen, die Rex zu schaffen machten, waren zahllose Kalkeinlagerungen in den Beuge-Sehnen der Vorderbeine: Folge von über 20 Jahren harter Arbeit in Kutsch- und Schulbetrieb und als Holzrücker im Wald. Jeder kleinste "Riss" an den verkalkten Sehnen-Übergängen erzeugte schmerzhafte Entzündungen: Einige Tage waren dann Lahmheit, Schmerzmittel und Entzündungshemmer angesagt. Waren diese Zwischenfälle anfangs nur ein- bis zweimal im Jahr, nahmen sie im Laufe der Jahre immer mehr zu. Die Dauergabe von Schmerzmitteln kam für den Halter von Rex nicht in Frage. Ein sofortiges Todesurteil aber ebenso wenig.

Eines der ersten deutschen "Ingwerpferde" und Auslöser dieser Website im Jahre 2002: Rex.

Die Erfolge bei Rex durch Ingwer gingen im gleichen Pensionsstall wie ein Lauffeuer um. Mehrere Dutzend Pferde, die Ingwer ins Futter bekamen, zeigten auch bei anderen, auf dieser Website immer wieder erwähnten Symptomen deutliche Erfolge. Das Erfahrungsmaterial wuchs mit jedem Jahr und so entstand als Nebenprodukt der ohnehin laufenden journalistischen Arbeit des Website-Betreibers pferdeglueck.de. Aus Deutschland und vielen umliegenden Nachbarländern bestätigen die begeisterten e-Mails schon nach kurzer Zeit, wo Ingwer bereits überall sein erfolgreiches Tagwerk beginnen konnte und wie die Erfahrungen aussahen. Sicher stieß jener Ingwer auch immer wieder an seine Grenzen; erzeugte Frust, weil viele Pferdehalter meinten, mal eben so nebenbei mit Ingwer ein schwer krankes Pferd kurieren zu können. Wieder und wieder mussten wir den Haltern in vielen Hundert e-Mails deutlich machen, dass Ingwer nur ein Baustein ist für die erfolgreiche Therapie eines Pferdes. Dass Ingwer mit weiteren Maßnahmen korrespondieren muss! Um direkt Andere von diesem Erfahrungsaustausch profitieren zu lassen, wurde 2004 auch ein eigenes Forum zum Thema "Ingwer" eröffnet.

Nervtötend für Alle bei uns im Stall war in den Anfangsmonaten der Kampf um hochwertigen Ingwer in großen Mengen bei einem süddeutschen (Fast-)Monopolisten. Mal war kein Ingwer aus Nigeria lieferbar, dann wieder nur minderwertigerer chinesischer Ingwer zu damals fast unverschämten Kilo-Preisen. In ganz Deutschland recherchierte die pferdeglueck-Redaktiondaher nach einem zuverlässigen Gewürzhändler, der auch große Ingwer-Mengen auftreiben und zu fairen Preisen vertreiben könne. Wir fanden diesen Händler in dem quirligen Gewürzefachmann Frank Neumann. War Neumann anfangs noch sehr skeptisch, dass der von pferdeglueck.de damals in 2002 vorhergesagte Ingwer-Boom auch eintreten werde, konnte sich Frank Neumann dank seiner offenen und zuverlässigen Art vor Aufträgen kaum retten! Inzwischen hat sich Frank Neumann aber neuen Aufgaben zugewendet.

Was Ingwer bei Rex schaffte, waren 1 ½ Jahre mehr Lebensqualität und Lebenszeit. Doch schon zu Beginn der Ingwer-Fütterung waren die Sehnen schon so vernarbt und verkalkt, dass Jedem klar war, dass hier keine Wunder mehr zu vollbringen waren. Doch Rex blieben 1 ½ Jahre Dauergabe Schmerzmittel erspart. Der Tribut für Ingwer war aber auch, dass die größere Beschwerdefreiheit Rex auch zu größeren Kapriolen auf Weide und Paddock verleitete, was immer wieder neue Zwischenfälle provozierte. Das ist die Gratwanderung, die jeder Ingwer-Anwender leider gehen muss. Das ist der Preis, den man bei Schmerzlinderung wie im Fall Rex zahlen muss. Denn Pferde kümmern sich nicht um Röntgenbilder und Tierarzt-Prognosen.

Rex musste im April 2003 eingeschläfert werden, als die Lahmheiten auf der Vorderhand sich nicht mehr beherrschen ließen – viele Jahre später als Tierärzte es für Rex prognostiziert hatten. Aber die Erfahrungen mit Rex und den inzwischen vielen Hundert anderen Pferden sollten jetzt jenes unscheinbare Brosig-Dokument auf jenem Uni-Server zu Leben erwecken, sollten vielen anderen betroffenen Pferden helfen. Wenn heute mehr als 10.000 Besucher diesen wertvollen Erfahrungsschatz aus der Praxis mit den Pferden nutzen, war die Arbeit nicht umsonst!

 
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