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Stichwort: Hufrehe

Bei drei Ponys: Die Hufrehe kam über Nacht

So meisterten die kleinen "Patienten" Dicki, Herkules, Bijou Schritt für Schritt ihre Krankheit

Von Jutta Sabrowski, Meike Schmidt und Inga Graf


Dickis Geschichte

Mitte des Jahres 2005 erkrankte Dicki an einer Bronchitis, welche antibiotisch versorgt wurde. Ca. nach zwei Wochen trat eine Besserung ein, das Fieber war weg und er hustete nicht mehr so stark und er wollte auch wieder auf die Weide. Es fiel mir zu diesem Zeitpunkt schon auf, dass er nicht mehr so fröhlich und frisch lief wie sonst, sondern sehr langsam ging. Ich führte dies auf seine Bronchitis (hauptsächlich in den oberen Bronchien) zurück. Ungefähr eine Woche später wollte er gar nicht mehr gehen und lag auch oft auf der Weide. Da habe ich den Tierarzt wieder angerufen und dieser diagnostizierte "Hufrehe". Dies war für mich sehr schockierend. Dicki bekam einen Aderlass, wurde in seine Box gestellt, er bekam nur Heu zu fressen und Schmerzmittel und, da er Fieber hatte, auch fiebersenkende Mittel. Jeden Tag kühlte ich seine Hufe und Vorderbeine. Da ich nicht viel über Hufrehe wusste ging ich auf die Suche ins Internet.

Dort traf ich auf Frau Nehls und das Tierheilkundezentrum sowie die Briefe von mehreren Leidensgenossen, und rief sie an. Frau Nehls hat mir die Hufkur sowie Rehe-Ex empfohlen, welches ich mir von ihr schnellstmöglich schicken ließ. Der Tierarzt kam eine Woche später zu Dicki, um ihn zu röntgen. Er stellte eine Hufbeinsenkung auf beiden Vorderbeinen von 10 sowie 11 Grad fest. Anschließend wurden Dickis Vorderbeine eingegipst. Der Tierarzt machte mir keine großen Hoffnungen mehr.

Nach dem Eintreffen der Hufkur und Rehe-Ex begann ich sofort mit der Behandlung. Ich setzte die Schmerzmittel bei Dicki ab und gab ihm morgens und abends Möhren mit Rehe-Ex sowie Heu. Nach drei Tagen drehte sich Dicki das erste Mal wieder zu mir um und schaute mich an (sonst stand er mit dem Kopf zur Wand). Zum Boxen machen ging er dann schon bis zum Anbindestrick mit nach draußen. Nach einer Woche konnte er schon bis zum Paddock laufen. Da er als Gesellschaft im Stall seine Lieblingsstute neben sich stehen hatte und diese natürlich auch nach draußen wollte, hatten wir für Dicki ein Stück Weide (ohne Gras) von ca. 400 m² abgeteilt.


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Dickis Bilder

Hufrehe beim Pony Dicki

Nun zeigt er sie wieder gerne her, seine Hufe: Dicki.

Hufrehe beim Pony Dicki

Jetzt kann auch Dickis Besitzerin wieder lachen.

Hufrehe beim Pony Dicki

Zwar mit Maulkorb, aber nach langer Zeit wieder auf der Wiese: Dicki.

Hufrehe beim Pony Dicki

Sind unzertrennliche Freunde: Pony Dicki und die Stute Dely.

Hufrehe beim Pony Dicki

"So, hier mich nochmal von hinten. Dann habt ihr aber auch genug von mir gesehen!"



Nach noch einer Woche bekam Dicki seinen Gips ab. Die Hufe stanken erbärmlich. Den Tag danach hatte ich den Schmied bestellt, dieser hatte dann die Hufe, so gut es ging, zurechtgefeilt. Ich muss sagen, wir haben einen Schmied, der sich sehr gut bei Ponys mit Hufrehe auskennt. Ich fragte ihn nach einem Rehebeschlag. Er riet mir davon ab, da der Huf durch die Nägel noch mehr beschädigt würde. Zwei Wochen später lief Dicki galoppierend über seine kleine Weide und ärgerte seine Lieblingsstute über den Zaun hinweg. Die Stute mit dem Namen Dely wich nie von seiner Seite. Nach Beendigung der 1. Hufkur rief ich Frau Nehls an und fragte nach, ob ich noch eine zweite Hufkur machen sollte. Welches sie bestätigte. Nach dieser zweiten Hufkur war Dicki fast wieder der Alte. Bis auf seinen Husten. Er durfte dann mit Maulkorb zwei Stunden am Tag, meistens gegen Abend, auf die Weide zu den anderen. Er freute sich riesig.

(Jutta Sabrowski)


Herkules' Geschichte

Im Juni 2004 bemerkte ich bei meinem damals 8-jährigen Aegidienbergerwallach Herkules, dass er vorsichtiger auftrat als sonst und sein sonst so toller Tölt nur noch auf weichem Boden taktklar war und sich auf hartem Belag immer mehr in Richtung Pass verschob. Da er aber nicht lahmte, habe ich nicht sofort reagiert. Im Laufe der nächsten Wochen wurde es aber nicht besser, sondern ganz schleichend immer schlechter. Ich konnte es aber nur beim Reiten feststellen, meine Freundinnen sahen immer noch keine Lahmheit. Nachdem der Schmied dann Herkules neu beschlagen hatte, lief er plötzlich noch sehr viel schlechter. Nun kam der Tierarzt und stellte die Diagnose: Hufrehe. Nach zwei Spritzen und einer Woche Behandlung mit Aspirin und einem Spezialhufbeschlag mit Polsterung und Lederplatte bewegte sich Herkules wieder besser. Der Schmied konnte keine Veränderung am Huf erkennen und meinte, wir hätten Glück gehabt.

In jenem Jahr war Herkules dann nur noch stundenweise mit Maulkorb auf der Wiese. Im Jahr 2005 habe ich meine Pferde dann wie immer wirklich ganz vorsichtig angeweidet, Herkules wieder nur mit Maulkorb und auch nach dem Anweiden nur stundenweise und immer mit Maulkorb. Am 2. Juni war dann der Schmied da und Herkules lief wie immer nach dem Beschlagen erst mal sehr vorsichtig. Als mein Pferd dann aber nach fünf Tagen immer noch nicht wieder klar ging, ließ ich den Schmied nachsehen, um eine Vernagelung auszuschließen. Vom Beschlag her war alles o. k., also ließ ich den Tierarzt kommen! Der konnte aber keine Lahmheit, sondern maximal ein leichtes "klamm gehen" feststellen. Meine Befürchtung einer erneuten Hufrehe schloss er aus, weil Herkules dafür angeblich nicht genug lahmte. Mein Pferd bekam also eine Woche lang Schmerzmittel; und als danach noch keine Besserung da war, noch einmal eine Woche eine höhere Dosis. Dann konnte der Tierarzt keine Lahmheit mehr feststellen, aber ich merkte deutlich, dass mein Pferd nicht vorwärts gehen mochte, oft stolperte und enge Wendungen vermeiden wollte.


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Herkules' Bilder

Hufrehe beim Pony Herkules

Herkules steht wieder fest auf seinen vier Beinen.

Hufrehe beim Pony Herkules

Nichts erinnert mehr an an den tragischen Hufrehe-Beginn Juni 2004.

Hufrehe beim Pony Herkules

Alle sollen es sehen: Herkules wieder "gut zu Fuss".

Hufrehe beim Pony Herkules

Macht als kleiner Angeber wieder seinem Namen alle Ehre.



Aufgrund eines Stolperns hatte ich mich dann mit Herkules überschlagen. Wir hatten beide ein paar Prellungen abbekommen und hatten also erst mal Reitpause. Danach ging er immer noch klamm (nur ich konnte es beim Reiten merken, Zuschauer konnten es nicht sehen und hielten es für Einbildung) und ich ließ ihn osteopathisch untersuchen. Es war aber alles in Ordnung. Trotzdem ging mein Pferd immer mehr Schweinepass und verspannte sich. Also fuhr ich mit ihm in die Tierklinik. Dort war ein sehr gründlicher Tierarzt, der mich immer wieder auf hartem und auf weichem Boden vortraben ließ und dann auch feststellte, dass es mal besser, mal schlechter war.

Er spritzte die Vorderbeine dann nacheinander, aber nach wie vor war das gleiche Ergebnis: Er lahmte sporadisch. Dann wurden in der Klinik noch von den Beinen und den Hufen Röntgenaufnahmen gemacht, weil der Verdacht auf Hufrolle da war. Aber alles war in Ordnung. Auch dieser Tierarzt wurde von mir auf die Vorgeschichte der Hufrehe hingewiesen, schloss das aber auch mit der Begründung auf die minimale Lahmheit aus. Wieder einmal bekam ich für meinen Herkules nur Schmerzmittel. Dann fuhr ich in den Sommerurlaub und die Pferde hatten frei und wurden von meiner Freundin betreut.

Herkules kam wie immer nur stundenweise mit Maulkorb auf die Wiese. Nachdem ich aus dem Urlaub zurück war, wollte ich natürlich reiten und habe mich fürchterlich erschreckt, als ich an beiden Vorderhufen am Ballen nässende Stellen fand. Innerhalb von einer Nacht rissen die Ballen auf und es entstanden an beiden Vorderhufen zwei Löcher, in die eine Kinderfaust hinein gepasst hätte. Der Tierarzt hatte so etwas noch nicht gesehen und erklärte mir, nun, es sei wohl doch eine Hufrehe gewesen, die mein Pferd zum "Ausschuhen" gebracht hätte und das würde nur in ganz wenigen Fällen hinten an den Ballen passieren. Und es würde Monate dauern, wenn überhaupt, bis Herkules wieder laufen könnte. Ich habe ihn nun zweimal täglich neu verbunden und mit Laser akupunktiert, um die Wundheilung zu beschleunigen. Gleichzeitig fand ich im Internet die Seite über Hufrehe von Frau Nehls und wie jeder, der sich an einen Strohhalm klammert, habe ich sofort eine Biofeld-Haar-Analyse machen lassen und Herkules zusätzlich mit der biologischen Hufkur und Rehe-Ex gefüttert.

Die ganze Ernährung habe ich nach Anweisung von Frau Nehls umgestellt. Der Tierarzt wunderte sich dann schon, dass die Wunden sich doch so relativ schnell (acht Wochen) schlossen und Herkules schon wieder so munter war. Nachdem auch die zweite Hufkur gefüttert war, konnte ich Herkules schon wieder voll reiten und er war wieder wie früher ein tolles, lauffreudiges und taktrein töltendes Pferd. Hätte ich früher auf mein Gefühl gehört und von Frau Nehls erfahren, hätte ich meinem Pferd monatelange Schmerzen ersparen können. Ich werde die Fütterung auf jeden Fall weiterhin so fortführen und auch regelmäßig im Frühling und im Herbst die Hufkur verabreichen. Mein Schmied ist mit den Hufen sehr zufrieden und meinem Pferd geht es bestens. Ich hoffe für meinen Herkules, dass er auf diese Weise mit aller Vorsicht auch im kommenden Sommer mal wieder auf die Weide darf und nicht nur auf dem Paddock bleiben muss. Vielen, vielen Dank auf diesem Weg nochmals an Frau Nehls.

(Meike Schmidt)


Bijous Geschichte

Bijou kam am 27. April 1998 zur Welt. Sie war ein schnüseliges und sehr lustiges Fohlen. Immer zum Spielen und Galoppieren aufgelegt. Zwei Jahre später fing das ganze Elend an. Sie konnte immer schlechter gehen. Es gab kein Galopp mehr. Der Tierarzt verpasste ihr mehrere Spritzen, was nur für ein paar Tage die Schmerzen nahm. Ich machte auch Kuren mit Homöopathie, leider half das gar nichts. Im Sommer besserte sich allmählich der Zustand und sie ging wieder freiwillig auf die Weide. Im Herbst ging es wieder von vorne los. Oft lag sie einfach nur im Stall und fraß liegend. Schrecklich! Über das Internet fand ich dann einen Tierarzt der Pferde-Spezialist war. Ich bekam auch gleich einen Termin.

Der Pferdedoktor untersuchte sie gründlich und machte von den Hufen Röntgenbilder. Ich hatte Angst, dass ich mein Pony einschläfern lassen müsste, aber er beruhigte mich und meinte, zuerst werden wir mal die Hufe anders schneiden und dann bekomme sie vorne Hufeisen und zwar umgekehrt montiert, die Öffnung nach vorne. Die müssten allerdings alle drei Wochen gewechselt werden. All das taten wir dann auch und ihr Zustand verbesserte sich wohl, aber von "FIT-Sein" keine Spur. Sie bewegte sich zwar, aber es war, als ginge sie auf Stelzen.

Nach vier Monaten wurden die Eisen wieder ganz entfernt und im Herbst ging alles wieder von vorne los. Also von Heilung, im eigentlichen Sinne, war nicht die Rede; nur, dass sie weniger Schmerzmittel brauchte. Nun fing ich an im Internet zu stöbern. Es müsse doch was geben, was meinem Pony helfe! Im September 2005 kam ich durch Zufall auf die Internet-Seite von Frau Nehls. Ich druckte alles aus, was es zu diesem Thema gab und zeigte dies am Wochenende meinem Mann. Er war sehr, sehr skeptisch und meinte, außer "teuer" werde es wohl wieder nichts sein. Zugegeben, ich war es auch ein bisschen, aber die Hoffnung war größer! Ich will jetzt auch noch das ausprobieren! Kommt auch nicht mehr drauf an, haben wir doch schon so viel Geld ausgegeben... Also bestellte ich diese Bio-Hufkur und die Kräutermischung Rehe-Ex.

Es war Dienstag, der 4. Oktober 2005, als der Postbote mir das Paket brachte: Kurbeginn 4. Oktober 2005 Abends: Ich gab ihr die Hälfte der angegebenen Menge der Biologischen Hufkur und eine Handvoll der Kräutermischung Rehe-Ex, vermischte mit grob geraffelten Karotten. Da stürzte sie sich drauf! Vermutlich mehr wegen den Karotten! Die Biologische Hufkur spritzte ich ihr direkt ins Maul. Die beiden darauf folgenden Tage machte ich das selbe, immer morgens und abends.

Freitag, 7. Oktober 2005: Morgens, ich kam, wie immer mit der Traurigkeit in mir, dass das Pony wieder liege, oft im eigenen Kot und nicht mal aufstand, wenn ich Heu nachfüllte, und sah: Welche Überraschung! Das Pony stand am Heurauf und wartete auf Nachschub! Sie lief zwar noch echt stacksig in die Ecke, um ihre Äpfelchen loszuwerden, aber sie ging seit langem wieder in die Ecke!

Samstag 8. Oktober 2005: Samstags und sonntags versorgt immer mein Mann die Pony's. Ich sagte kein Wort, gab ihm auch keine Medizin mit, ich sagte nur: "Später!" und er war der Annahme, dass ich immer noch täglich das Schmerzmittel geben würde! Nach einer Stunde erschien er und meinte: "Ich glaube, heute braucht Bijou keine Medizin, sie ist sogar auf dem Weg nach draußen!" Die Freude war groß.

Natürlich brauchte sie Medizin, aber nicht die Chemie, sondern Natur pur! Mein Mann war natürlich total überrascht und ich erst: Alles in der kurzen Zeit! 4. November 2005: Die Biologische Hufkur ist zu Ende! Was wird jetzt? Brauche ich eine weitere oder reicht es nur mit den Kräutern? Die Kräutermischung ist ja für 5 Monate. Von nun an gab es nur noch Rehe-Ex und immer noch mit einer geraffelten Karotte.

19. November 2005: Bijou läuft immer besser! Heute hat mein Mann sie sogar kurz springen gesehen und wir werden am Tor zu unserem Haus auch wieder von ihr abgeholt, und dann marschiert sie strammen Schrittes mit uns in den Stall. Es ist für mich heute noch wie ein Wunder!

25. November 2005: Heute hat sie einen wahrhaft längeren Galopp hingelegt und Mogli, der Wallach, schloss sich gleich an. Es war eine Freude, den Beiden zuzusehen. Ihre Mutter Beauty glotzte den beiden so komisch hinterher. Wenn die ihr Gesicht hätten sehen können!

28. November 2005: Heute ist sie wieder die so richtig das freche, kleine Biest! Wenn ihr etwas nicht passt, wird mal schnell kurz nach hinten ausgeschlagen. Kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann das zum letzten Mal vorgekommen ist. Bestimmt ist's Jahre her!


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Bijous Bilder

Hufrehe beim Pony Bijou

Knuddelpony Bijou ist wieder sichtlich zufrieden.

Hufrehe beim Pony Bijou

Hufrehe adé: Und Bijou wird Tag für Tag wieder frecher.

Hufrehe beim Pony Bijou

Der kecke Lausbub von einst ist in Bijou wieder erwacht.

Hufrehe beim Pony Bijou

"Schau' mir in die blauen Augen, Kleines!"



Bijous blaue Augen haben wieder das Lausbubenhafte bekommen. 4. Dezember 2005: Ich kann nur noch sagen, wir sind glücklich! Es macht endlich wieder Spaß, mit den Pony's zusammen auf der Weide die "Äpfelchen" zusammenzunehmen. Man wird von Allen begleitet und oft geht die Freude auch mit Bijou durch. Ich werde ihr diese Kräuter weiterhin geben, denn wir sind froh, endlich ein schmerzfreies Pony zu haben.

(Inga Graf, Frankreich)

 
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