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Stichwort: Naturheilkunde + Hufrehe

Bei Margarethe war es schon "Fünf vor Zwölf"

Wie "Gretchen", eine Kaltblut-Stute in Frankreich, nur knapp dem Abdecker entkam

Von Claudia Nehls

Die naturheilkundliche Behandlung unserer Pferde liegt zwar im Trend der Zeit, ist jedoch nach wie vor umstritten! Manch einer glaubt, die Homöopathie, die Isopathie und selbst die Phytotherapie seien keine wirksamen und Erfolg versprechenden Therapien, sondern eher "für die Jenigen gedacht, die an die Wirksamkeit (= Hexerei) glauben". Zudem bestehen zum Thema Naturheilkunde etliche unrichtige Aussagen, welche sich hartnäckig halten, obwohl die Unrichtigkeit dieser Aussagen in der Praxis immer wieder bewiesen wird.

So ist unrichtig, dass eine homöopathische Therapie eine phytotherapeutische Therapie ausschließt, weil die Homöopathie dann nicht mehr wirken kann; wahr ist, dass homöopathische und phytotherapeutische Mittel nicht gleichzeitig, sondern mit einem Zeitabstand von mindestens 3 Stunden gegeben werden sollten, damit beide Therapieformen ihre Wirkung nicht verfehlen. Wichtig zu wissen ist auch, dass homöopathische Mittel ihre volle Wirksamkeit nur entfalten können, wenn diese "pur" bzw. mit Wasser als Trägerstoff verabreicht werden, dieser Umstand bzw. der Hinweis darauf wird allzu oft von "Möchtegernhomöopathen" übersehen und die Homöopathie wirkt so leider bei weitem nicht so Erfolg versprechend – vorausgesetzt das Mittel ist das individuell passende – als wenn dieser Hinweis erteilt wird.

Auch die Auffassung, dass die Naturheilkunde weniger Erfolg versprechend ist als die veterinärmedizinische Therapie, ist nicht aufrecht zu erhalten. Die Meinung, dass veterinärmedizinisch austherapierte Pferde nicht mit naturheilkundlichen Mitteln eine reelle Chance zur Gesundung haben, ist in der Praxis unzählige Male widerlegt, da die Naturheilkunde für manche Erkrankungen wahre "Schätze" bereithält und die Veterinärmedizin hier leider nicht mithalten kann. Dies ist natürlich auch umgekehrt der Fall, zum Beispiel in der Notfallmedizin. Auch der immer wieder behauptete "Gewöhnungseffekt" tritt definitiv in der Praxis nicht ein. Die Phytotherapie kann – sofern für die Langzeitanwendung geschaffen – dauernd eingesetzt werden, ohne das "Gewöhnungseffekte" bzw. "Unwirksamkeit" eintritt.

Bei der homöopathischen Medikation ist wichtig zu wissen, dass diese keinesfalls vorbeugend, sondern grundsätzlich erst bei Eintritt der Symptomatik eingesetzt werden darf, da sonst unerwünschte Symptomatiken bzw. Erkrankungen eintreten können, wenn die Information den Organismus anspricht. Bedenkt man, dass Homöopathie "Information" und Phytotherapie "Materie" darstellt, so spricht allein daher kein Umstand dagegen, beide Therapieformen gemeinsam einzusetzen. Dies setzt allerdings den Umstand voraus, dass auch die "Information" weitergeleitet werden kann und dies wird schon schwierig, wenn unser Pferd beispielsweise vor dieser Information mit ätherischen Ölen, welche ja sehr geruchs- und geschmacksintensiv sind, behandelt wird, egal ob lokal oder als zu verabreichende Lösung.

Ein Beispiel, in Worte gefasst durch die betroffene Pferdebesitzerin, aus der Praxis (im Sommer 2005 bei meinem Aufenthalt in Frankreich) verdeutlicht dieses intensiver als jede theoretische Abhandlung:


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Erfahrungsbericht mit dem eigenen Pferd

erzählt von Michaela Broemel

Eigentlich könnte ich diesen mit einem Zitat aus Katja Ebstein's Lied "Wunder gibt es immer wieder" beginnen! Ich hätte wohl alles für möglich gehalten, aber nicht, dass meine Stute Margarethe wieder so gesund werden würde, wie ich sie heute jeden Tag erleben darf!

Margarethe ist eine 12jährige Schleswiger Kaltblut-Stute, die den langen Weg von Norddeutschland nach Burgund auf sich genommen hat, da ich vor anderthalb Jahren hierher zog. Niemals hätte ich mir vorstellen können, dass dieses Tier hier jemals so leiden könnte. Die ersten Monate verbrachte sie hauptsächlich mit anderen Pferden auf einer großen Weide, wo sie Zeit hatte, sich der neuen Umgebung anzupassen und sich von den Strapazen des langen "Umzuges" zu erholen. Vermutlich fing es zu diesem Zeitpunkt schon mit ihrer Hufrehe an, wobei dies nicht erkennbar war, denn sie lief eigentlich ganz normal auf dem weichen Boden und machte nicht den Anschein, dass sie erkrankt wäre. Auch Tierarzt und Schmied konnten diesbezüglich anhand von Routineuntersuchungen nichts feststellen.

Nachdem wir die Pferde dann über Winter wieder in den Stall brachten, war lediglich beim Ausreiten eine gewisse "Fühligkeit" bei Margarethe zu erkennen, was aber Niemanden zu beunruhigen schien. Ich verließ mich eindeutig auf die sogenannten "Fachmänner" und beobachtete zwar, aber ließ mich immer wieder überzeugen, dass mein Pferd gesund sei. Es wurde Sommer – die Pferde waren in entsprechender Laune und, wie konnte es auch anders sein, brachen sie uns einmal aus. Rasten durch das ganze Dorf, bis sie sich auf einer Luzern-Wiese niederließen, um ihren Gelüsten uneingeschränkt freien Lauf zu lassen. Für Margarethe war dieser Ausflug allerdings verheerend!

Einen Tag danach konnte sie kaum noch einen Huf vor den anderen setzen und es bereitete Mühe, sie von Punkt A nach B zu führen. Unser damaliger Schmied (angeblich eine echte Koryphäe auf seinem Gebiet) meinte, es handele sich hierbei lediglich um einen Muskelkater und hielt es nicht einmal für nötig, sich das Pferd anzusehen. Auch die Tierärzte ließen sich mehrmals bitten, bis sich dann endlich einer auf den Weg machte, mal vorbeizuschauen. Diagnose: Fourbure = Hufrehe! Die medizinischen Möglichkeiten sind in diesem Fall offensichtlich eher "beschränkt", denn außer Schmerzmitteln, Cortison und Entzündungshemmer hatte der gute Mann nichts in seinem Repertoire. Dies half zwar kurzfristig, aber nicht langfristig. Nach 2-3 Tagen fiel Margarethe gesundheitlich wieder auf ihren Anfangszustand zurück und es half einfach nichts auf Dauer. Eine Verbesserung ihrer Gesundheitslage war langfristig nicht zu verzeichnen.

Tja – was tut man, wenn man nicht mehr weiter weiß und der französischen Sprache auch nicht so mächtig, und das Vertrauen in die Tierärzte irgendwie nicht mehr vorhanden ist? Ich jedenfalls klapperte das Internet ab und suchte Informationsmaterial, wie auch eine Möglichkeit, mein Pferd vor dem Abdecker zu retten. Zwischen all den Artikeln und Angeboten stieß ich auf Frau Nehls – und warum auch immer ich an ihrer Seite "hängen blieb", es war die einzig richtige Entscheidung in diesem Moment gewesen! Ich nahm Kontakt zu Frau Nehls auf per e-Mail und es dauerte auch nicht lange bis sie mir zurück schrieb. Ich bestellte "Rehe-Ex" und ihre "Biologische Hufkur" und wir tauschten diverse Mails aus, die mir sehr vertrauenswürdig erschienen und in denen man sofort erkannte, dass diese Frau weiß, wovon sie spricht/schreibt. Es geht hier nicht nur um theoretische Mutmaßungen, nein, denn sie war jemand, die das Problem am eigenen Leibe erlebte und mit Herz, Mut und Wissen ihr eigenes Pferd selbst erfolgreich therapierte! Es ging ihr nicht lediglich darum, ihre Produkte zu vermarkten, sondern sie stand mit Rat & Tat, egal zu welcher Tageszeit, immer freundlich zur Seite.

Margarethes Zustand verschlechterte sich von Tag zu Tag: Es war wirklich schon "Fünf vor Zwölf" und Frau Nehls erklärte sich bereit, uns in Frankreich aufzusuchen. Jetzt war ich mir sicher, dass alles gut werden würde, denn es gab hier vor Ort Niemanden, der sich mit dem Problem "Hufrehe" wirklich auskannte und Pferde an sich haben hier einen etwas niedrigeren Stellenwert als in den Regionen in Deutschland – das ist leider so. Als Frau Nehls in Frankreich ankam, schaute sie sich umgehend mein Pferd an und analysierte die aktuelle Situation, wo es doch einiges zu verbessern gab! Wir begannen sofort mit der Therapie, wobei Margarethe zusätzlich zu "Rehe-Ex" und der "Biologischen Hufkur" noch weitere homöopathische Mittel wie Traumeel, Belladonna, Gingko etc. etc. verabreicht bekam. Auch die Tatsache, dass unser Stroh offensichtlich mit Halmverkürzer bearbeitet war, hatten wir nur Dank Frau Nehls herausgefunden! Sie hat ein Blick für die Details und ein weitgefächertes Wissen über Dinge, die zumindest mir bislang noch nie zu Ohren gekommen waren.

Noch während des Aufenthaltes von Frau Nehls verbesserte sich Margarethes Zustand deutlich und es war einfach nur traumhaft zu erleben, wie sich das Pferd langsam erholte. Ich bin Frau Nehls so unglaublich dankbar für all die Mühe und all das Verständnis, welches sie für ihre "Patienten" aufbringt - ich wünschte, alle Menschen, die sich mit Tieren befassen, hätten ihre Einstellung! Es dauerte noch ein paar Wochen, bis Margarethe wieder so fit war, wie wir sie einst kannten. Zu den von Frau Nehls eingeführten Maßnahmen achteten wir insbesondere auch darauf, dass Margarethe wirklich nur das fraß, was gut für sie war. Das mit halmverkürzenden Mitteln behandelte Stroh wurde komplett weggeschafft und wir füllten Margarethes Box mit über 1.500 Litern Torf aus, welches wir dann noch mit Hanf mischten. Wir waren auf dem einzig richtigen Weg. Nach langer Suche fanden wir auch entsprechende Bio-Bauern, die ihr Stroh naturbelassen weiterverkaufen.

Heute, nach vier Monaten, füttere ich noch immer "Rehe-Ex" und "Horse-Allround-Kräuter" – aber alle weiteren Mittelchen kann ich beruhigt weglassen, denn Margarethe geht es wieder richtig gut! Für mich ein kleines Wunder, zumal ich hier in Frankreich ganz bestimmt nicht die notwendigen Maßnahmen gefunden hätte, gäbe es nicht Frau Nehls, die wirklich keine Mühen gescheut hat, um zu helfen! Sie liebt die Tiere und achtet sie vor allem. Das ist die beste Voraussetzung dafür, eine erfolgreiche Therapie zu bestreiten! Für alle, die auf der Suche nach Hilfe sind, so kann ich sie ruhigen Gewissens und aus gänzlicher Überzeugung an Frau Nehls verweisen!

Bitte lassen Sie keine Versuche an Ihren Tieren zu, die lediglich dazu dienen, Profit zu machen! Unser französischer Tierarzt sagte, nachdem er Margarethes deutlich verbesserten Zustand zur Kenntnis nahm, nur: "Ich hätte aus medizinischer Sicht kein Mittel gehabt, welches auf Dauer wirklich hilft." Ich denke, diese Worte sprechen für sich und sind erschreckend zugleich!! So hätte man ein Pferd wochenlang mit starken Medikamenten behandelt in dem Bewusstsein, dass es eigentlich nichts bringt. In diesem Sinne nochmals einen herzlichen Dank an Frau Nehls, die mir auch persönlich sehr ans Herz gewachsen ist. Ich wünsche ihr alles Gute dieser Welt und weiterhin den Erfolg, für den sie sich mit Herz und Seele zu Gunsten der Tiere verschrieben hat und ich mir sicher bin, dass sie ihn wie bei unserer Margarethe weiterhin erfahren wird!


Zum Abschluss noch einige Anmerkungen: Als ich in Frankreich ankam und Margarethe untersuchte, glaubte ich selbst nicht, dass es irgendwie zu schaffen sei, das von mir liebevoll genannte "Gretchen" wieder gesund zu bekommen. Die Hufrehe-Erkrankung war inzwischen bereits so weit fortgeschritten, dass die Zusammenhangstrennung deutlich zu erkennen war, was leider nur allzu oft keine Chance auf Heilung mehr zu hoffen lässt. Ja, was macht man bzw. mache ich in so einem Fall? Ich hielt es nicht für klug, die Pferdehalterin völlig zu entmutigen, klärte jedoch über die verheerende Lage "optimistisch" auf, geradezu ein Balanceakt zwischen Leben und Tod. Das Schlimmste, was mir hätte passieren können, wäre gewesen, wenn das Gretchen meinen Aufenthalt nicht überlebt hätte: Ich setzte alles ein (Gott sei Dank spielten die Pferdehalter 100%ig mit), um das zu schaffen!


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Der abgeschlossene Fotoroman
Folge 4: "Gretchens Naturheil-Philosophie"

Hufrehe beim Pferd

"Gretchen, was hälst Du eigentlich von Naturheilverfahren?" – "Blöde Frage: Find' ich super. Ich hab' sogar 'nen ganz eigenes Verfahren entwickelt! Willste mal sehen?" – "Joa, lass' knacken!"

Hufrehe beim Pferd

"Alllsooo – erst mal haust Du Dich so richtig mit Schmackes hin."

Hufrehe beim Pferd

"Daaannnn wird gewälzt, dass nur so die Hufe fliegen. Dabei volle Kanne alle Viere von sich schmeissen und richtig im Dreck suhlen. Ist voll geil!"

Hufrehe beim Pferd

"So, das war's. Auch ganz brauchbar, ne?!? Danach siehste zwar aus wie die Sau, aber wen juckt das? Das fünfmal am Tag und Du fühlst Dich wie neu geboren"


Aus meiner Sicht trugen die oben erwähnten Halmverkürzer wesentlich dazu bei, dass Gretchen nicht gesund werden konnte. Dies war für mich abermals eine Bestätigung dafür, dass viele Faktoren einfach vor Ort erfasst werden müssen. Und dafür muss man ... vor Ort sein, anstatt sich auf telefonische Abklärung allein zu verlassen. Ich glaube, keiner war über die Entwicklung froher als ich: Mein Aufenthalt in Frankreich hatte schließlich nur dann einen Sinn, wenn das Gretchen wieder gesund würde. In den 10 Tagen unseres Aufenthaltes waren mir Menschen wie Pferde so an's Herz gewachsen waren, dass es mich tief getroffen hätte, wäre alles umsonst gewesen. Beeindruckt hat mich nicht nur das Bemühen um's Gretchen, sondern auch die wahnsinnig nette Gastfreundschaft und dieses Gefühl "mich zu Hause zu fühlen" bei doch "wildfremden Menschen". Daher möchte auch ich ganz laut "Danke!" sagen.

 
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