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Themenspecial: Krebs + Ingwer (III)

Jahrelang Ingwer? Es geht! Wenn man nur will.

Viele Krebspatienten gaben auf, unsere Seniorin hielt und hält durch.

Von Guido Gennerich

Rund sieben Monate sind inzwischen vergangen seit den letzten Untersuchungs-Ergebnissen bei unserer 87-Jährigen Patientin (siehe dazu den 1. und 2. Teil unserer Dokumentation). Nun liegen weitere Staging-Daten vor. Noch immer wird der Ingwer unvermindert und in gleicher Mange eingenommen. Hat sich diese "Therapie" bewährt? Hier der dritte Teil unserer Langzeitbeobachtung.

Unsere erstmals im Internet 2005 angestoßene Diskussion "Ingwer in der Krebstherapie" hat viele Nachahmer gefunden. Aber auch viele Nachahmer, die – entgegen aller Warnungen und Hinweise – sich schnell auf einen Irrweg begaben und durch zahlreiche Fehler vermutlich auch einen ersten Erfolg verhinderten. Fast alle uns bekannten Ingweranwender sprangen nach kurzer Zeit wieder ab, die unangenehme Schärfe des Pulvers wurde maßgeblich als Grund angeführt. Viele Andere begannen den Ingwerversuch erst gar nicht, weil der "Markt der alternativen Heilmethoden" in punkto Krebs nachgewiesenermaßen schon so viel Humbug und Scharlatanerie hervorgebracht hat, dass der Ingwer von vielen ungläubig in die selbe Ecke verbannt wird. An anderen Stellen im Internet veröffentlichte hoch gespielte, teils haarsträubende Behauptungen zu angeblichen "Heilpotenzialen des Ingwers" rauben der Knolle einmal mehr inzwischen viel Glaubwürdigkeit.

Wir wiederholen es noch einmal eindringlich: Ingwer kann keinen Krebs heilen! Ingwer kann keine fortgeschrittenen Tumoren vernichten! Ingwer ist niemals ein Ersatz für die konventionellen Formen der Tumorbehandlungen. Ingwer kann aber in ein Konzept eingebettet werden, dass zwar von schulmedizinischen Maßnahmen beherrscht und geprägt wird, diese schulmedizinischen Therapien aber von den Ingwergaben unmittelbar profitieren können. Dies vor allem dann, wenn Krebspatienten schon in Frühstadien diese Chancen ausgiebig nutzen. Das aber setzt viel Disziplin und auch eine große Portion "Glauben an den Ingwer" voraus!

Doch leider sieht die Praxis anders aus: Der Ingwer wird nicht konsequent genommen, nicht in der erforderlichen Dosis und nicht mit der erforderlichen Sorgfalt. Nicht selten sind zudem oft völlig überhöhte Erwartungen mit im Spiel: So beklagten sich Krebspatienten mit fortgeschrittenen Lungentumoren schon nach wenigen Wochen bei uns, dass "es nicht viel besser geworden sei" durch Ingwer. Was also stärkste Chemotherapien bei diesen sehr aggressiven Tumorarten nicht geschafft hatten, sollte in vier Wochen ein Kilo Ingwer richten. Was diese Patienten allerdings übersahen, als sie frustriert von heute auf morgen den Ingwer wieder absetzten: Es war in den Wochen der Ingwereinnahmen auch nicht ... schlechter geworden! Auch Klagen über leichte allergische Reaktionen während der ersten Wochen der Ingwereinnahme wurden bei diversen Ingweranwendern laut, so dass diese Patienten lieber weiter mit dem Tumor als mit verhältnismäßig "unwesentlichen" allergischen Problemen (Hautausschläge u. ä.) leben wollten. Eine gegebenenfalls tödliche "Prioritäten-Verschiebung".

Der Lohn für jahrelange "Qualen"

Zurück zu unserem Fall-Beispiel: Mit unserer 87-Jährigen, auch das wird immer wieder betont, schildern wir lediglich ein Einzelschicksal. Doch ein sehr interessantes Schicksal, denn das hochmaligne Non- Hodgkin- Lymphom, das Krankheitsbild in diesem erörterten Fall, ist prinzipiell bekannt und berüchtigt für eine hohe Rezidivneigung. Die Krankheit kehrt nicht selten auch Jahre nach der erfolgreichen Therapie wieder zurück. Unsere Hochbetagte liefert zudem quasi alle Risikoaspekte (z. B. sehr hohes Alter mit entsprechender Labilität, Serum LDH erhöht, NHL- Stadium fortgeschritten, Herz- und Nierenschwäche, zwei zurückliegende leichte Schlaganfälle), die eine schlechte Prognose eigentlich mehr als begünstigen. Mit dieser schlechten Prognose ist die Patientin bereits in die onkologische Behandlung und danach in die "Ingwertherapie" gegangen. Dennoch: Diese 87-Jährige führt eindrucksvoll vor, dass man Ingwer über Jahre hinweg in den hohen Dosen einnehmen kann. Die Botschaft ist klar: Was diese Seniorin seit 1 ½ Jahren nebenwirkungsfrei schafft (natürlich nur mit entsprechender Motivation durch die Angehörigen), das schaffen weitaus jüngere Patienten selbstverständlich erst recht. Wenn sie denn nur wollen.

Wie ist der Stand nun bei unserer 87-Jährigen im August 2006? Die Allgemeinverfassung der Patientin hat sich, wie man es bei fortschreitendem Alter eigentlich erwarten würde, übrigens nicht verschlechtert, sondern zaghaft sogar noch verbessert! Mit ihrem Rollator unternimmt die 87-Jährige wieder sporadisch einige Ausflüge in die nahe Altenstube. Antriebskraft und Lebenswillen haben sich noch einmal positiv verbessert, wenngleich altersdepressive Stimmungsschwankungen natürlich auch hier regelmässig auftreten! Der Appetit ist nach wie vor sogar besser als vor Krankheitsausbruch (was auch auf die appetitanregende Wirkung des Ingwers zurückgeführt werden kann); es gibt weder eine deutliche Neigung zu Infekten, noch müssen andere nennenswerte Zwischenfälle verzeichnet werden (von zwei leichten Harnwegsinfektionen einmal abgesehen). Der Ingwer beeinflusst unübersehbar die Konstitution nach wie vor sehr positiv. Die Patientin nimmt keinerlei Medikamente, lediglich zeitweilig ein schwaches Diuretikum. Die Ingwereinnahme (rund 22 g täglich) wird durch weitere alternative Maßnahmen begleitet: Es werden hochdosiert Vitamin C und E, zeitweilig B12 gegeben. Zudem 240 mg Ginkgo-Trockenextrakt (Tebonin intens 120 mg x 2), zur Herzstärkung 4 ml Weißdorn-Urtinktur (der Firma Caelo) und die Schüßler-Salze 3 und 7.

Die großen Ingwermengen belasten auch nach nunmehr 1 ½ Jahren bislang weder Magen noch Darm. Das Ingwerpulver wird nach wie vor in etwas Traubensaft verrührt und getrunken. Nur zeitweiliges starkes Sodbrennen sind die Folge, wenn der Ingwer mit ungünstigen Nahrungsmitteln kombiniert wird. Am günstigsten hat sich die Ingwereinnahme unmittelbar vor den Mahlzeiten erwiesen. Treten Beschwerden durch Sodbrennen auf, können rund sieben Tabletten des Schüßler-Salzes Nr. 7 (Magnesium phosphoricum in D12), die man langsam im Mund zergehen lassen sollte, rasch Linderung verschaffen.

Mit Spannung wurde die neuerliche gründliche Untersuchung Ende Juli 2006 erwartet. Die Seniorin konnte nur positive Ergebnisse mit nach Hause nehmen. Das Lungengerüst zeigt noch immer keine nennenswerte Veränderung im Vergleich zum Zustand nach der erfolgreichen Chemotherapie. Auch die Thorax-Ultraschallergebnisse bei der Suche nach möglichen Metastasen sowie die Blutwerte können bis jetzt durchweg Entwarnung geben. Bis zur Stunde also (auch mit Blick auf die damalige ganz erhebliche Non-Hodgkin-Infiltration und NHL-Aggressivität) ein mehr als erfreuliches Resultat.


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Aus der Krankenakte: Alle Röntgenbilder

Röntgenbild Non-Hodgkin-Lymphom

Hier erstmals das Röntgenbild vom Juni 2005 nach Ausbruch der Erkrankung. Im rechten Lungenflügel (markiert) und auch teilweise noch links deutlich zu sehen: Die Non-Hodgkin- Infiltrationen. Leider ist die Qualität dieses Scans nicht sonderlich gut.

Röntgenbild Non-Hodgkin-Lymphom

Nach der Chemotherapie (und bereits vier Monaten Ingwer-Einnahme): Es ist eine fast vollständige Remission des Tumors erkennbar. Diese Röntgenaufnahme entstand am 30. August 2005.

Röntgenbild Non-Hodgkin-Lymphom

Auch die aktuellste Aufnahme vom 14. Dezember 2005 zeigt, dass der erlangte Status sich nicht deutlich verändert hat. Erkennbare Lymphknoten weisen keine atypischen Vergrößerungen auf.

Röntgenbild Non-Hodgkin-Lymphom

Rund sieben Monate später (31. Juli 2006): Wiederum löst das neue Röntgenbild nur Zufriedenheit aus. Der positive Stand konnte erhalten werden, auch wenn man feinste Rezidiv-Ausbildungen bei solchen röntgologischen Bestandsaufnahmen nie ganz ausschließen kann.

Röntgenbild Non-Hodgkin-Lymphom

Die aktuellste Aufnahme vom 31. Juli 2006 hier noch einmal in der deutlicheren Inversdarstellung. Leichte fibrotische Veränderungen sind die vorrangigen Auffälligkeiten der deutlich in Mitleidenschaft gezogenen Lunge.


Leidlich darf und kann Jeder nun darüber streiten, ob und wie weit der Ingwer Erfolg an dieser bislang erfreulichen Entwicklung hat. Niemand weiß das. Klar ist eines: Die Seniorin hätte die Chemotherapie aus zehn (!) Sitzungen ohne Ingwer niemals so nebenwirkungsfrei absolvieren können. Fakt ist: Der Ingwer ist offenkundig in der Lage, durch die Schulmedizin erreichte Erfolge vermutlich sogar dauerhaft zu konsolidieren, weil der Körper jene Power erhält, die er für den ständigen Kampf gegen den Tumor benötigt.

Und letztlich will und kann Niemand bestreiten, dass der Ingwer nicht gar tumorhemmende Wirkungen im Organismus entfaltet. Bekanntlich gibt es erste Hinweise darauf aus der seriösen medizinischen Forschung. Sehr vage Anhaltspunkte nur – natürlich. Aber für einen gegen die Uhr um sein Leben kämpfenden Krebspatienten sollten auch die zaghaftesten ersten Indizien Grund genug sein, diese (gesunde und nebenwirkungsfreie) Chance ausgiebig zu nutzen! Unsere Seniorin tut dies auch weiterhin - und bis jetzt wird sie durch einen deutlichen Zuwachs an Lebenskraft und Lebensqualität dafür belohnt.

Bitte beachten Sie auch Teil 1 und 2 dieser Serie.

 
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| Linktipp: Mehr zum Non-Hodgkin-Lymphom |

| Weiterlesen: Zum ersten Teil der Serie |

| Weiterlesen: Zum zweiten Teil der Serie |

 Weiterlesen: Zum vierten Teil der Serie  |