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Stichwort: Entgiftung

Schwerstarbeit für Leber und Nieren

Angriff der Umweltgifte: Auch beim Pferd braucht die "Entgiftungszentrale" oft Unterstützung

Von Claudia Nehls

Gerade das so sensitiv reagierende Pferd nimmt in unserer heutigen Umwelt viele Umweltgifte, also Toxine, auf, welche durch Leber und Nieren wieder für die Ausscheidung "aufbereitet" werden müssen.

  
Leber und Nieren

Leber und Nieren sind mit der Ausscheidung dieser Giftstoffe häufig überlastet und zu den bei Pferden relativ oft zu beklagenden erhöhten Leberwerten kommen in jüngster Zeit auch immer häufiger Nierenerkrankungen und erhöhte Nierenwerte hinzu. Auch eine zu Proteinreiche Fütterung bedingt eine Überlastung der Leber und Nieren, denn auch Protein wird durch Leber und Nieren wieder ausgeschieden. Ein weiterer Faktor für erhöhte Leberwerte sind Verwurmungen. Regelmäßige Wurmkuren in dreimonatigen Abständen sollten eingehalten werden.



Pferd Tigger
Viele Weiden machen optisch "viel her", sind aber nicht selten mit Toxinen stark belastet: Dann sind beim Pferd Leber und Nieren ganz besonders beansprucht.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Medikamenten sollte selbstverständlich sein, da auch diese durch die Entgiftungsorgane "verarbeitet" und wieder ausgeschieden werden müssen. Nicht umsonst heißt es, dass Schmerzmittel (wie zum Beispiel das bekannte "Equipalazone") nicht länger als 10 Tage verabreicht werden sollten. Eine nicht selten vorkommende Gabe über mehrere Wochen oder sogar Monate sollte unbedingt stets sehr krtisch hinterfragt und bei strenger Kontrolle der Nieren- und Leberwerte stattfinden.

Doch selbst, wenn wir unsere Pferde so natürlich wie möglich versorgen, ohne Proteinüberschüsse und bei minimalsten Belastungen mit Umweltgiften und Toxinen, sollte bei Pferden eine prophylaktische Entgiftung und somit Stärkung der Leber und Nieren stets in Betracht gezogen werden. Pferde, wie gesagt, reagieren äußerst sensitiv auf unsere vielfältigen Umweltbelastungen. Diese Reaktion zeigt sich auch in vielen allergischen Erkrankungen, wie dem Sommerekzem, der Urticaria und anderen Hauterkrankungen. Auch solche Reaktionen der Haut, dem "letzten" Ausscheidungsorgan, nehmen stetig zu.

Darm

Im Darmraum befinden sich 80 % der Immunzellen, der Darm ist somit das größte Immunorgan und hier befindet sich auch das Immunsystem des Pferdes. Das Immunsystem ist dafür verantwortlich, Viren, Bakterien, Pilze, Keime, Krankheitserreger und Infektionen unschädlich zu machen bzw. abzuwehren. Funktioniert das Darmsystem nicht perfekt, so ist der Immunhaushalt gestört und unser Pferd wird immer wieder von verschiedenen Erkrankungen und Problemen heimgesucht.

Eine Abwehrschwäche ist Ursache vieler Erkrankungen, die bei gut funktionierendem Immunsystem abgewehrt würden. Auch eine Überreaktion des Immunsystems wird durch eine Instabilität des Darmtraktes, der Symbiose und des Säure-Basen-Haushalts ausgelöst. Allergien (= Überreaktion des Immunsystems) haben somit ihren Ursprung ebenfalls im Darm – dem Immunsystem, der Abwehr. Bei einer Allergie ist es jedoch kontraproduktiv, das Immunsystem zu stärken. Das Immunsystem muss vielmehr reguliert werden, damit eine Überreaktion eingeregelt werden kann.

Funktioniert der Intestinal- und Digestionstrakt (Verdauungstrakt) des Pferdes unproblematisch und ohne Komplikationen, so ist das Pferd relativ immun gegen Krankheitserreger und kann diese auf natürliche Art und Weise abwehren, zumindest bis zu einem gewissen Grade. Sind Leber und Nieren im Gleichgewicht ohne Störungen, so findet eine stetige Entgiftung der ständig auf unsere Pferde einströmenden Giftstoffe statt und Krankheiten bzw. erhöhte Werte werden in der Regel nicht auftreten. Um Darm, Leber und Nieren zu unterstützen, zu stärken und einer Regulation herbeizuführen, ist eine gewisse Prophylaxe bei diesen Organen anzuraten.

Prophylaxe

Leber, Nieren und Darm sollten bestmöglich in ihren Funktionen unterstützt werden, um somit eine gesunde Abwehr und ein gut funktionierendes Immunsystem aufzubauen. In erster Linie geschieht dies durch eine optimal auf die Bedürfnisse abgestimmte und natürliche Fütterung. Diese Möglichkeit bietet zusätzlich eine Leber und Nieren schonende Entgiftung und eine Stärkung des Darmsystems, welche gleichzeitig eine Unterstützung des Immunsystems darstellt.

Eine hervorragende Möglichkeit zur Entgiftung und gleichzeitiger Darmstärkung und Sanierung ist die Fütterung von Heilkräutern, die so zusammengestellt sein sollten, dass sie eine entgiftende und den Stoffwechsel anregende, Leber und Nieren in ihrer Entgiftungsfunktion unterstützende Wirkung aufweisen. Kräuter enthalten viele Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Schwefel etc.). Die bedarfsgerechte Versorgung mit Mineralien fördert, unterstützt und aktiviert den gesamten Stoffwechsel unserer Pferde. Ein Mangel an Mineralstoffen kann sich in zahlreichen Problemen äußern.

Mineralien wirken im Organismus basisch. Sie gleichen Übersäuerungszustände aus und tragen zu einem ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt bei. Ein unausgewogener Säure-Basen-Haushalt ist Ursache vieler Erkrankungen. Der Darmtrakt benötigt zur Aufrechterhaltung der Darmsymbiose (Lebensgemeinschaft der Darmbakterien) natürliche Mineralstoffe und Spurenelemente. Ohne diese wäre eine Aufrechterhaltung der Symbiose nicht möglich. Eine Darmsanierung und Darmunterstützung ist durch die Fütterung natürlicher Mineralstoffe und Spurenelemente sichergestellt und eine Regulation des Darms kann somit erfolgen.



Pony Bijou
Nicht selten grenzen landwirtschaftlich bearbeitete Flächen direkt an die Pferdeweide: Oft genug weht dann die Gratis-Ladung Pestizide noch zusätzlich herüber.

Bei der Entgiftung neutralisieren und helfen Mineralien, das körpereigene Schutzsystem aufzubauen und im Gleichgewicht zu halten. Wählt man eine Kräutermischung speziell entgiftender Kräuter mit positiver Wirkung auf Leber und Nieren, ist durch diese Kombination die bestmögliche Unterstützung der Entgiftungsorgane gegeben. Auch enthalten Kräuter viele Vitamine: So hat Vitamin C eine ausgeprägte "Radikalenfängerfunktion", gilt als natürliches Antioxidant und stärkt die Abwehr. Carotin und Vitamin A unterstützen den wichtigen Zellstoffwechsel. Die Kieselsäure ist ein wichtiger Nähr- und Aufbaustoff für die schnell wachsenden Zellen der Haut, des Fells und der Hufe. Kräuter enthalten darüber hinaus Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle, Schleimstoffe und Chlorophyll.

Auch versorgen Kräuter unsere Tiere mit den lebenswichtigen Mikronährstoffen. Mikronährstoffe sind für die physiologischen Funktionen einzelner Organe und Organsysteme unerlässlich. Während den sogenannten Makronährstoffen schon in der Vergangenheit viel Bedeutung zugemessen wurde und deren Gehalt in Futtermitteln geregelt ist, gilt dies für die wichtigen Mikronährstoffe nicht. Mit der Fütterung von speziellen Kräutermischungen können wir Pferdehalter unseren Pferden auf unkomplizierte und einfache Weise zu Wohlbefinden und bestmöglichem Schutz (selbstverständlich neben der soweit wie möglichen Ausschaltung der oben genannten Ursachen der Erkrankungen) verhelfen.

Eine immer wieder aufkommende Frage ist in diesem Zusammenhang, ob Kräutermischungen für eine dauernde Fütterung geeignet sind. Hier kommt es ganz auf das jeweilige Kraut an: Einige Kräuter eignen sich nicht für einen dauernden Einsatz. Viele Kräuter eignen sich jedoch auch für eine dauernde ergänzende Fütterung. Auch bei der Fütterung von Kräutern ist eine Wirkung nur solange gegeben, wie sie dem Pferd auch zugefüttert werden. Möchte der Pferdehalter eine dauernde Entlastung von Leber und Nieren und eine dauernde Unterstützung des Darmsystems erreichen, sollte eine dementsprechende Kräutermischung auch dauernd gefüttert werden. Eine dauernde Fütterung natürlicher Mineralstoffe und Spurenelemente ist zudem zweifelsfrei angezeigt und wird empfohlen. Auch vor diesem Aspekt wäre eine Dauerfütterung zu empfehlen.

Jedoch ist selbstverständlich auch eine kurmäßige Fütterung über ggf. jeweils acht Wochen im Frühjahr und erneuten acht Wochen im Herbst – also zweimal jährlich – eine gute Alternative. Es kommt halt auf die jeweiligen individuellen Umstände des einzelnen Pferdes an, ob eine zweimal jährliche kurmäßige Fütterung als ausreichend zur Entlastung, Entgiftung und Darmsanierung empfunden wird oder eine ganzjährige und somit stetige Fütterung einer speziellen Kräutermischung. Wichtige Aspekte hierbei sind: Fluktuation der Herde, Entwurmung, Umweltbelastungen, Belastungen durch Futter, Weidebeschaffenheit (Düngung, Pestizide, Gräser), Stress und psychische Belastungen, eventuell vorhandene Erkrankungen/Dispositionen und Probleme des einzelnen Pferdes, Arbeitseinsatz.

Die Zusammensetzung der Kräuter sollte auch wohl bedacht werden. Bestehen beispielsweise keinerlei offensichtliche Magen- und Darmprobleme, ist das Augenmerk auf entgiftende, Leber und Nieren stärkende Kräuter zu legen, die durch ihre natürlichen Mineralstoffe und Spurenelemente gleichzeitig eine Unterstützung des Darmraums und somit des Immunsystems bewirken, aber auch zur Darmsanierung beitragen. Bestehen hingegen Probleme wie Durchfall, Kotwasser, wechselnder Kot und/oder Magenprobleme, sollte die Mischung, neben der entgiftenden Wirkung, gleichermaßen auf Magen und Darm positiv einwirken.

Übrigens: Ganz besonders wichtig ist die Qualität der Kräuter! Nur der Qualitätsstandard der Deutschen Arzneimittelbuchqualität (DAB) ist ein Garant für eine einwandfreie Qualität und Güte der verwendeten Kräutermischung. Zudem sind diese Mischungen pestizidfrei.




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