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Stichwort: Pferd und Ekzem

Wenn bei Pferden das Immunsystem "spinnt"

Sommerekzem: Oft stimmt wieder einmal die Balance im Pferdefutter nicht

Von Claudia Nehls

Immer weiter steigt die Anzahl der vom Sommerekzem und weiteren allergischen Problemen betroffenen Pferde. Längst sind nicht nur Isländer, sondern sämtliche Pferderassen betroffen. Auch heute noch sind viele Ursachen ungeklärt, bewiesen ist, dass verschiedene Faktoren zum Sommerekzem beitragen. Auslöser sind zwar die Culicuides Spezies (im Sprachgebrauch Mücken oder Gnitzen), jedoch sind für die Sensibilisierung weitere, zum Teil gänzlich ungeklärte Ursachen, verantwortlich. Die genetische Disposition, das Stoffwechselgeschehen, ein problematischer Intestinal- und Digestionstrakt mit gestörter Symbiose, in welchem sich über 80 % der Immunzellen befinden, sowie auch das Säure-Basen-Gleichgewicht sind als kausale Ursachen für die Überreaktion des Immunsystems anzusehen. Eine große Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Ernährung, welche in erster Linie bedarfsgerecht – nicht übermäßig – und möglichst naturbelassen sein sollte. Auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sollten in für das Pferd optimal verwertbarer Form zugeführt werden.

Diskutiert werden immer häufiger auch psychische und hormonelle Ursachen, welche zum Allergiegeschehen beitragen können. Auch Umweltfaktoren sind bei der ständig steigenden Anzahl von allergischen Erkrankungen in starkem Maße zu berücksichtigen. Unsere Umwelt wird immer aggressiver und Reaktionen hierauf zeigt gerade das Pferd, welches von unseren "Haustieren" wohl die naturverbundenste und somit auf die Umwelt sensibel reagierendste Spezies ist. Probleme zeigen sich hier in vielfältiger Weise, so ist längst nicht nur das Sommerekzem zum makroskopisch wahrnehmbarem Symptom geworden. Head-Shaking, allergische Reaktionen der Schleimhäute (Nasenausfluss, Husten, stark tränende Augen, Bindehautentzündung), dies alles können allergische Reaktionen auf unterschiedliche Umweltfaktoren sein. Nesselfieber (Urticaria) und starke Quaddelbildung als Reaktion auf Insektenstiche und andere Allergene nehmen als weitere allergische Reaktionen stark zu.

"Betriebssystemstörung" im Immunsystem

Die genetische Disposition, das Stoffwechselgeschehen, ein aus dem Gleichgewicht gebrachter Intestinal- und Digestionstrakt mit gestörter Symbiose, in welchem sich über 80 % der Immunzellen befinden, sowie auch das Säure-Basen-Gleichgewicht sind als Haupt- Ursachen für die Überreaktion des Immunsystems anzusehen. Das Immunsystem unseres Pferdes stellt ein komplexes System dar und spielt die zentrale Rolle in der Pferdegesundheit. Es besitzt die Intelligenz, unmittelbar zu reagieren, zu lernen und zu kommunizieren und besteht aus mehreren Billionen Zellen. Selbst kleinste Veränderungen im Pferdeorganismus werden sofort entdeckt, weil die unterschiedlichen Bausteine alle miteinander vernetzt sind. Der Zustand des Immunsystems entscheidet, ob das Pferd krank oder gesund ist. Schädigungen erfährt das Immunsystem eines gesunden Pferdes beispielsweise durch eine nicht artgerechte Haltung, Pflege und Fütterung, durch psychische Belastungen, Überforderungen, Stress, Umweltgifte und körpereigene Gifte (z. B. Proteinüberschuss).

Da über 80 % der Immunzellen im Darmraum angesiedelt sind, liegt hier der Schlüssel zur Überreaktion (= Allergie) des Immunsystems. Allergene werden überwiegend durch den Darm ausgeschieden und abgebaut. Ist der Abbau der Allergene durch Störungen im Darmtrakt nicht mehr in vollem Umfange möglich, übernimmt die Haut des Pferdes teilweise diese Aufgabe. Störungen der Symbiose (Lebensgemeinschaft der Darmbakterien) und Ungleichgewichte im Darmraum können schon bei heranwachsenden Pferden entstehen (z. B. durch die Verfütterung zu großer Mengen Protein). Diesen Eiweißüberschuss kann das Magen-Darm-System nicht gänzlich abbauen, was zu einer Veränderung der Balance zugunsten einer vermehrten Ansiedlung von Hefen und Pilzen führt und damit zu einer Dysbiose und Bildung giftiger Stoffwechselprodukte. Kommen dann noch verstärkende Faktoren, wie Bewegungsmangel hinzu, spielen diese Stoffwechselstörungen bei der Entstehung des Sommerekzems eine entscheidende Rolle.

Ekzem beim Pferd
Zum Glück ist das hier nur Fellpflege: Beim Ekzem beginnt eine Leidensgeschichte agnz anderer Art.

Das Sommerekzem ist eine Allergieform des sogenannten Soforttyps (atopische Reaktion). Das Immunsystem reagiert also "über": Es liegt hier eine übersteuerte bzw. überreagierende Immunabwehr vor, was im Umkehrschluss bedeutet, dass eine Therapie weder auf das Immunsystem stimulierend wirken sollte, noch Abwehr und Immunsystem steigern darf. Immer wieder hört man, dass dem Sommerekzem eine mangelhafte Immunabwehr zugrunde liegt und die Therapie auf Steigerung/Verbesserung des Immunsystems gerichtet sein muss, diese Art der Sichtweise und Therapie ist absolut kontraproduktiv und verschlimmert die allergische Reaktion des betroffenen Pferdes! Eine Therapie muss auf eine Regulation der überschießenden Reaktion des Immunsystems abzielen. Auf den Darmraum und hiermit also über 80% der Immunzellen hat selbstverständlich die Ernähung den größten Einfluss. Daher ist es unumgänglich, die Ernährung eines disponierten oder erkrankten Pferdes so optimal wie nur möglich zu gestalten.

Schauen wir uns einmal die fütterungsbedingten Prädispositionen an: Dies sind Vitamin-, Mineralstoff-, Spurenelementüber- bzw. Unterversorgung, Imbalancen im Nährstoffhaushalt, Rohfasermangel, Eiweiß- sowie Energieüberversorgung. Bekannt ist, dass ein Überangebot an Protein und Energie stark zum Allergiegeschehen beiträgt. Dies umso mehr, wenn nicht ausreichend Rohfaser zugeführt wird. Die Ernährung eines Pferdes mit Sommerekzem sowie auch mit anderen Erkrankungen aus dem allergischen Formenkreis sollte in erster Linie bedarfsgerecht – nicht übermäßig – und möglichst naturbelassen sein. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sollten in für das Pferd optimal verwertbarer Form (getrocknete Kräutermischungen) ausreichend zugeführt werden. Schädlich zu beurteilen sind hier gleichermaßen Mangelerscheinungen, Überschüsse und Imbalancen. So begünstigt ein Mangel an Calcium Hautveränderungen ebenso wie ein Calciumüberschuss.

Calcium konkurriert im Darm mit Kupfer, Zink und Selen um die Aufnahme in den Organismus. Kupfer und Zinkmangel sind direkte Verursacher von Hautproblemen und Juckreiz. Kleie (große Anteile finden sich in Fertigmash) vermindern die Aufnahme von Calcium, Kupfer, Zink und Selen, so ist hier bei täglicher Fütterung ein Mangel bereits vorprogrammiert. Ein Überschuss an Selen, welcher, da Selen ein Spurenelement ist, schon bei geringster Überdosierung eintreten kann, führt zu Vergiftungserscheinungen bis hin zum sogenannten "Ausschuhen", welches meist den Verlust des Pferdes bedeutet. Immer wieder wird darüber berichtet, dass synthetisches Zink, Selen und Kupfer bei Sommerekzemern zugefüttert werden sollten: Da ein Überschuss dieser Spurenelemente unbedingt vermieden werden sollte, da ernsthafte Schädigungen des Pferdeorganismus und Vergiftungen eintreten können, sollte vor Zufütterung dieser Spurenelemente eine Blutuntersuchung vom Tierarzt durchgeführt werden. Besteht ein Mangel steht der Fütterung – nach Absprache mit dem Tierarzt bezüglich der Dosierung – nichts im Wege. Besteht kein Mangel ist von der Fütterung dringend abzuraten! Jedoch sollte auch bei Mangelerscheinungen Wert auf eine natürliche Zufuhr dieser Spurenelemente gelegt werden, da diese besser verwertet werden können.

Toxine überfordern die Pferde immer mehr

Zwingend zu vermeiden ist ein Überschuss an Protein. Die Ernährung sollte eher restriktiv sein und unser Sommerekzemer nicht zu dick! Wichtig weiterhin ein ausgeglichenes Kalzium/Phosphor-Verhältnis von ca. 2:1 und eine ausreichende Versorgung mit Rauhfutter. Eine bedarfsgerechte Ernährung ist die Grundvoraussetzung jeder erfolgreichen Therapie des Sommerekzems. Hier muss also in jedem Fall der Grundstock des therapeutischen Eingreifens gelegt werden. Ohne Beachtung einer optimalen Nährstoffzuführung wird jede Therapie zum Scheitern verurteilt sein! Hüten sollte man sich, dem Sommerekzemer ständig wechselnde oder auch gleichzeitig mehrere Ergänzungs- u. Zusatzfuttermittel zu füttern, da diese zwangsläufig zu Fehlversorgungen führen. Gute Erfahrungen konnten wir mit der ganzjährigen Zufütterung getrockneter Kräutermischungen machen. Hier sollte man Kräuter wählen, die eine entgiftende, blutreinigende und Stoffwechsel unterstützende Wirkung haben.

Nicht zuletzt, da erhöhte Leberwerte, welche bei Allergikern häufig anzutreffen sind, den gesamten Stoffwechsel beeinträchtigen und die Allergiebereitschaft fördern. Gerade das "Naturtier Pferd" hat Probleme, das stetig steigende Maß an Toxinen, welche durch die synthetische Fertigfütterung mit ihren zahlreichen Zusatzstoffen ebenso wie unseren leichtfertigen Umgang mit Giftstoffen unterschiedlicher Art (Dünger, Unkrautbekämpfung, Umweltfaktoren, Abgasen usw.) verursacht wird, zu verstoffwechseln. Ein Vorteil der ganzjährigen Kräuterfütterung liegt darin, dass Kräuter vom Pferdedarm optimal verwertet werden, viele Spurenelemente, Vitamine, Mineralstoffe, Kieselsäure, Biotin und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, kurzum: Unser Pferd ganzjährig optimal und ohne die Gefahr von Überschüssen sowie Mangelerscheinungen mit essentiellen Nährstoffen versorgen.

Eine ausgewogene Fütterung ist Voraussetzung für einen funktionierenden Stoffwechsel, ein gesundes und intaktes Darmmilieu sowie ein ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis. Da Resultate einer ausgewogenen Fütterung in der Regel 3 Monate benötigen, wäre es zu spät, mit dieser erst während der "Ekzemsaison" zu beginnen. Diese sollte – zugunsten der gesamten Pferdegesundheit – dauerhaft und ganzjährig praktiziert werden! Die Haltung des betroffenen Pferdes muss – dies gilt für den Ekzemer ebenso wie für alle anderen Pferde, denn in erster Linie ist auch der Sommerekzemer Pferd – pferdegerecht, gesund, natürlich und mit möglichst viel Bewegung in frischer Luft mit Wind und Sonne verbunden sein. Einige "Empfehlungen" gehen dahin, betroffene Pferde in dunklen Ställen einzustallen, doch dies ist weder Ursachentherapie, noch annähernd pferdegerecht.

Durch eine pferdegerechte Haltung werden Stoffwechsel, Entgiftung, Durchblutung und Psyche positiv beeinflusst. Die Möglichkeit zum Scheuern sollte in Form von befestigten ausrangierten Besen gegeben werden, Verletzungsmöglichkeiten müssen zwingend ausgeschaltet werden. Zu beachten ist hier, dass der starke Ekzemer durch exzessives Scheuern starke Läsionen und Verletzungen geradezu herausfordert. Die Weideflächen sollten extensiv bewirtschaftet werden, was bedeutet, ausschließlich natürlich gedüngt (Mist, Jauche) und mit nur wenigen Pferden beweidet. Die Unkrautbekämpfung sollte ebenso natürlich vonstatten gehen, was heißt: kein Einsatz chemischer Unkrautbekämpfungsmittel! Je natürlicher und vielfältiger unsere Pferdeweide ist, je positiver ist der Grasbestand zu bewerten; extensiv bewirtschaftete Weideflächen sind verhältnismäßig rohfaserreich, protein- u. energiearm, was nicht nur unserem Sommerekzemer zugute kommt! Des Weiteren ist auf Hygiene zu achten, was regelmäßiges Kot einsammeln (sofern es die Fläche in ihrer Größenordnung erlaubt) ebenso einschießt, wie tägliches Ausmisten des Stalles, Reinigung der Tröge und Tränken, Entfernung von Spinngeweben etc.; hier sollte das Augenmerk auf eine natürliche Bekämpfung der Insekten gelegt werden.

Eine gute Möglichkeit zum lokalen Schutz der betroffenen Pferde vor den lästigen Insekten sind Ekzemerdecken. Da diese stark beansprucht werden und über die gesamte "Saison" getragen werden müssen, ist hier auf einwandfreie Qualität zu achten, denn nur diese kann sich rechnen! Ekzemerdecken sollten jedoch nicht als alleiniges Mittel der Wahl, sondern als äußerlicher Schutz, verstanden werden. Zumindest die Optimierung der Fütterung und Haltung sollte – mit oder ohne Decke – selbstverständlich sein.

Ekzem beim Pferd
Wenn Pferde vom Ekzem befallen werden, beginnt auch für die betroffenen Pferdehalter schlimme Wochen.

Weder der alleinige Einsatz von Kräutern und Ergänzungsfuttermitteln, noch die alleinige lokale Behandlung der betroffenen Hautbezirke und schon gar nicht die in der Praxis leider immer noch viel zu oft praktizierte und als erstes Mittel der Wahl eingesetzte Kortikoidtherapie (Unterdrückung bzw. Verlagerung des Symptomenkomplexes, teilweise verheerende Nebenwirkungen, wie z. B. Hufrehe) können als wirksame Therapie angesehen werden. Weder in der Schulmedizin noch in der alternativen Tierheilkunde existiert eine nachweislich bei allen erkrankten Pferden erfolgreiche Behandlung durch ein einzusetzendes Mittel, da diese eine Standardmedikation nach dem "Schema F" darstellen müsste, welche zumindest bisher aus o. g. Gründen nicht möglich ist, da Prädisposition und individuelle Erkrankungsgeschichte allgemein bei Allergien zu verschieden sind, als dass hier ein Mittel das Mittel der Wahl darstellen könnte (vergleichbar mit der Neurodermitis des Menschen).

Meiner Erfahrung nach lässt sich das Sommerekzem nur unter Einbeziehung der Ganzheitlichkeit wirksam therapieren. Das heißt die Grundvoraussetzung jeder erfolgreichen Therapie ist die Optimierung der Fütterung und Haltung, wie oben ausführlich beschrieben! Zusätzlich zu den entgiftenden Kräutermischungen hat sich der Einsatz homöopathischer, isopathischer und homotoxikologischer Mittel bewährt. Das Standardmittel gibt es hier jedoch leider nicht, die jeweilig zu verabreichenden naturheilkundlichen Mittel müssen zwingend individuell auf das jeweilige Pferd abgestimmt werden, da jede Erkrankung unterschiedlich ist und ihr somit unterschiedliche kausale Ursachen zugrunde liegen. Jedoch gibt es verschiedene Mittel, welche sich in der Therapie vieler Pferde sehr gut bewährt haben!

Nach ausführlicher Anamnese sollte bei Bedarf einerseits eine individuelle Therapie eingeleitet werden, welche sämtliche Prädispositionen berücksichtigt und nicht auf Unterdrückung der Symptome abzielt, andererseits unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit Haltung, Fütterung, Bewegung, Sozialfaktoren und Pflegemaßnahmen überprüft und auf die Erkrankung abgestimmt optimiert werden. In diesem Zusammenhang kann der Einsatz von Kräutern, Homöopathika und weiteren naturgemäßen Therapien, wenn man diese einzusetzen versteht, wertvolle Dienste leisten und im günstigsten Fall eine Symptomfreiheit bewirken. Jedoch ist es falsch anzunehmen, nach dem Motto, viel hilft viel vorzugehen bzw. wahllos Kräuter und Homöopathika womöglich in Verbindung mit Kortison einzusetzen, da hier gravierende Fehler und Verschlechterungen der Symptomatik vorprogrammiert sind.

"Herumprobieren" macht alles nur schlimmer

Hüten sollte man sich ebenfalls, Mittel zur Stimulation des Immunsystems (z. B. Echinacea) bei Sommerekzem einzusetzen, da eine Allergie immer eine Überreaktion des Immunsystems ausdrückt, im Umkehrschluss also keine noch so geartete Stimulation des Immunsystems stattfinden darf, da hierdurch eine Verschlechterung der Symptomatik zwangsläufig eintreten muss. Auch die allgemeine Erfahrung, dass mit vom Fohlenalter an zunehmenden Lebensjahren das Sommerekzem jährlich stärker in Erscheinung tritt, bevor im Alter das Immunsystem durch allgemeine Alterungsprozesse schwächer wird und so auch der Symptomkomplex des Sommerekzemers schwächer wird, lässt den Schluss zu, dass eine Stärkung des Immunsystems hier völlig kontraproduktiv wirkt.

Gerade beim komplexen Sommerekzem sollte ganzheitlich therapiert werden, was weiterhin eine lokale Therapie der betroffenen Hautbezirke mit einschließt. Diese sollten mit – individuell zu ermittelnden – wundheilungsfördernden oder/und insektizid und zwingend juckreizstillend wirkenden Produkten regelmäßig eingerieben werden. Mittlerweile gibt es zahlreiche lokal und innerlich einzusetzende Mittel, welche völlig nebenwirkungsfrei und unschädlich für unser Pferd sind. Die Kunst einer erfolgreichen Therapie beschränkt sich jedoch darauf, die für unser Pferd passenden Mittel auswendig zu machen, da das Angebot und die Empfehlungen unüberschaubar sind. Jedes Pferd ist ein Individium, was uns vor die Aufgabe stellt, eben für dieses eine Pferd eine spezifische homöopathische, isopathische, homotoxikologische und ergänzend lokale Therapie zu wählen. Da allen o. g. Therapieverfahren zugrunde liegt, dass der Gesunde die Symptomatiken einer Erkrankung entwickelt, welche den Kranken dieser Symptomatiken befreien, sollte ein therapeutisches Eingreifen immer den Menschen vorbehalten bleiben, die sich damit auskennen, denn ein wahlloses „Rumprobieren“ verschiedenster Mittel schädigt unser – eh schon leidendes Pferd – nur noch mehr.

 
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