Kopfgrafik
 Das Original. Erste Website im Jahre 2002 zum Thema Pferd + Ingwer.Impressum | Home |
Stichwort: Ganzheitliche Therapie

Ein Modewort präzise definiert

Im Umfeld der "ganzheitlichen Therapie" wird so mancher Etikettenschwindel betrieben

Von Claudia Nehls

Homöopathie und Ganzheitlichkeit liegen im Trend und wurden zu regelrechten Modebegriffen. Immer wieder stoßen wir auf diese Begriffe, welche jedoch nicht selten etwas anderes meinen, wie sie aussagen. Oft ein Werbeslogan, der zu Verwirrungen und Verwechslungen führt. So wird Homöopathie manchmal mit Kräuterheilkunde verwechselt oder es bestehen Missverständnisse zwischen klassischer und komplementärer Homöopathie. Mit der Ganzheitlichkeit wird oft beworben, was mit ihr eigentlich nichts gemein hat.

Der Begriff Ganzheitlichkeit soll uns verdeutlichen, dass das Pferd im Gesamten therapiert wird, was Fütterung und Haltung ebenso wie die Psyche, die Arbeitsleistung, den Umgang mit Menschen und anderen Pferden sowie alles individuell Relevante in die Therapie einfließen lässt.

Vielleicht gelingt es, den einen oder anderen Leser anzuregen, auch einmal andere Wege als die allgemein üblichen (und viel zu oft erfolglosen) zu beschreiten. Eine Kombination aus unterschiedlichen Therapien, die sich unter ganzheitlicher Betrachtung ergänzen und sich aus veterinärmedizinischen Therapien, fachmännischen lokalen Maßnahmen und Phytotherapien zusammensetzen (ggf. noch mit homöopathischen Mitteln ergänzt) wäre sehr wünschenswert und optimal.

Der Begriff Homöopathie verdeutlicht, dass wir nicht mit der Materie, also mit dem Greifbaren und Nachweisbarem, sondern mit Informationen, mit Stoffen arbeiten, welche oft nicht nachweisbar sind. Homöopathische Mittel werden potenziert, das heißt, nach einem ganz speziellen Verfahren verdünnt und geschüttelt bzw. verrieben. Letztlich ist ab einer bestimmten Verdünnung/Potenzierung der Ausgangsstoff nicht mehr nachweisbar. Wir therapieren das Pferd mit Informationen. Diese Informationen regen die Selbstheilungskräfte an und würden bei einem gesunden Pferd die Krankheit auslösen, die wir bei der Wahl des passenden Mittels bei unserem Patienten Pferd regulieren können.

Wallach Samoun

Die gesamte Pferde-Persönlichkeit und das ganze Umfeld werden kritisch in den Fokus gerückt, wenn eine sinnvolle und hilfreiche "ganzheitliche Behandlung" gestartet werden soll.

In der Homöopathie unterscheidet man die klassische Homöopathie, die Konstitutionsbehandlung, die mit einem individuell passenden Mittel der Störung des Befindens "zu Leibe rückt", und die komplexe, die komplementäre Homöopathie, die mit Komplexmitteln (= unterschiedliche Ausgangssubstanzen in unterschiedlicher Potenzierung) die Ursache der Befindensstörung regulieren kann – aufgrund der vorhandenen Symptome, die in ihrer Gesamtheit die Individualität ausmachen.

Substanzen, die zur Herstellung eines homöopathischen Mittels dienen, gibt es ganz verschiedene: Beispielsweise Mineralstoffe, Pflanzen und Kräuter, Bakterien und Keime (sogenannte Nosodenpräparate), Spuren der Organe, die wir regulieren möchten und Mischungen aus oben Genanntem. Beschäftigen wir uns mit der Homöopathie, so lesen wir auch immer wieder das Wort "Erstverschlimmerung", was vielen Pferdebesitzern den Mut zur homöopathischen Therapie ihres Pferdes nimmt, da die Angst besteht, dass Erkrankung und Symptomatik sich erst einmal verschlimmern könnten, wenn das passende Mittel gewählt wurde.

In meiner Praxis kommt eine "Erstverschlimmerung" so gut wie nicht vor. Letztlich kann dies an der gewählten Therapieform liegen, die bei uns nur in Einzelfällen eine Konstitutionsbehandlung bzw. Therapie der klassischen Homöopathie darstellt. Wir arbeiten in der Regel mit Komplexmitteln und schließen so die Gefahr einer Erstverschlimmerung fast aus, zumindest gab es in keinem bisherigen Falle die oft zitierte Erstverschlimmerung bei unseren vierbeinigen Patienten.

Eine homöopathische und ganzheitliche Therapie der verschiedenen Erkrankungen des Pferdes beinhaltet die Erfassung aller Lebensumstände des Pferdes, die Fütterung, die Haltung und sämtliche relevante Faktoren, die dieses individuelle Pferdeleben ausmachen. Hinzu kommt eine ausführliche Anamnese (= Krankheitsgeschichte), eine gründliche Untersuchung und eine darauf aufbauende Diagnosestellung. Hat sich der ganzheitliche Therapeut ein umfassendes Bild des erkrankten Pferdes und einen Eindruck verschafft, ist es in der Regel möglich, eine Diagnose zu stellen. Es können ergänzend Blutuntersuchung, Röntgen, Ultraschall, Kotuntersuchung oder weiterführende Untersuchungen notwendig werden. Ist dies der Fall, werden weitere Untersuchungen – soweit möglich – veranlasst bzw. eine Abklärung in einer Pferdeklinik o. ä. angeraten.

Sind sämtliche Untersuchungen abgeschlossen, wird der ganzheitlich arbeitende Homöopath als Grundvoraussetzung notwendige Änderungen der Haltung und Fütterung vornehmen, um dem betroffenen Pferd ein Optimum an genesungsfördernden Voraussetzungen zu schaffen. Je nach Symptomlage und Erkrankung werden auch die Lebensumstände des Pferdes in die Therapie mit einfließen und Verbesserungsvorschläge bzw. Tipps unterbreitet, Optimierungen einzuleiten. Hier können ganz verschiedene Faktoren Berücksichtigung finden, beispielsweise der Umgang, die Herdenzusammenstellung, der Sattel und/oder die Ausstattung des Pferdes, Verbesserungen bei der Unterbringung und vieles mehr.

Auf dieser soliden Erkenntnis-Basis als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche und langfristige Verbesserung des Gesundheitszustandes werden dann die passenden homöopathischen Mittel rezeptiert bzw. injiziert. Homöopathische Mittel sind grundsätzlich apothekenpflichtig, daher ist die Abgabe nur beschränkt möglich, beispielsweise für die Erstversorgung des Patienten. Da eine homöopathische Therapie selten bei einer einmaligen Gabe endet, ist es üblich, dass der Pferdebesitzer die verordneten homöopathischen Mittel, für die in der Regel ein Rezept ausgestellt wird, in der Apotheke besorgt.

Dass eine ganzheitliche und homöopathische Therapie auch über viele Kilometer Entfernung sehr gut funktionieren kann, zeigen unsere vielen Erfahrungsberichte glücklicher Pferde und Pferdebesitzer. Ein repräsentatives Beispiel ist der Wallach Jon und dessen Therapie im Umfeld seiner chronisch obstruktiven Bronchitis.


Marker

Wallach Jon erzählt seine Krankengeschichte

weitergeleitet von Silvia Hoffmann

"Ich bin´s mal wieder, der Wallach Jon, der so schlimme Atemprobleme hatte, dass er fast eingeschläfert worden wäre. Sie erinnern sich? Meine Menschenfrau hatte sich vor etwa einem Jahr völlig verzweifelt an Sie gewandt, Sie hatten eine Haaranalyse gemacht, eine homöopathische Therapie empfohlen und meine Ernährung umgestellt. Ich war auch ganz brav und habe die Sachen alle gegessen, die sie mir in den Eimer tat. Und der Erfolg war überwältigend.

Die Therapie begann am 3. Mai 2007. Nach wenigen Tagen fühlte ich mich bereits viel besser und wurde schon wieder ein bisschen übermütig. Ich bekam ein herrlich glänzendes Fell und meine Mähne und mein Schweif sehen super aus. Meine Freundin, die Paint-Quarter-Stute Cheyenne, war ja schon vorher ganz verknallt in mich, aber jetzt ist sie wie ein Bonbon, so klebt sie an mir. Im Sommer konnte ich die ersten Galoppsprünge machen, musste aber danach noch oft husten. Doch das wurde immer besser. Meine Menschenfrau hat mir die Portion Kräuter und den Hustensaft, die ich zuerst gar nicht wollte, verdoppelt, und ich vermute mal, dass das ein Tipp von Ihnen war. Und weil ich ja ein braver Bub bin, habe ich alles gegessen.

Wallach Jon

Ist endlich wieder fit im Gelände und hat als quirliger Kerl wieder echte Chancen bei den Frauen: Wallach Jon, dem nur die ganzheitliche Therapie wirklich nachhaltig helfen konnte.

Und der Husten wurde immer weniger und seltener, und seit Spätsommer kann ich wieder über die Koppel rennen und buckeln, ohne danach zu husten. Ich hätte nie gedacht, dass ich wieder so viel Spaß haben kann, und Cheyenne hat sich auch sehr gefreut. Inzwischen kann ich mit ihr Kämpfchen machen, das macht Spaß. Sie ist zwar größer als ich, aber erst drei Jahre und ich kann ihr schnell zeigen, wer der Chef ist! Und das bin jetzt wieder ich! Im Spätsommer durften die Menschenkinder wieder auf mir reiten, und ich war so glücklich! Endlich wieder in den Wald, da war ich so lange nicht mehr! Und dann begann meine Besitzerin (die Tochter der Menschenfrau, die mich mit Ihrer Hilfe gesund gepflegt hat) wieder auf mir zu reiten.

Anfangs kam ich noch schnell außer Atem, ich hatte ja keine Kondition mehr. Aber dann hörte im November der Husten fast ganz auf, und auch die Frau ritt auf mir. Die hatte vorher erst einmal auf mir gesessen, denn sie ritt ja immer meine große Liebe Tanja, aber die ist ja leider im Pferdehimmel. Und ich habe mich bemüht, ganz brav zu sein und so konnte ich der Frau etwas von dem Glück zurückgeben, was ich von ihr bekomme. Und deshalb kann ich mich nur ganz herzlich bedanken, ohne Sie wäre ich bestimmt bei Tanja im Himmel. Ich bin wieder ein glückliches Pferdchen, und von der heftigen Atmung ist nichts mehr zu sehen. Nur wenn ich so schnell renne, wie ich nur kann, dann pfeift mein Atem. Aber innerhalb von wenigen Minuten ist alles wieder normal.

Ich kann also wunderbar mit Reiter im Galopp durch den Wald rennen, ohne Husten und Atemnot und die Menschen achten darauf, dass ich nicht zu schnell werde. Dann ist alles ganz wunderbar."


Also nochmals vielen vielen Dank für mein Leben!
Es grüßt ganz herzlich
Jon



Haben Sie Fragen oder
Anregungen zu diesem Text?
Direkten Kontakt finden Sie zu
Claudia Nehls auf ihrer Website:
Logo Claudia Nehls

  
linklogo maillogo

Kontakt: e-Mail-Adresse von Silvia Hoffmann  |

 Weiterlesen: Gesucht: Das optimale Pferdefutter   |

 Weiterlesen: Umstritten, aber oft hilfreich: Die Biofeld-Haaranalyse   |

 Weiterlesen: Der große Ingwerreport 2007/2008   |