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Themenspecial: Krebs + Ingwer (I)

Eine 86-Jährige kämpft mit Ingwer gegen Krebs

Erfahrungen, Ergebnisse und Beobachtungen nach dem ersten Vierteljahr

Von Guido Gennerich

Hier bei pferdeglueck.de, der "Mutter aller Internetseiten zum Thema Pferd + Ingwer", wurde diese Frage natürlich zuerst angeschnitten: Hat die Powerknolle Ingwer auch positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf bei Krebs? Bei Pferden deuten erste (unwissenschaftliche) Beobachtungen darauf hin. Tierheilpraktikerin Claudia Nehls konnte es am eigenen Pony beobachten, der Chemiker Dr. Stefan Brosig bei Melanomen an seinem Schimmel und im Forum kam Anfang August 2005 eine Stimme auf, die seit Beginn der Ingwerfütterung das deutliche Schrumpfen eines Augentumors am Pferd zu beobachten glaubt. Daraus folgt logischerweise die dringende Anschlussfrage: Kann man auch das wiederum auf den Menschen übertragen? Das war für uns ein so wichtiges Thema, dass wir heute nach "Pferd + Ingwer" einen Abstecher in den Bereich "Mensch + Ingwer" unternehmen.

Wir haben vier Krebspatienten vor mehr als vier Monaten mit Ingwer konfrontiert. Die ersten Erfahrungen sollen hier ausführlich geschildert werden. Dabei geht es nicht allein um den etwaigen therapeutischen Nutzen. Auch die Begleitumstände werden geschildert. Denn der gut gemeinte Tipp "mal regelmäßig Ingwer zu nehmen" ist schnell dahergesagt, hat aber mit der Praxis nicht viel zu tun. Ein paar Löffel Ingwer vorübergehend einige Tage lang sind leicht überstanden und verdaut. Ingwer in höheren Dosen über Wochen, Monate stößt sehr schnell an die Grenzen der Akzeptanz und Verträglichkeit bei den Patienten. So waren die Erfahrungen: Drei Krebspatienten lehnten den Ingwer rundweg sofort ab – ihnen wurde schon beim Geruch übel oder sie konnten die große Schärfe nicht verwinden.

Doch eine hochbetagte Patientin begann die Ingwer-"Behandlung" und hielt bis heute durch: Der Fall dieser 86-Jährigen soll hier erörtert werden. Die ausführliche Schilderung des Einzelschicksals soll Anderen Mut machen, diesen Schritt über eine Ingwer-Kur ebenfalls zu versuchen und (!) durchzuhalten. Interessant ist dieser spezielle Fall vor allem deshalb, weil das hohe Alter eine noch größere Herausforderung für den ganzen Therapieverlauf bedeutete. Vorab machen wir nochmals deutlich: Besprechen Sie sich, bevor Sie den Ingwer einsetzen, auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt. Er wird zwar vermutlich wenig Verständnis für Ihren Ausflug in die "Ingwerheilkunde" haben, er sollte aber mit Blick auf mögliche Wechselwirkungen informiert sein.

Erste deutliche Erfolge nach zwei Wochen

Es begann bei der Seniorin Anfang 2005 mit extremem Husten, schnellem Kräfteverfall, Appetit- und Antriebslosigkeit und Nachtschwitzen. Erster Verdacht: Lungenentzündung, doch verordnete Antibiotika schlugen nicht an. Die dann gründliche stationäre Untersuchung ergab den eigentlichen erschreckenden Befund: Bronchialkarzinom, vermutlich in beiden Lungenflügeln. Mit Blick auf den Gesamtzustand der Patientin nicht mehr therapierbar. Die Seniorin wurde nach Hause entlassen, wo der Kräfteverfall weiter fortschritt und auch der Husten nur durch Verabreichung von Paracodin-Tropfen eingedämmt werden konnte. Von da an, am 10. Mai 2005, begann auch die Gabe des Ingwerspulvers (hochwertiger BIO-Ingwer aus Tansania). Die "humane" Anfangsdosis lag bei ca. 10 g, die Wirkung war aber nicht durchschlagend. Erst eine schrittweise Erhöhung auf 18 g und teilweise über 20 g zeigte deutlichere Wirkung. Nach dem Wechsel auf BIO-Ingwer aus Vietnam sprach die Seniorin sogar noch besser auf die Ingwergaben an. Auch dieser Fall belegt wieder einmal, dass schon geringste Qualitätsunterschiede selbst in der "Mercedesklasse BIO-Ingwer" entscheidende Bedeutung haben können.

Schon nach rund zwei Wochen Ingwergabe kam es zu deutlicher Reduzierung der oben erwähnten Symptome. Die 86-Jährige erholte sich deutlich, zeigte mehr Lebenswillen, mehr Appetit und auch der Husten wurde zurückhaltender und verschwand nach einigen Wochen völlig. In diese Zeit fielen überraschende erfreuliche Neuigkeiten aus dem Krankenhaus, wo Pathologen die erste Diagnose "Bronchialkarzinom" anzweifelten und schließlich revidierten. Eine erneute stationäre Untersuchung bestätigte denn auch eine neue Diagnose: Hochmalignes Non-Hodgkin-Lymphom (B-Zellen-Typ) im rechten Unterlappen der Lunge; keine Metastasen und Spuren im Knochenmark. Erstaunlich: Die einstmals auch im linken Lungenflügel röntgologisch festgestellte (kleinere) tumoröse Raumforderung war offenbar inzwischen mehr oder weniger bereits verschwunden.

Da sich der Gesamtzustand der Patientin inzwischen deutlich verbessert hatte, konnte man – trotz des Alters – eine Chemotherapie vorschlagen und beginnen. Neben sicherlich verschiedenen anderen Einflüssen war der Ingwer also in gewisser Weise hier Wegbereiter für eine Therapie, die eventuell unter anderen Umständen gar nicht oder nur mit größeren Problemen denkbar gewesen wäre. Zumal die Patientin zusätzliche Risikofaktoren wie Neigung zu Schlaganfällen, leichte Niereninsuffizienz, kardiale Probleme (Vorhofflimmern am Herzen, Herzschwäche) in jede Therapie mitbringt. Einen Teil dieser Risikofaktoren federt der Ingwer schon seit Wochen durch seine blutverdünnende Wirkung ab.



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Kurzinfo: Non-Hodgkin-Lymphom

Prominenter Betroffener war erst unlängst der beliebte Moderator Kurt Felix, der nach zahlreichen Chemotherapien und Operationen bislang keinen Rückfall mehr erlitten hat und auf dem Weg der Besserung ist. Die Heilungschancen sind bei dieser Erkrankung recht gut, selbst in fortgeschrittenen Stadien. Doch jeder Einzelfall ist anders zu bewerten. Die Chemotherapie spielt eine ganz entscheidende Rolle.

Nach dem englischen Arzt Thomas Hodgkin wurde 1832 erstmals ein Krankheitsbild beschrieben, das von den Lymphknoten ausgeht. Nach ihm benannte man damals die für diese Erkrankung typischen "Hodgkin-Zellen" und die Erkrankung "Morbus Hodgkin". Mit Non-Hodgkin-Lymphom bezeichnet man alle bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems, die nicht dem klassischen Morbus Hodgkin zuzuordnen sind. Es gibt eine umfangreiche Staffelung nach Bösartigkeit und Zelltyp. Am bösartigsten und am schnellsten fortschreitend ist das hochmaligne NHL und muss daher rasch behandelt werden. Der Königsweg ist dabei die CHOP-Chemotherapie, eine Polychemotherapie, bei der vier verschiedene Substanzen kombiniert werden. So umstritten die Chemotherapie auch ist, beim NHL bietet sie auf jeden Fall echte Heilungsansätze.


Unsere Seniorin unterzog sich innerhalb von drei Monaten bis Ende August 2005 zehn Chemotherapie-Sitzungen. Sie bekam den klassischen "Senioren-CHOP", eine auf das Alter der Patienten abgestimmte Therapie-Dosis. Verabreicht wurden intravenös das klassische Cyclophosphamid (500 mg) in Kombination mit Farmorubicin (30 mg), Vincristin (1 mg) und Decortin (120 mg). Und obwohl hier wohl eine der ältesten Patientinnen zu dieser Chemotherapie angetreten war, fielen die Nebenwirkungen verblüffend gering aus. Angesichts der Tatsache, mit welchen "dicken Kanonen" hier geschossen wurde, konnte man die Beeinträchtigungen durch den CHOP fast vernachlässigen: Teilverlust der Haare, leichte bis mittlere psychische und physische Labilität; Tagesmüdigkeit, Abgespanntheit und in der Nacht nach jeder CHOP-Gabe Schlaflosigkeit. Übelkeit, Magen-/Darmprobleme oder größere Schwankungen im Blutbild: Fehlanzeige. (Blutbild am Anfang und Ende der Therapie: Hämoglobin: 12,9/10,5; Leucozyten: 8900/5800; Thrombozyten: 483000/380000). Es liegt nahe, dass die Ingwergaben deutlich alle möglichen Nebenwirkungen stark gemildert haben. Nachweisen kann man es nicht.

Daraus folgt, dass man den Ingwer in genügend großzügiger Dosierung – wann immer möglich – als Wegbegleiter jeder Chemotherapie einsetzen sollte. Hier darf und sollte auf keinen Fall der Eindruck entstehen, Ingwer sei ein "Ersatz" für die vom Arzt vorgeschlagene Chemotherapie! Das könnte sich schnell als (lebensgefährlicher) Irrtum herausstellen. Ins Gespräch sollte man Ingwer als Chemotherapie-Ersatz allenfalls dann bringen, wenn aufgrund fortgeschrittener Erkrankungen der therapeutische Nutzen weiterer Chemo-Gaben fragwürdig wäre. In solchen verzweifelten Fällen sollte man dann aber die volle Ladung bei der Ingwerdosis auffahren. Denn auch das wurde immer wieder deutlich: Höhere Dosen (bis 30 g bei rund 56 kg Körpergewicht) brachten bei unserer Patientin auch weitere und noch deutlichere Verbesserungen! Sie scheiterten aber schon bald an der Verträglichkeit; wir hätten irgendwann dadurch die endgültige Ablehnung der Ingwergaben riskiert.

Und noch mehr: Rund 20 Stunden werden die Besitzer in kleinen Boxen eingesperrt, mit Kontakt zu Leidensgenossen nur durch Gitterstäben und im Winter bei fest verschlossenen Stalltoren. Einzige (oft aber unangenehme) Abwechslung: Ab und an begrapscht sie jemand überraschend durch’s Boxenfenster, grinst total verblödet und ruft: „Na, Du bist ja ein ganz Süßer! Komm doch mal her!“ Obwohl alle einen dicken und schon ausreichend warmen Pullover tragen, wird eine gefütterte Regenjacke noch zusätzlich bei Temperaturen ab 12° abwärts zwangsverordnet. Das ist purer Blödsinn, viel zu warm, folglich unangenehm und es juckt wie verhext unter diesen überflüssigen Zusatzmänteln.

Non-Hodgkin-Lymphom
Deutlich zu sehen (markiert): Die ausgedehnte Infiltration von Non-Hodgkin im rechten Lungenflügel der Patientin.

Inzwischen liegen auch die Ergebnisse der Zwischenuntersuchung nach der Chemotherapie vor: Man konnte zufrieden einen drastischen Rückgang des Tumors feststellen, der bei der ersten Diagnose immerhin eine Raumforderung in der Lunge von bereits sage und schreibe 10 x 5 x 7 cm aufwies. Die Chemotherapie wurde beendet. Nun darf sicherlich leidlich gestritten werden, in welchem Umfang nun Chemotherapie oder Ingwer beteiligt waren. Ein von uns befragter Mediziner gestand zumindest ein, dass mit Blick auf Therapiedauer, Alter und CHOP-Dosierung schon ein erstaunlich gutes Ergebnis erzielt worden sei. Endgültig wird man es nie erfahren, doch summiert man penibel alle Indizien und Beobachtungen auf, so dürfte der Ingwer am Behandlungserfolg auf jeden Fall deutlich mitgewirkt haben. In unserem Fall ist eine Beurteilung deshalb schwieriger, weil hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome zwar nicht nur sehr bösartig, sondern auch aufgrund ihrer hohen Zellteilungsrate immens angreifbar sind für die klassische Chemotherapie. Da sich aber Hinweise mehren, wonach auch verschiedene Inhaltsstoffe des Ingwers (einzeln oder in Kombination miteinander) sich auf das Geschäft verstehen, in das Zellteilungsgeschehen einzugreifen, ist eine Erfolgsmessung schwierig. Hier muss auf Beobachtungen an Patienten gewartet werden, bei denen nachweislich die klassische Chemotherapie bereits kapituliert hat.

Woher aber kommt die positive Wirkung auf das gesamte Wohlbefinden der Seniorin durch den Ingwer? Die Keimzelle für diese positiven Einflüsse dürfte in der durch Ingwer enorm positiv beeinflussten Darmflora zu finden sein. Wie sehr der Darm von uns Laien unterschätzt wird, belegten jetzt Neurobiologen des Columbia-Presbyterian Medical Centers in New York: Sie fanden heraus, dass es quasi in unserem Darm ein zweites "Gehirn" gibt: Eine Art kleine Kopie jener komplexen Schaltzentrale in unserem Kopf. Eine Chemiefabrik, die mindestens 40 Botenstoffe produziert und reguliert. Die Aussage "Ich entscheide aus dem Bauch heraus" kommt somit nicht von ungefähr: 90 % der im Darm produzierten Botenstoffe wandern quasi "von unten nach oben", zurück in unsere Hauptschaltzentrale "Kopf". Pausenlos und innerhalb von Millisekunden! Ein faszinierendes, noch nicht endgültig erforschtes Wechselspiel, das offenbar größere Einflüsse auf unseren gesamten Organismus hat als bislang vermutet. Schon bei den Pferden hat sich eindeutig gezeigt, dass der Ingwer seine Beiträge zur Gesundheit und Gesundung vor allem im Darm entwickelt. Beim Menschen dürfte folglich alles nicht viel anders ablaufen. Ein gerade bei psychisch wie physisch extrem labilen Krebspatienten nicht zu unterschätzender therapeutischer Nutzen!


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Pferd und Tumor: Drei Beispiele

Pony Bubi

Bubi von Tierheilpraktikerin Claudia Nehls starb am 28. November 2004 in hohem Alter von 30 Jahren. Ingwer hatte sichtbar sein Krebsleiden lindern können. Bis zum erlösenden Ende.

Pferd Amarock von Dr. Brosig

Amarock (rechts im Bild) von Stefan Brosig zeigt eine auffällige Reduzierung beim Wachstum von Melanomen, wie sie leider immer häufiger bei Schimmeln anzutreffen sind.

Pferd Flamenco

Das ist Flamenco, der seit Jahren einen deutlichen Tumor am Auge aufweist. Kurz nach Beginn der Ingwerfütterung soll dieser Tumor zu schrumpfen begonnen haben. Die Pferdehalterin hatte uns weitere Belegfotos und einen Erfahrungsbericht versprochen, aber dann nie geschickt. Die einmalige Chance also, ihren Fall direkt der großen pferdeglueck-Fangemeinde vorzustellen, hat sie somit leider nicht genutzt.


Der Zustand unserer Seniorin ist zur Zeit stabil und dem hohen Alter entsprechend gut: Ein leichter Wasserabsatz in den Lungen wird zur Zeit mit Diuretika behandelt; die anstrengende Chemotherapie ist fast vergessen. Die geplante weitere Nachsorgeuntersuchung im Dezember 2005 (wir werden berichten) soll zeigen, wie sicher der zurück gewonnene "Boden an der Non-Hodgkin-Front" ist. Da Rezidive beim hochmalignen NHL nicht selten sind, werden die kommenden Monate spannend bleiben und sicher neue Erkenntnisse bringen. Vor allem, weil ab jetzt der Ingwer im Alleingang den Zustand der Patientin stabilisieren und Komplikationen vermeiden helfen soll. Die Seniorin setzt daher ihre Ingwer-Kur mit rund 17 - 20 g täglich (verteilt auf zwei Gaben, eingerührt in Fruchtsaft) weiter fort. Parallel erhält Sie das Vitamin B12 sowie hochdosiert die Vitamine C und E. Weiterer Schwerpunkt ist eine ausreichend hohe Flüssigkeitsaufnahme und gesunde Ernährung. Wir werden weiter beobachten.

Berg- und Talfahrt für Angehörige

Wer nun seinen Angehörigen hochmotiviert mit Ingwer helfen möchte, sollte sich der Herausforderung bewusst sein und: Dass ihm vermutlich eine anstrengende Berg- und Talfahrt bevorsteht. Wie oben schon erwähnt: Die Dauergabe des scharfen Pulvers (wir raten für diesen sensiblen Tumor-Bereich von granuliertem Ingwer ausdrücklich ab!) ist schon für Gesunde nach einigen Wochen keine Lappalie. Zumal im Bereich der Krebstherapie Ingwerdosen Richtung 30 g, je nach Ausmaß der Erkrankung, uns sinnvoll erscheinen. Hinzu kommt, dass Krebspatienten durch ihre Erkrankung stärksten psychischen wie physischen Schwankungen unterliegen: Tage der Hoffnung und des Aufbruchs können plötzlich in völlige Niedergeschlagenheit, Verlust allen Lebensmutes und komplette Ablehnung der Umwelt umschlagen. In solchen Phasen werden nicht nur die humanmedizinischen Maßnahmen auf eine harte Probe gestellt; auch für die Ingwergaben beginnt dann die kritische Periode! Unsere Seniorin lehnte gleich mehrfach in den letzten Monaten auf dem Höhepunkt solcher Phasen den scharfen Ingwertrunk von heute auf morgen einfach ab. Hier begann stets die Schwerstarbeit für die Angehörigen, die alte Dame zum Weitermachen zu motivieren. Aus diesen Erkenntnissen heraus hier unsere Tipps:

Bitte beachten Sie auch Teil 2 und 3 dieser Serie (Link siehe unten).

 
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| Linktipp: Mehr zum Non-Hodgkin-Lymphom |

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