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Stichwort: Fellwechsel

Beizeiten raus aus dem Winterpullover

Wie man seinem Pferd alljährlich beim anstrengenden Fellwechsel nachhaltig helfen kann

Von Claudia Nehls

Der Organismus unserer Pferde läuft zur Zeit des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst auf Hochtouren. Wenn im Frühjahr der dicke Winterpelz abgestoßen und das bedeutend feinere und kürzere Sommerfell zutage tritt, kostet das enorm viel Energie und der Stoffwechsel wird stark beeinträchtigt. Auch das Immunsystem leistet Schwerstarbeit im Fellwechsel, so dass während dieser kräftezehrenden Zeit Viren, Bakterien und Pilze schlechter abgewehrt werden können, da die Abwehr durch Aktivierung von Reserven ohnehin geschwächt ist.

Gesunde Pferde haben jedoch keinerlei Probleme ihr Winterfell abzustoßen und sind in ihrem Allgemeinbefinden nicht beeinträchtigt. Anders sieht es manchmal bei alten Pferden oder bei Pferden, welche starke Stoffwechselprobleme haben und bei erkrankten, ohnehin geschwächten Pferden, aus. Sie tun sich oft schwer, den dicken Pelz abzustoßen und der Pferdehalter tut gut daran, seinem Pferd möglichst weitreichende Unterstützung zu bieten. Aber auch allen anderen Pferden kann durch gezielte problemorientierte Fütterung Hilfe zuteil werden und der Fellwechsel geht so zügiger und unproblematischer vonstatten.

Allgemein positiv auf Haut und Fell wirken Öle, möglichst kaltgepresst und mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Besonders gezielt und wirkungsvoll auf Haut und Fell wirkt Nachtkerzenöl und Schwarzkümmelöl (wir empfehlen für einen zügigen Fellwechsel eine Mischung beider Öle und bieten eine Mischung beider Öle in 500 ml sowie 1000 ml Packung an). Positive Wirkungen auf Wohlbefinden, Immunsystem, Abwehr und Stoffwechsel erzielen wir – besonders mit dem wertvollen Schwarzkümmelöl – ganz nebenbei. Bei schwerfuttrigen und älteren Pferden ist es von Vorteil, ganzjährig Öle einzusetzen: Öle enthalten kein Protein und bringen die notwendigen Kalorien optimal verwertbar in den Pferdeorganismus, ohne schädliche Nebenwirkungen zu erzielen, wie beispielsweise bei Proteinüberschuss.

Haflinger im Schnee
Ati und Sunny beim Winterspass. Doch im Frühjahr muss der "Winterpullover" runter für den Sommer.

Besonders wichtig in Zeiten erhöhter Belastung, wie sie im Fellwechsel entsteht, ist eine ausreichende – nicht übermäßige – Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Bei synthetischen Mineralstoffmischungen besteht die Gefahr von Überversorgung und Fehlversorgungen einzelner Mineralstoffe und somit von Imbalancen der benötigten Mineralien untereinander. Die Entgiftungsorgane werden überlastet und unbenötigte Mineralien müssen wieder ausgeschieden werden. Oftmals entsteht hierdurch eine Überlastung der Leber und erhöhte Leberwerte sind die Folge.

Auch bei der Unterstützung eines problemlosen Fellwechsels sind zwingend Prioritäten bei der Naturbelassenheit der Futtermittel zu setzen, damit die Entgiftungsorgane nicht durch den Abbau nicht benötigter Mineralstoffe, wie dies bei synthetischen Vitamin-/Mineralstoffergänzungsfuttermitteln der Fall sein kann, belastet bzw. überlastet werden. Synthetisch zugesetzte Vitamine werden im Darm zwangsabsorbiert. Dies kann eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit bedeuten, da es zum einen zur Hypervitaminose (Vitaminüberschuss/Vergiftung), zum anderen zur sekundären Hypovitaminose (Vitaminmangel) kommen kann.

Die Symptome sind meist unspezifisch, oft wird die Ursache nicht erkannt. Nicht optimale Versorgung führt zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen, welche sich in Stoffwechselproblemen, Allergien, Lahmheiten bzw. Knochenschädigungen äußern können und selbstverständlich auch zu Problemen im Fellwechsel führen. Oft wird dann der Fehler gemacht, weitere synthetische Ergänzungsfuttermittel mit dem Ziel zu füttern, Mangelerscheinungen auszugleichen, was dann eher schadet, als nutzt, zum einen, da diese nicht richtig verwertet werden, zum anderen, da oft schon eine unerkannte Überversorgung besteht und die Symptomatik sich manifestiert.

Weiterhin problematisch ist, dass synthetische Vitamine, Mineralien und Spurenelemente nicht optimal verwertbar sind. Bei Menschen ist dies hinlänglich bekannt, doch bei Pferden weitgehend unerforscht. Da Pferde aber Pflanzenfresser sind, liegt es auf der Hand, dass sie synthetische Stoffe bedeutend schlechter verstoffwechseln wie wir Menschen. Ein weiteres Problem der Mineralien-, Spurenelement- und Vitaminversorgung unserer Pferde ist, dass die Bedarfswerte überwiegend kaum erforscht sind und die den Mischungen zugrunde liegenden Werte somit nur geschätzt. Inzwischen gehen die Meinungen dahin, dass die Bedarfswerte viel zu hoch angesetzt wurden, was die Vergangenheit zeigte. Futterfirmen gehen mittlerweile dazu über, die Zusatzstoffe zu reduzieren oder im günstigsten Fall ganz auf diese zu verzichten (Bezugsquellen von Kraftfuttermischungen dieser Art nenne ich Ihnen gerne).

Besser die Kraft der Kräuter nutzen

Eine optimale naturgemäße Versorgung mit Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen erzielen wir bei unseren Pferden mit speziellen Kräutermischungen. Kräuter und Pflanzen enthalten zusätzlich noch die sekundären Pflanzenstoffe, welche zwar bisher weitgehend unerforscht, deren positive Wirkungen jedoch unbestritten sind. Gerade im Hinblick auf die erhöhte Leistung des Stoffwechsels können wir den Organismus unserer Pferde mit speziellen Stoffwechsel unterstützenden Kräutern positiv beeinflussen. Auch eine Entgiftung, Ausscheidungsförderung und Blutreinigung zum Frühjahr macht unser Pferd leistungsfähiger und fit und lässt das Winterfell schnell und problemlos verschwinden. Geeignet für eine spezielle Kräuterkur sowie auch zur ganzjährigen Versorgung mit den so wichtigen essentiellen Mineralien sind beispielsweise: Brennnessel, Löwenzahn, Goldrute, Birkenblätter, Hagebutte und Mariendistel.

So wirken Brennnessel, Löwenzahn, Goldrute und Birkenblätter entschlackend, blutreinigend, Stoffwechsel unterstützend und fördernd sowie entgiftend; Hagebutte versorgt unsere Pferde mit besonders viel des wichtigen Vitamin C und stärkt so Abwehr/Immunsystem; und die Mariendistel wirkt Leber schützend und ist ein wahres Lebertherapeutikum. Eine speziell auf Fell- und Hautprobleme abgestimmte und inzwischen erprobte und für gut befundene Mischung in DAB-Qualität erhalten Sie bei uns (Allergosan-Kräutermischung)! Mit der oben genannten Kräuterkur unterstützen wir einen zügigen Fellwechsel, ein gutes Allgemeinbefinden, eine starke Abwehr und einen bestens funktionierenden Stoffwechsel.

Das empfahl der alte Stallmeister

Der "alte Stallmeister" empfiehlt bzw. empfahl einen halben Liter Hirseflocken pro Tag und einen Schuss Leinöl in jede Mahlzeit für einen schnellen Haarwechsel und ein schönes Fell, obendrein noch für gutes Hufwachstum, ein schönes Haarkleid und für die Verdauung! Ich habe dieses Rezept bisher nicht ausprobiert, daher: ohne Gewähr. Auch Hefe wirkt positiv auf Haut und Fell. Hier bestehen – wie natürlich überall – allerdings große Qualitätsunterschiede und das günstigste Produkt ist nicht unbedingt das Effektivste, das teuerste aber auch nicht zwingend das Beste. Wir machten mit flüssiger PK-Hefe gute Erfahrungen (Bezugsquelle nenne ich Ihnen gerne)!

Falls eine Unterstützung des Fellwechsels allein durch die richtige Fütterung keine Erfolgsaussicht bietet – dies ist manchmal bei stoffwechselerkrankten Pferden der Fall – ist eine homöopathische oder auch isopathische ergänzende Therapie erfolgversprechend. Zu einer individuell auf das betroffene Pferd abgestellten Fütterung erfolgt dann ergänzend eine naturheilkundliche Therapie, beispielsweise durch die Biofeld-Haaranalyse. Die Fütterung im allgemeinen sollte während des Fellwechsels im Regelfall so wie praktiziert beibehalten werden mit Ausnahme schwerfuttriger Pferde, ob alt oder jung, diese haben zu Zeiten erhöhter Belastung einen höheren Futterbedarf und die Futtermenge sollte während des Fellwechsels erhöht werden. Da jedoch meist der Fellwechsel zu Beginn der Weidezeit fällt, ist der erhöhte Bedarf durch die Weide gedeckt. Falls dies nicht der Fall sein sollte, sollte die Getreide- wie auch Rauhfutterration in Zeiten des Fellwechsels angepasst werden!

 
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