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Stichwort: Dämpfigkeit

Die Weihnachtsüberraschung von Tigger

Tigger galt als "unbrauchbar" – er selber sieht das etwas anders

Von Sandra Heiligers und Claudia Nehls

Wir berichten an anderer Stelle dieser Website bereits über Tigger, dem Tinkerwallach mit dem „Unbrauchbarkeitsurteil“ Nr. 1: Dämpfigkeit! Nach umfangreicher veterinärmedizinischer Therapie erklärten die behandelnden Tierärzte der Pferdebesitzerin im Januar 2006, dass Tigger dämpfig sei und alle Behandlungen, die in der Klinik und schon vorher statt gefunden haben, nicht angeschlagen hätten und es aus veterinärmedizinischer Sicht keine Behandlungsmethode mehr gäbe.


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Januar 2006 Tiggers Totalzusammenbruch

Die Probleme mit Tigger fingen bereits im Sommer 2002 mit einer sehr schweren Kolik an, damals war er noch keine 1 ½ Jahre alt. Seit dem Jahre 2003 kämpfte Tigger immer wieder mit Husten, Infektionen, allergischen Hautreaktionen (Nesselfieber bzw. Urticaria) und Koliken. Schwere Infekte mit hohem Fieber beeinträchtigten in regelmäßig wieder kehrenden Abständen Tiggers Wohlbefinden. Massive Hustenattacken und asthmatische Anfälle weiteten sich aus. Ganz schlimm wurde es dann im Jahre 2005; Tiggers Kreislauf drohte zusammenzubrechen und die Asthma-Attacken wurden so schlimm, dass Tigger im März 2005 sowie ein zusätzliches Mal im September 2005 in die Pferdeklinik eingeliefert werden musste, weil eine Therapie am Heimatstall nicht mehr möglich erschien.

Im Januar 2006 dann, nach wenigen Monaten des letzten Klinikaufenthaltes, kam der totale Zusammenbruch: Tigger hustete so schlimm, dass die Besitzerin Angst hatte, er würde zusammenbrechen. Transportfähig war er im Januar 2006 nicht mehr, sodass sich ein weiterer Klinikaufenthalt während dieses Zeitraums gar nicht mehr umsetzen ließe. Die Diagnose der Tierärzte lautete: Dämpfigkeit! Tigger war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 4 ½ Jahre alt! Ende Februar 2006 wandte sich Frau Heiligers an mich. Ich führte eine Biofeld-Haaranalyse durch und wir begannen mit der homöopathischen Therapie sowie auch mit einer Optimierung der Fütterung. Von diesem Zeitpunkt an ging es stetig bergauf und heute, nicht einmal ein Jahr später (wir schreiben den 31.12.06 bei Verfassung dieses Artikels) ist Tigger, ja, man möchte sagen, wieder ganz gesund.

Die positive Entwicklung von Tigger möchten wir den vielen betroffenen Pferdehaltern nicht vorenthalten, sondern veröffentlichen. Denn: Es gehören manchmal viel Mut, Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, eigene Lernprozesse und ganz besonders viel Liebe dazu, ein bereits aufgegebenes Pferd dennoch therapieren zu lassen und auch „leben zu lassen“. Tigger steht für viele Pferde mit der Diagnose: chronisch obstruktive Bronchitis, chronisch allergische Bronchitis und Dämpfigkeit. Tigger steht aber auch für Wohlergehen, Gesundheit, Lebensqualität, optimale Fütterungs-, Haltungs- und Therapiebedingungen und vor allem dafür, dass chronische Atemwegserkrankungen eben kein „Unbrauchbarkeitsurteil“ sein müssen.

(Claudia Nehls)



Tigger: Die Geschichte geht weiter
Tinkerwallach Tigger
Dämpfig = unbrauchbar? Tigger jedenfalls stellt seit Monaten diese alte Formel keck und munter auf den Kopf.

Wie ich schon im ersten Bericht geschildert habe (Stand September 2006), ging es „Tigger“ mittlerweile wieder ganz gut. Tigger hatte eine große Box mit einem entsprechenden Sandpaddock, stand auf Leinstroh und bekam Heulage zu fressen. Im restlichen Stall standen die anderen Pferde alle auf gehäckseltem Stroh und bekamen Heu. Auch das Pferd direkt neben Tigger wurde so eingestreut und gefüttert. Während des Sommers war das eigentlich nicht so tragisch und Tiggers Genesung ging weiter voran. Die Pferde kamen viel raus und die Box hatten wir unterhalb der Stallwände hermetisch gegen das Stroh/Heu und die damit verbundenen Schimmel- und Pilzsporen, versiegelt. Aufgrund des teilweise miserablen Wetters jedoch, verbrachten Tigger und die anderen Pferde dann wieder mehr Zeit im Stall und er fing wieder vermehrt an zu husten und auch der Schleim lief aus seinen Nüstern.

Im Hinblick auf den bevorstehenden Winter und die Angst, dass er einen Rückfall erleiden könnte, entschloss ich mich schweren Herzens dazu, ihn umzustallen. In meinen Augen hatten wir zwar alles, was zu optimieren war, auch in die Tat umgesetzt, nur für mich und für Tiggers vollkommene Genesung war das leider noch nicht ausreichend genug. Ich hatte nach langer Suche das unglaubliche Glück, dass ich ganz in der Nähe einen Stall fand, in welchem alle Pferde auf Leinstroh stehen und auch alle Pferde mit Heulage gefüttert werden. Es handelt sich um einen Stall, der in meinen Augen einer offenen Stallhaltung sehr nahe kommt.

Tinkerwallach Tigger
Der Albtraum aller Erbsenzähler unter den Pferdehaltern: Ein schmuddeliges Pferd! Tiggers Albtraum indessen: Boxenhaft statt Frischluft!

Tigger und ich hatten großes Glück, denn wir haben die allerletzte Box im neuen Stall bekommen und sind heute immer noch sehr dankbar. Danke noch einmal Melanie! Die Pferde kommen von morgens bis abends in einzelnen Herdenverbänden raus und sind lange an der frischen Luft. Es herrscht genügend Frischluft in der Stallgasse und auch der Rest der Reitanlage wurde so konzipiert. Die Putzplätze sind draußen und es kann, aufgrund einer kleinen Überdachung, das ganze Jahr draußen geputzt werden. Tigger kommt nur zur Fütterung und zum Schlafen rein. Im Sommer werde ich versuchen, ihn dann auch ganz draußen zu lassen, denn dank der Behandlung durch Frau Nehls und der Vorsicht beim Anweiden und der Weidegänge, haben wir im Jahr 2006 keine Kolik zu verzeichnen gehabt und ich hoffe, dass das auch dieses Jahr so bleibt!

Der größte Traum wäre jetzt nur noch, wenn Tigger Tag und Nacht der Box fern bleiben könnte: Eben ein richtiges Robustpferd werden würde. Um Tigger das Umstallen zu erleichtern, bekam er ca. drei Wochen vorher schon unterstützende Mittel, um sein Immunsystem bestmöglich auf die fremde Bakterien- und Keimflora im neuen Stall vorzubereiten. Am 27. Oktober 2006 sind wir dann umgezogen. Tigger hat das Umstallen hervorragend verkraftet und – er hat seitdem nicht einmal mehr gehustet und aus der Nase kam kein Schleim mehr! Anfang Dezember 2006 bekam Tigger dann seine Tetanus-Impfung und wurde von der Tierärztin vorher abgehört. Sie konnte es kaum glauben, denn es war alles in Ordnung und auch die Impfung hat ihm keinerlei Probleme bereitet.

Das konnte ich gar nicht so richtig glauben und deshalb haben wir zwei Wochen später noch einmal eine Haarprobe an Frau Nehls zur Analyse geschickt. Rechtzeitig zu Heiligabend kam das Ergebnis: Alles ist bestens. Das war das schönste Weihnachtsgeschenk! Tigger ist ein ganz anderes Pferd geworden, er flitzt nun bockend und grunzend über das Paddock, er galoppiert mit mir Runde um Runde und man kann ihm richtig ansehen, dass er nun wirklich ganz gesund ist und genügend Luft bekommt. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal allen Pferdebesitzern Mut machen, die ähnliche oder andere Probleme mit Ihrem Pferd haben, nicht zu schnell aufzugeben! Ich weiß, dass so etwas sehr nervenzerreibend ist und es an die eigene Substanz geht, aber es gibt solche Wunder ... man darf nur nicht aufgeben: Irgend wo ist immer ein Weg!

(Sandra Heiligers)


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Retrospektive: Tiggers Therapie

An dieser Stelle möchte ich eine kurze Zusammenfassung der Therapie geben: Tigger wurde durch eine homöopathische, isopathische und ergänzend phytotherapeutische Therapie von mir behandelt. Die gesamte Therapie wurde aufgrund einer Biofeld-Haaranalyse von Tigger über eine weite Entfernung durchgeführt. Insgesamt dauerte die Therapie kein Jahr. Die medikamentöse Therapie beanspruchte ca. insgesamt fünf Monate.

Tinkerwallach Tigger
Beim Galopp sollte dem dämpfigen Tigger eigentlich die Puste ausgehen. Auch diese These wirft der Tinker einfach über den Haufen.

Die Therapie wurde in regelmäßigen Abständen überprüft und neu angepasst. Überwiegend wird für die medikamentöse Therapie ein Zeitraum von ca. drei Monaten ausreichend sein. Jedoch können Situationen auftreten, in denen die homöopathischen, isopathischen und phytotherapeutischen Mittel länger verabreicht werden bzw. auch eine prophylaktische Therapie mit speziellen für diese Therapieform geeigneten Medikamente nötig erscheint. Über den gesamten Zeitraum war ein stetiger Kontakt zwischen Frau Heiligers und mir gegeben.

Probleme, die während der Therapie entstanden - beispielsweise litten während des Therapiezeitraumes in Tiggers ehemaligem Stall mehrere Pferde an einer Virusinfektion der Atemwege - wurden sofort besprochen und Maßnahmen ergriffen. Sämtliche tierärztliche Behandlungen, die Frage, ob Tigger beispielsweise zusätzlich bezüglich der im Stall kursierenden Virusinfektion der Atemwege tierärztlich (wie die betroffenen Pferde) vorsorglich behandelt werden sollte oder nicht, welche Impfungen verabreicht werden sollten/dürften, Wurmkuren, sämtliche Fütterungs- und Haltungsmaßnahmen – kurzum alles Wesentliche wurde zwischen mir und Frau Heiligers immer wieder gemäss den aktuellen Fakten abgestimmt und besprochen (und erst nach unserer Absprache umgesetzt. Eine gute Zusammenarbeit und Absprache, Vertrauen und der Wille, auch manches ggf. Unbequeme in die Tat umzusetzen, sind für den Erfolg einer Therapie – neben vielen anderen Faktoren – ausschlaggebend!

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist eine staubfreie und schimmelpilzfreie Fütterung. Diese sollte grundsätzlich zu Beginn der Therapie umgesetzt werden, und nicht selten hilft schon allein diese. Bisher setzten wir bei Atemwegsproblemen ergänzend zur Therapie oder auch ohne weitere Therapie unsere Kräutermischung Husta-Mix und unseren Hustensaft ein. Problematisch blieb jedoch eine staubfreie Rauhfutterfütterung. Da eine Umstellung auf Heulage nicht immer praktizierbar ist. Diesem Problem haben wir uns 2007 angenommen durch die Entwicklung unseres Produkts Heustaub-Stopp. Heustaub-Stopp wird dem Wasser zur Wässerung von Heu beigefügt bzw. sollte zusätzlich auch das Einstreu mit Heustaub-Stopp besprüht werden.

(Claudia Nehls)


 
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| Linktipp: Zur Website von Claudia Nehls |

| Weiterlesen: Tiggers Krankengeschichte (1) |

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