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Stichwort: Ingwer und Morbus Crohn

Die sanfte Ingwer-"Schärfe"

Morbus Crohn: Mildert Ingwer auch die lästige "Rebellion im Darm"?

Von Gaby Schmidt-Heyder und Guido Gennerich

Gaby Schmidt-Heyder kennen viele Leser bereits aus unserem Artikel über die Elefantendame Thi Ha Phyu im Kölner Zoo, wo man seit vielen Monaten mit Ingwer die schweren Arthrose-Beschwerden jenes ehemaligen Arbeitselefanten zu lindern versucht. Da Gaby Schmidt-Heyder, die selber das bekannte Internetportal koelner-elefanten.de betreibt, sich vor Ort immer wieder selber von den positiven Einflüssen auf den Zustand Thi Ha Phyus übereugen konnte, kam bei ihr zwangsläufig die Frage auf: "Ist Ingwer vielleicht auch etwas für mich?"

Doch Gaby Schmidt-Heyder hatte zunächst große Bedenken, bevor sie die wohltuende Wirkung des Ingwers am eigenen Leib ausprobierte. Der Grund: Gaby Schmidt-Heyder leidet unter der lästigen und nicht selten schmerzhaften Darmerkrankung Morbus Crohn. Da drängte sich automatisch die Frage auf: Wie würde der schon jetzt äusserst sensibel auf jede Reizung reagierende Darm mit der Schärfe des Ingwers fertig werden? Würde die Schärfe eher für größere Beschwerden und zusätzliche entzündliche Reaktionen sorgen? Doch das geschah nicht.

Thi Ha Phyu im Kölner Zoo

Das ist die Elefantendame Thi Ha Phyu im Kölner Zoo, der man seit einigen Monaten mit Ingwer ihre Arthrose-Beschwerden lindert.
(Foto: Gaby Schmidt-Heyder)

Wie wir an anderer Stelle auf pferdeglueck.de immer wieder betonen und auch Gaby Schmidt-Heyder beruhigend mit auf den Weg gaben: Die "Schärfe" des Ingwers meldet sich sicherlich über den Geschmackssinn unüberhörbar zu Wort, doch das war's dann auch schon. Nicht ohne Grund vertragen Pferde mit auffallend seniblem Verdauungssystem selbst große Ingwerportionen meist problemlos.

Und Gaby Schmidt-Heyder beweist jetzt außerdem: Selbst Morbus Crohn-Patienten müssen die "Schärfe" des Ingwers nicht fürchten. Mehr noch! Wie wir ebenfalls in anderen Artikeln schon mehrfach erwähnten: Erst im Darm, der von mehr als 100 Millionen Nervenzellen umhüllt und daher auch inzwischen als unser "zweites Gehirn" von Neurowissenschaftlern betrachtet wird, entfaltet der Ingwer auch beim Menschen seine weitreichend wohltuende und gesundheitsfördernde Wirkung. Oft leider nicht in jenem Umfang, wie gewünscht, weil die aggressive "Vorverdauung" des Magens vielen wertvollen Substanzen des Ingwers schon vor Erreichen des Darms den Garaus macht. Das ist auch der Grund, warum der Mensch deutlich größere Mengen Ingwer für bestimmte erwünschte "therapeutische Effekte" benötigt als (bezogen auf das Körpergewicht) das Pferd, dessen "Verdauungsschwerpunkt" im Darm angesiedelt ist.

Lesen Sie nachstehend die ersten Erfahrungen von Gaby Schmidt-Heyder.


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Erste Erfahrung mit Ingwer bei Morbus Crohn

Thi Ha Phyu im Kölner Zoo"Bisher hatte ich immer behauptet: Ingwer mag ich nicht! Eines Tages habe ich mich aber doch entschlossen, die positive oder eventuell auch eher negative Wirkung des Ingwers zu testen. Was einem Elefanten bekommt, kann für mich doch auch nicht schlecht sein!?! Frische Ingwerknolle, Ingwerpulver und Teebeutel ausgiebig getestet, bin ich dann beim Teebeutel hängen geblieben. "Ingwer Pur" und "Ingwer mit Lemon" waren meine Favoriten; und inzwischen bin ich von einer Tasse täglich, nach mehreren Wochen, nun bei drei bis vier täglichen großen Teetassen gelandet.

Ich revidiere hiermit meine Meinung . . . Ingwertee schmeckt und bekommt mir sehr gut! Mein Wohlbefinden steigerte sich, die Gelenkschmerzen waren ohne Medikamente sehr gut zu ertragen und ich vergaß sie sogar sehr oft. Meinem Darm – ich habe Morbus Crohn und mehrere Operationen hinter mir – bereitete die "Schärfe" keine Probleme ... im Gegenteil!

Die verflixten hartnäckigen und schmerzhaften Blähungen verschwanden oder lösten sich sehr schnell auf. Wer diese Begleiterscheinungen von Morbus Crohn noch nicht am eigenen Leib erfahren musste, kann meine Freude wahrscheinlich nicht ganz verstehen und wird nur milde darüber lächeln. Zwei Freundinnen habe ich übrigens inzwischen als neue "Ingwer-Fans" gewonnen, zur Nachahmung motiviert und auch sie können ebenfalls nur Positives berichten.

Nun hatte ich trotz guter Erfahrung einige Wochen lang wegen der Pflege meines sehr kranken Mannes meinen Ingwertee völlig "vergessen". Da ich aber den Tee nicht vermisst habe, war es für mich in Ordnung! Langsam kamen jedoch nach und nach wieder einige der bekannten "lästigen" Beschwerden zurück. Jetzt vermisse ich den Ingwer-Tee denn doch sehr und mir ist mir wieder danach. Ich bin gespannt, was von meinen Beschwerden wieder verschwinden wird und es ist für mich auch ein Beweis sein, ob der Ingwer etwas in mir bewirkt.

Ich kann nur jedem raten, Ingwer einfach mal zu testen und selbst wenn sich kein Erfolg sofort einstellen sollte, sich zu sagen: "... schaden kann Ingwer mir auf jeden Fall nicht oder fast nie. Ich muss nur die richtige Dosierung für mich finden!"

Gaby Schmidt-Heyder

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